So können Sie den Affenbrotbaum vermehren

In seiner afrikanischen Heimat wächst der Affenbrotbaum (Adansonia digitata) in trockenen Regionen und erweist sich dort als überaus anpassungsfähig. Auch auf der heimischen Fensterbank gedeiht das sukkulente Gewächs und lässt sich sogar selbst vermehren. So funktioniert es auch bei Ihnen.

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Ein Affenbrotbaum kann aus Samen gezogen werden

Wie kann man den Affenbrotbaum vermehren?

Der urig aussehende Affenbrotbaum kann sowohl durch Stecklinge als auch durch Samen vermehrt werden. Die Stecklinge können Sie selbst schneiden, aber auch im Handel erwerden. Im Handel erhältliche Stecklinge sind am Stamm mit Wachs versiegelt, damit sie während des Transports nicht austrocknen. Diese Versiegelung müssen Sie vor dem Einpflanzen vorsichtig entfernen.

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Auch keimfähige Samen lassen sich im Handel erwerben. Doch Vorsicht: Pflanzen Sie stets mehrere Samen ein, da nicht immer alle aufgehen und sich zu einem gesunden Bäumchen entwickeln. Achten Sie beim Kauf von Stecklingen und Samen auch immer auf die korrekte, lateinische Artbezeichnung!

Lässt sich der Affenbrotbaum durch Stecklinge vermehren?

Gekaufte Stecklinge sollten nach der Entfernung der Wachsversiegelung erst einmal für einige Tage in ein Gefäß mit Wasser gestellt und erst dann eingepflanzt werden. Bei selbst geschnittenen Stecklingen gehen Sie hingegen folgendermaßen vor:

  • gesunden Steckling mit etwa drei bis vier Blättern auswählen
  • mit scharfem und sauberem Messer abschneiden
  • für ein bis zwei Tage an der Luft trocknen lassen
  • in Kakteenerde oder Sand-Torf-Gemisch pflanzen
  • Erde befeuchten
  • zur besseren Bewurzelung Plastiktüte oder abgeschnittene PET-Flasche über Steckling stülpen

Der beste Zeitpunkt für die Vermehrung von Stecklingen ist das Frühjahr. Verwenden Sie zudem unbedingt Pflanzgefäße mit mehreren Abzugslöchern, um Staunässe zu vermeiden.

Kann man den Affenbrotbaum auch durch Samen vermehren?

Der Affenbrotbaum trägt seinen Namen, weil seine nahrhaften Früchte gern von Affen gefressen werden. In diesen befinden sich ölhaltige Samen, die, neben der Stecklingsvermehrung, ebenfalls zur Anzucht verwendet werden können.

Dabei gehen Sie wie folgt vor:

  • Samen mit heißem (nicht kochendem!) Wasser übergießen und über Nacht quellen lassen
  • dabei nur leicht mit Wasser bedecken, dürfen nicht schwimmen
  • am nächsten Tag ca. 1 cm tief in Kakteenerde bzw. Anzuchterde pflanzen
  • Pflanztopf hell und warm stellen
  • Substrat stets leicht feucht halten
  • Geduld haben

Es kann durchaus einige Monate dauern, bis die Samen keimen. Eine vorherige Stratifizierung ist nicht notwendig, weil es keine Keimruhe gibt.

Wie pflegt man die jungen Pflanzen richtig?

Pflanzen Sie Samen und Stecklinge möglichst einzeln in Pflanztöpfe, um ein späteres, für die Jungpflanzen stressiges, Vereinzeln zu vermeiden. Am besten eignet sich hochwertige, lockere Kaktuserde. Das Substrat darf bei Jungpflanzen nicht austrocknen, da die jungen Bäumchen noch kein Wasser in ihren Stämmen speichern können.

Kürzen Sie lange Triebe zudem regelmäßig ein, um den kleinen Affenbrotbaum zum Verzweigen anzuregen. Die jungen Pflanzen neigen in unseren Breitengraden dazu, lediglich lange Triebe mit nur wenigen Blättern auszubilden.

Tipp

Sind Affenbrotbaum und Geldbaum dasselbe?

Im Handel werden viele Dickblattgewächse unter dem Namen „Affenbrotbaum“ verkauft. Tatsächlich handelt es sich oft jedoch nicht um einen echten Affenbrotbaum (Adansonia digitata), sondern um einen Geldbaum bzw. Pfennigbaum (Crassula ovata). Auch dies ist ein sukkulentes Gewächs mit dem Affenbrotbaum recht ähnlichen Bedürfnissen und wird ebenso vermehrt.

Text: Ines Jachomowski
Artikelbild: pornpawit/Shutterstock

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