Chaenomeles
Die Zierquitte hat nicht nur schöne Früchte sondern auch traumhafte Blüten

Zierquitte

Die Zierquitte ist in jedem Garten ein gern gesehener Gast. Mit bezaubernder Frühlingsblüte, sattgrünen Blättern und gelbem Fruchtschmuck im Herbst, hat der dornige Strauch zu jeder Zeit etwas zu bieten. Die folgenden Antworten auf oft gestellte Fragen, geben näheren Aufschluss über die Kultivierung und geben Tipps rund um die dekorativen Apfelfrüchte.

Zierquitte richtig pflanzen

Sie stärken einer Zierquitte den floralen Rücken, wenn die Pflanzung im Herbst erfolgt. Nachdem das humose, durchlässige Erdreich gründlich gejätet und geharkt wurde, legen Sie eine geräumige Grube an. Den Aushub schaufeln Sie zunächst in die Schubkarre, um ihn mit Kompost und Hornspänen zu vermischen. Nachdem der Wurzelballen solange in Wasser getränkt wurde, bis keine Luftblasen mehr aufsteigen, topfen Sie ihn aus. Die Pflanztiefe im Anzuchttopf wird möglichst beibehalten und die Erde mit den Händen angedrückt. Nach einem großzügig bemessenen Schluck Wasser, breiten Sie abschließend eine Mulchschicht aus.
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Pflegetipps

Das Pflegeprogramm einer Zierquitte legt die gärtnerische Messlatte nicht hoch. So entlocken Sie dem Strauch sein Optimum:

  • Den Wurzelballen zu keiner Zeit austrocknen lassen
  • Von März bis August alle 2-3 Wochen düngen mit Kompost und Hornspänen
  • Im Topf alle 14 Tage einen Flüssigdünger verabreichen
  • Rückschnitt nur bei Bedarf unmittelbar nach der Blüte
  • Alle 2-3 Jahre den Wildobst-Strauch gründlich auslichten
  • Winterschutz im Pflanzjahr und für Kübelpflanzen empfehlenswert

Achten Sie bei allen Pflege- und Pflanzarbeiten auf die zahlreichen Dornen. Auf den Schutz fester Arbeitshandschuhe und langärmeliger Kleidung sollten Sie nicht verzichten.
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Welcher Standort ist geeignet?

Zu den tragenden Säulen einer erfolgreichen Kultivierung zählt die umsichtige Wahl des Standortes. Erfreulicherweise zeigt sich der Strauch in dieser Hinsicht flexibel. Auf diese Rahmenbedingungen kommt es an:

  • Sonnige, absonnige bis halbschattige Lage
  • Warm und geschützt vor heftigem Wind
  • Gute Gartenerde, lehmhaltig, humos und frisch
  • Nährstoffreich und leicht kalkhaltig

Damit eine Zierquitte ihr Optimum erzielt, ist die lockere Tiefgründigkeit des Bodens von entscheidender Relevanz.
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Der richtige Pflanzabstand

Zu den herausragenden Attributen einer Zierquitte zählt, dass sie als Klein-Strauch ebenso breit wie hoch gedeiht. Passen Sie den Pflanzabstand auf diese Eigenschaft an, wenn das Zierobstgehölz als Solitär fungiert. Um zügig eine dichte Hecke zu formieren, setzen Sie je laufendem Meter einen Strauch.
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Was ist die beste Pflanzzeit?

Herbstzeit ist Pflanzzeit für Gehölze aller Art. In dieser Hinsicht macht die Zierquitte keine Ausnahme. Da zu dieser Jahreszeit der Boden zwischen 17 und 20 Grad Celsius warm ist, etabliert sich der Strauch rechtzeitig vor dem Winter. Überdies beugt das verstärkte Regenaufkommen schädlichem Trockenstress effektiv vor, was den Arbeitsaufwand für den Gärtner spürbar reduziert.
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Wann ist Blütezeit?

Je nach Art und Sorte, erstreckt sich die Blütezeit einer Zierquitte von April bis Mai oder Mai bis Juni. Neueren Hybriden hauchten fähige Züchter überdies das Potenzial zur Nachblüte ein, wie der prachtvollen Elli Mossel. Allerdings ist hierzu ein Rückschnitt der verwelkten Blüten erforderlich, was den Umfang des herbstlichen Fruchtbehangs erheblich reduziert.
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Zierquitte richtig schneiden

Zierquitten verlangen nicht nach einem alljährlichen Rückschnitt. Da der Strauch am zweijährigen Holz blüht und fruchtet, lassen erfahrene Hobbygärtner ihn möglichst ungehindert wachsen. Dennoch sollte das Wildobstgehölz alle 2-3 Jahre gründlich ausgelichtet werden. Entfernen Sie daher während der laublosen Zeit alles Totholz, kümmerliche Neutriebe sowie nach innen gerichtete Zweige. Auf diese Weise gelangt stets ausreichend Sonnenlicht in alle Strauch-Regionen, sodass die Triebe nicht verkahlen. Fühlen Sie sich durch zu lange Triebe im optischen Erscheinungsbild gestört, ist die beste Zeit für einen leichten Formschnitt unmittelbar nach Ende der Blütezeit.
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Zierquitte gießen

Halten Sie den Wurzelballen einer Zierquitte konstant feucht, denn Trockenstress beeinträchtigt Blütenfülle und Fruchtbehang gleichermaßen. Trocknet die Erde an der Oberfläche an, wird unmittelbar auf die Wurzelscheibe gegossen. Während trocken-heißer Sommerwochen kann dies täglich der Fall sein, während im Herbst der Regen den Wasserbedarf deckt.
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Zierquitte richtig düngen

Je magerer der Boden, desto höher erweist sich der Nährstoffbedarf. Düngen Sie den Strauch von März bis August alle 2-3 Wochen mit Kompost, Hornspänen, Rindenhumus oder Dung. Sofern die Früchte für den Verzehr gedacht sind, sollten chemische Volldünger nicht verwendet werden. Im Topf verabreichen Sie vom Frühling bis zum Spätsommer alle 14 Tage einen organischen Flüssigdünger.
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Überwintern

Der Zier-Strauch ist vollkommen winterhart und bedarf keiner Vorkehrungen für die Überwinterung. Aus Gründen der Vorsicht empfehlen wir im Pflanzjahr eine Laubschicht zum Schutz vor Kälte und Nässe. Kultiviert im Kübel, stellen Sie die Zierquitte vor die Südwand des Hauses auf einen Holzblock und ummanteln das Gefäß mit Noppenfolie.
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Zierquitte vermehren

Hat Sie der Zauber einer Zierquitte in den Bann geschlagen, lassen sich mithilfe folgender Methoden weitere Exemplare züchten:

  • Stecklinge als Risslinge mit etwas Rinde entnehmen, um diese im Topf in magerer Erde bewurzeln zu lassen
  • Absenker zu Boden ziehen, die Mitte in einer Furche eingraben, fixieren und bewurzeln lassen
  • Wurzelausläufer abstechen und wahlweise direkt im Beet oder im Topf bewurzeln lassen

Die Aussaat der Samen sei an dieser Stelle der Vollständigkeit halber erwähnt. Da es sich um Kaltkeimer handelt, erweist sich diese Form der Vermehrung als arbeitsaufwändig, risikobehaftet und erfordert einen jahrelangen Geduldsfaden bis zur ersten Blüte.
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Ist Zierquitte giftig?

Als Teil der Pflanzenfamilie der Rosengewächse, ist das Fruchtfleisch von Zierquitten nicht giftig, allerdings hart und essigsauer. Die enthaltenen Kerne sind indes mit Vorsicht zu genießen, da Botaniker diesen einen leichten Giftgehalt zusprechen. Im Rahmen der Zubereitung werden die Früchte weichgekocht und entsaftet, um die bedenklichen Kerne zu entfernen. Alle anderen Pflanzenteile sind ohne den geringsten Giftanteil. Mit gebührendem Respekt sind hingegen die dornenreichen Zweige zu behandeln – nicht giftig aber dennoch schmerzhaft.
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Ist die Zierquitte essbar?

Nicht von ungefähr lautet ihr zweiter Vorname Nordische Zitrone. Hartgesottene Liebhaber saurer Früchte beißen gerne einmal in eine vollreife Zierquitte, frisch gepflückt vom Strauch. Zum kulinarischen Genuss wird das Steinobst indes erst nach der Zubereitung mit einer guten Portion Zucker. Die kundige Hausfrau verwandelt das Wildobst eingekocht in ein erfrischendes Gelee, eine aromatische Marmelade oder vitaminreichen Sirup, während der Hausherr die Zubereitung als schmackhaften Likör favorisiert.
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Schöne Sorten

  • Rubra: Populärer Zier-Strauch dank roter Blütenpracht, dekorativer Früchte und kompaktem Habitus
  • Cido: Premium-Sorte mit orangeroten Schalenblüten von Mai bis Juni, nur wenigen Dornen, dafür zahlreichen Früchte im Herbst
  • Nivalis: Der breitbuschige Strauch besticht mit weißen Schalenblüten, ledrig-grünen Blättern und leuchtend gelben Apfelfrüchten
  • Pink Lady: Früh blühende Züchtung in zartem Rosa ab April und gelb-grünen Zierquitten ab September
  • Elli Mossel: Die rot blühende Lady verfügt über das Potenzial einer reichen Nachblüte im Herbst
Text: Paula Jansen

Beiträge aus dem Forum

  1. Maxi
    Geranien...
    Maxi
    Zierpflanzen
    Anrworten: 5