Zamioculcas leicht durch Ableger vermehren

Kartonpapierpalme, Glücksfeder... die beliebte Zimmerpflanze Zamioculcas zamiifolia hat viele Namen. Das attraktive Gewächs stammt aus Ostafrika und gehört zur Familie der Aronstabgewächse. Wie nahezu alle Mitglieder dieser weit verbreiteten Pflanzenfamilie ist auch die Zamioculcas sehr vermehrungsfreudig, so dass abgeschnittene Blätter und Triebe rasch neue Wurzeln ausbilden.

Zamioculcas vermehren
Die Zamioculcas-Ableger sollten mindestens vier Blätter haben

Nur gesunde Mutterpflanzen zur Vermehrung nutzen

Allerdings sollten Sie zur Vermehrung keine Stecklinge von kranken bzw. kränklichen Mutterpflanzen nehmen, denn auch diese werden nicht gesund sein – schließlich handelt es sich bei der vegetativen Vermehrung um eine Art Erschaffung von Klonen: Die gewonnenen Ableger haben exakt dieselben Eigenschaften wie die Mutterpflanze.

Blattstecklinge in Anzuchtsubstrat stecken

Die Zamioculcas wird meist durch Blattstecklinge vermehrt. Zur Bewurzelung hat sich dieses Vorgehen bewährt:

  • Zupfen Sie eines oder mehrere Fiederblätter ab.
  • Sie können diese auch abschneiden, doch dann bewurzeln sie schlechter.
  • Tauchen Sie das Blatt mit der abgetrennten Kante in ein Bewurzelungspulver.
  • Stecken Sie es nun etwa zwei Zentimeter tief in einen Topf mit Anzuchterde.
  • Halten Sie das Substrat gleichmäßig feucht.
  • Stülpen Sie eine abgeschnittene PET-Flasche o. ä. über den Steckling.
  • Stellen Sie den Topf an einen hellen, aber nicht direkt sonnigen Standort.

Nun heißt es Geduld haben, denn bis das neue Pflänzchen Wurzeln geschlagen hat können bis zu 12 Monate vergehen.

Stecklinge mit mehreren Blättern bewurzeln

Neben einzelnen Blättern können Sie auch ganze Blattstiele mit mehreren Blättern als Stecklinge verwenden. Diese sollten jedoch, im Gegensatz zu den Blattstecklingen, im Wasser bewurzelt werden.

  • Schneiden Sie einen Blattstiel mit vier oder fünf Blättern.
  • Stellen Sie diesen in ein dunkles Gefäß mit frischem und warmem Wasser.
  • Stellen Sie das Gefäß hell, aber nicht direkt sonnig.
  • Ein nach Osten oder Westen zeigendes Fenster ist ideal.
  • Außerdem sollte es gleichbleibend warm sein.
  • Wechseln Sie das Wasser täglich, damit sich keine Pilze ansiedeln können.

Nach einigen Monaten entwickeln sich kleine Knollen, aus denen schließlich die Wurzeln entspringen. Jetzt können Sie die Zamioculcas in normale Erde einpflanzen, allerdings werden Sie auf den ersten richtigen Trieb noch eine Weile warten müssen.

Tipps

Soll der Blattsteckling schneller bewurzeln, sollten Sie ihn anstelle mit Leitungs- oder Regenwasser mit selbst angesetztem Weidenwasser gießen.

Text: Ines Jachomowski

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