Zamioculcas erfolgreich vermehren

Die attraktive Zimmerpflanze Zamioculcas zamiifolia oder auch Glücksfeder lässt sich problemlos vegetativ vermehren. Hierfür gibt es verschiedene Möglichkeiten, die allesamt eine hohe Erfolgsquote aufweisen. Bei der vegetativen Vermehrung handelt es sich um eine ungeschlechtliche Form der Vermehrung, bei der der Nachwuchs aus einzelnen Pflanzenteilen entsteht und somit der Mutterpflanze aufs Haar gleicht - schließlich handelt es sich im Grunde nur um einen Klon derselben.

Zamioculcas teilen
Größere Zamioculcas können bestens geteilt werden
Früher Artikel Zamioculcas zamiifolia – Spektakuläre Zimmerpflanze auch ohne Blütenpracht

Zamioculcas im Frühjahr teilen

Mehrtriebige Gewächse wie die Zamioculcas können ganz einfach geteilt werden, sofern die dafür vorgesehene Pflanze groß genug ist.

  • Topfen Sie die Pflanze zum Ende der Ruhezeit aus.
  • Dies ist gewöhnlich im zeitigen Frühjahr der Fall.
  • Zertrennen Sie den Wurzelballen in zwei oder mehrere Stücke.
  • Nehmen Sie dazu eventuell ein Messer zu Hilfe.
  • Jedes Teilstück muss über gesunde Wurzeln und mindestens einen kräftigen Trieb verfügen.
  • Setzen Sie die so geteilten Pflanzen einzeln in frisches Substrat.
  • Fertig!

Ableger abtrennen und einpflanzen

Oft entstehen bei der Zamioculcas neben dem Haupttrieb ganz von selbst vollständige Jungpflanzen, die so genannten Ableger. Damit diese sich rasch zu kräftigen Exemplaren weiterentwickeln können, trennen Sie sie im Frühjahr oder Sommer von der Mutterpflanze ab und setzen sie separat mit frischem Substrat in neue Gefäße. Im Grunde gehen Sie genauso wie bei einer Teilung der Glücksfeder vor.

Blattstecklinge schneiden

Zamioculcas lässt sich außerdem sehr gut über Blattstecklinge vermehren, die einfach in Substrat gesteckt werden. Die beste zeit für diese Maßnahme ist das Frühjahr bzw. der Frühsommer.

  • Zupfen Sie hierfür ein möglichst großes Fiederblatt ab.
  • Sie können es auch abschneiden, aber dann wurzelt es nicht so gut.
  • Wählen Sie ein Blatt aus dem unteren oder mittleren Bereich der Blattrippe.
  • Befüllen Sie Anzuchttöpfe mit Anzuchterde oder einem Gemisch aus Blumenerde und Sand.
  • Stecken Sie die Blattstecklinge nun mit der abgetrennten Seite nach unten hinein.
  • Die Blätter sollten etwa zwei Zentimeter tief in der Erde stecken.
  • Pflanzen Sie die Blätter einzeln oder auch zu mehreren in einen Topf.

Um die Knollen- und Wurzelbildung zu beschleunigen, sollten die Stecklinge stets warm und luftfeucht aufgestellt werden. Dabei leistet eine durchsichtige Kunststoffhaube, die einfach übergestülpt wird, gute Dienste. Hierfür eignen sich Gefrierbeutel sehr gut, die mit Hilfe von Stützstäben über dem Topf so positioniert werden, dass sie die Pflanze nicht berühren. Aber auch abgeschnittene PET-Flaschen lassen sich hervorragend für diesen Zweck einsetzen. Wählen Sie einen hellen, aber nicht direkt sonnigen Standort (beispielsweise auf einer Fensterbank). Nun heißt es warten, denn bis das eingepflanzte Blatt sich bewurzelt hat, kann es durchaus ein halbes Jahr dauern. In dieser Zeit halten Sie das Substrat stets leicht feucht.

Tipps

Sie können die frisch geschnittenen Stecklinge vor dem Einpflanzen auch in ein Bewurzelungshormon tauchen, das die Wurzelbildung fördert.

Text: Ines Jachomowski

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