Wilder Wein – die Jungfernrebe als Zimmerpflanze?

Einige Arten der Jungfernrebe eignen sich nicht nur dazu, große Flächen zu beranken, sondern können auch als Zimmerpflanze in Ampeln o. ä. Pflanzbehältnissen kultiviert werden. Allerdings ist Wilder Wein in der Regel sommergrün und wirft nach der prächtigen Herbstfärbung sein Laub ab - im Winter ist die sonst üppig wachsende und hübsch rankende Pflanze dann meist kahl. Es gibt jedoch auch immergrüne Varianten.

Jungfernrebe Zimmerpflanze
Die Cissus rhombifolia eignet sich als Zimmerpflanze

Geeignete Arten für eine Zimmerkultur

Zu den immergrünen Jungfernreben gehört beispielsweise der auch als Königs- oder Zimmerwein bezeichnete Cissus rhombifolia. Diese Kletterpflanze stammt ursprünglich aus den tropischen Regionen des amerikanischen Kontinents. Die schnellwüchsige Pflanze ist leicht zu pflegen und kann das ganze Jahr hindurch im Zimmer kultiviert werden. Äußerlich ist Cissus dem Efeu recht ähnlich. Ebenfalls immergrün ist Parthenocissus inserta, eine Art, die manchmal auch als “Prinzesswein” bezeichnet wird. Zwar nicht immergrün, aber im Herbst mit wunderschönen scharlachrot gefärbten Blättern versehen ist die vergleichsweise kleinwüchsige Parthenocissus henryana, die ursprünglich aus China stammt.

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Möglichst hellen Standort auswählen

Ganz gleich, welche Jungfernrebe Sie in Zimmerkultur ziehen wollen, sie brauchen alle einen hellen bis halbschattigen Standort. Die immergrünen Arten können dabei ganzjährig kultiviert werden, laubabwerfende dagegen benötigen eine Winterpause in einem frostfreien und zwischen 10 und 15 Grad Celsius kühlen Raum. Besprühen Sie die Pflanzen von Zeit zu Zeit, um die Luftfeuchtigkeit zu erhöhen.

Zimmerwein richtig pflegen

In puncto Gießen und Düngen gilt es, mit Augenmaß vorzugehen. Lassen Sie Ihren Zimmerwein nicht austrocknen, aber auch nicht zu nass stehen. Am besten wird die Pflanze gleichmäßig leicht feucht gehalten. Gedüngt wird in der Vegetationsperiode zwischen April und August etwa alle 14 Tage mit einem Flüssigdünger für Grünpflanzen. Immergrüne Exemplare werden auch im Winter gedüngt, sommergrüne jedoch nicht. Sobald die einzelnen Triebe zu lang werden, können Sie sie jederzeit zurückschneiden.

Krankheiten und Schädlinge

Wilder Wein reagiert insbesondere auf Wassermangel häufig mit einem Abwurf seines Laubes. Sofern Sie allerdings eine laubabwerfende Art besitzen, ist der herbstliche Laubverlust vollkommen normal. Im Zimmer kultivierter Wilder Wein neigt zudem dazu, bei falscher Pflege von Blattläusen oder Spinnmilben befallen zu werden. Diese lassen sich jedoch unter der Dusche mit einem starken Wasserstrahl abspülen.

Tipps

Statt einer regelmäßigen Düngung können Sie den Zimmerwein auch mit einem Langzeitdünger versorgen.

Text: Ines Jachomowski

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