Cornus sanguinea
Im Sommer trägt er weiße Blüten, im Winter begeistert er mit rotem Geäst

Roter Hartriegel begeistert mit roten Winterzweigen und majestätischer Statur

Roter Hartriegel besticht mit eindrucksvoller Farbenpracht das ganze Jahr hindurch. An seinen zunächst noch grau-grünen Zweigen präsentieren sich weiße Doldenblüten von Mai bis Juni. Das frisch-grüne Laub nimmt im Herbst eine leuchtend weinrote Farbe an, um die schwarzroten Beerenfrüchte augenfällig zu untermalen. Im Anschluß an den Laubabwurf setzen sich die jetzt leuchtend weinroten Zweige den Winter hindurch in Szene. Wie Sie den einheimischen Pracht-Strauch im Garten kultivieren, verraten diese Antworten auf oft gestellte Fragen.

Roter hartriegel richtig pflanzen

Jungpflanzen werden im Fachhandel als Containerware angeboten, was den Vorteil einer flexiblen Pflanzzeit nach sich zieht. Idealerweise setzen Sie einen Roten Hartriegel im Herbst in die sonnenwarme Erde. Wählen Sie einen sonnigen Standort mit nährstoffreicher Erde, um eine Pflanzgrube mit dem doppelten Volumen des Wurzelballens auszuheben. Geben Sie ergänzend Kompost und Hornspäne an die Erde für einen vitalen Start ins Pflanzenleben. Beachten Sie bitte, dass der Erdballen am Ende bündig mit dem Gartenboden abschließt. Zum guten Schluß gießen Sie an und mulchen mit Laub, Tannennadeln oder Rindenmulch.

Pflegetipps

Schenken Sie den folgenden Pflegemaßnahmen Ihre Beachtung, werden Sie über viele Jahre Freude an Ihrem Roten Hartriegel haben:

  • Den Strauch regelmäßig gießen, sobald die Oberfläche angetrocknet ist
  • Im Herbst und Frühjahr organisch düngen mit Kompost, Hornspänen oder einem Langzeitdünger
  • Während der laublosen Zeit das Gehölz sorgfältig auslichten und 3-5 der ältesten Zweige entfernen
  • Zu lange Triebe unmittelbar nach der Blüte einkürzen

Einen Winterschutz benötigt der einheimische Zierstrauch nicht. Frisch gepflanzte Exemplare erhalten dennoch eine Laubschicht auf der Wurzelscheibe, da sich die robuste Winterhärte noch nicht vollständig entwickelt hat.

Welcher Standort ist geeignet?

Grundvoraussetzung für die winterliche Rotfärbung der Äste ist ein sonniger Standort. Wenngleich ein Cornus sanguinea in halbschattigen Lagen ebenso üppig gedeiht, werden Sie nach den roten Zweigen in lichtarmen Lagen vergeblich Ausschau halten. Gegenüber der Bodenbeschaffenheit erweist sich das Ziergehölz als tolerant. In jeder normalen, frisch-feuchten bis mäßig-trockenen Erde erfüllt der Strauch die Erwartungen.
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Welche Erde braucht die Pflanze?

In nährstoff- und basenreicher Erde entlocken Sie einem Roten Hartriegel sein Optimum. Vorzugsweise in frisch-feuchtem bis mäßig-trockenem Ton- oder Lehmboden mit tiefgründiger Struktur fühlt sich der Zierstrauch gut aufgehoben. In staunasser oder magerer Erde wird das Gehölz nicht Fuß fassen.

Roter hartriegel richtig schneiden

Ein Roter Hartriegel macht seinem Namen erst dann alle Ehre, wenn er einen alljährlichen Rückschnitt erfährt. Es sind einzig die einjährigen Triebe, deren Rinde sich zur Winterzeit leuchtend rot färbt. Die älteren Zweige nehmen eine triste, graue Farbe an und verkahlen zusehends. So schneiden Sie das Ziergehölz richtig:

  • Unmittelbar nach der Blüte zu lange Triebe um die Hälfte bis zu zwei Drittel einkürzen
  • Jeden Schnitt 2-3 mm oberhalb eines nach außen gerichteten Blattknotens ansetzen
  • Von den ältesten Zweigen 3-5 Exemplare bodennah entfernen

Konsequentes Auslichten ist unverzichtbar, um Platz zu schaffen für die jungen Äste. Diese Maßnahmen kann auch während der laublosen Winterzeit durchgeführt werden, wenn Sie eine bessere Sicht auf die Verzweigung haben.
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Roter hartriegel gießen

Regelmäßiges Gießen bei sommerlicher Trockenheit zählt zu den tragenden Säulen einer fachgerechten Pflege. Bleibt der Regen aus, wässern Sie den Roten Hartriegel, wenn die oberen 2-3 cm der Erde angetrocknet sind. Vermeiden Sie eine Überkopf-Beregnung, damit das Ziergehölz nicht Opfer von Pilzinfektionen wird, die auf feuchtem Laub ideale Lebensbedingungen vorfinden.

Roter hartriegel richtig düngen

Mit einer organischen Düngung im Herbst stellen Sie die Weichen für eine üppige Frühlingsblüte. Arbeiten Sie auf der Wurzelscheibe reifen Kompost, Laubkompost, Rindenhumus oder Guano-Granulat oberflächlich mit der Harke ein und gießen nach. Von Vorteil ist wiederholtes Überbrausen der Mulchschicht mit Kalium-reicher Beinwell-Jauche, um die Winterhärte zu stärken. Kurz vor Beginn der Blüte erhält der Strauch eine weitere Portion Kompost für einen vitalen Start in die Saison.

Überwintern

Als einheimisches Gehölz ist Roter Hartriegel bestens gerüstet für die kalte Jahreszeit. Adulte Exemplare lassen sich durch klirrenden Frost und eine dicke Schneedecke nicht aus dem floralen Konzept bringen. Im Pflanzjahr empfehlen wir dennoch einen leichten Winterschutz, da die vollkommene Kälteresistenz noch nicht vorhanden ist. Breiten Sie auf der Wurzelscheibe eine Laubschicht aus und legen Nadelreisig darüber.

Roter hartriegel vermehren

Für Nachzucht weiterer Ziersträucher bieten sich die folgenden Vermehrungs-Methoden an:

  • Nicht blühende Kopfstecklinge im April/Mai in Töpfe mit magerem Substrat einpflanzen
  • Im Sommer halb verholzte Zweige zu Boden ziehen, mittig mit Erde bedecken, damit sich dort ein Wurzelsystem bildet
  • Im Winter aus verholzten Ästen Steckhölzer schneiden, um diese im Topf oder Beet bewurzeln zu lassen

Darüber hinaus bildet Roter Hartriegel kräftige Ausläufer aus. Mit dem Spaten stechen Sie diese ab, um 5-10 cm lange Stücke am neuen Standort in die nährstoffreiche Erde zu pflanzen.

Roter hartriegel im Topf

Für die Topfkultur kommt in erster Linie der Zwerg-Hartriegel infrage, der eine Wuchshöhe von 80 cm selten übertrifft. Füllen Sie die Kübelpflanzenerde erst dann in das Gefäß ein, wenn Sie auf dem Topfboden als Drainage einige Tonscherben ausgebreitet haben. Gießen Sie das Ziergehölz regelmäßig, da das Substrat am sonnigen Standort rasch austrocknet. Von April bis August verabreichen Sie alle 3-4 Wochen einen Flüssigdünger. Für einen Formschnitt kürzen Sie zu lang geratene Zweige unmittelbar nach der Blüte ein. Im Spätwinter schaffen Sie durch gründliches Auslichten Platz für junge Triebe, die im nächsten Jahr mit der feuerroten Rinde alle Blicke auf sich ziehen.

Ist Roter hartriegel giftig?

Die Blätter sind mit feinen Härchen überzogen, die bei Kontakt mit der Haut Allergien und Entzündungen auslösen können. Tragen Sie daher stets Handschuhe, wenn Sie sich dem Strauch zwecks Pflegearbeiten nähern. Darüber hinaus sind die kleinen Beeren in der Vogelwelt zwar ungemein beliebt, für den menschlichen Magen freilich ungenießbar. Da der absichtliche oder unabsichtliche Verzehr Vergiftungserscheinungen auslöst, eignet sich diese Hartriegel-Art nicht für den Familiengarten.
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Schöne Sorten

  • Winter Beauty: Kompakter Cornus sanguinea mit orange-gelbem Herbstlaub und scharlachroten Winterzweigen
  • Midwinter Fire: Die winterbunten Zweige leuchten wie ein flackerndes Feuer, wenn die gelb-orangen Blätter abgefallen sind
  • Compressa: Dekorativer Zwerg-Hartriegel für den kleinen Garten dank einer anmutigen Wuchshöhe von 80 cm
  • Sibirica: Eindrucksvoller Rotholz-Hartriegel Cornus alba, dessen einjährige Triebe sich in korallenrote Rinde kleiden; 200-300 cm

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