Wilder Wein ist giftig

Der Wilde Wein - oft auch als Jungfernrebe bezeichnet - ist eine beliebte, sehr schnell wachsende Kletterpflanze, die sich mit Hilfe von Haftscheiben an Mauern, Zäunen, Fassaden etc. selbstständig emporrankt. Üblicherweise werden fünflappige und dreilappige Sorten voneinander unterschieden, deren Hauptmerkmal das Aussehen des Laubes darstellt. Wilder Wein wird vor allem aufgrund seines hohen Zierwertes zur Begrünung von größeren Flächen eingesetzt, essbar sind seine Bestandteile allerdings nicht.

Jungfernrebe giftig
Die kleinen Weintrauben des Wilden Wein sind giftig
Nächster Artikel Wilder Wein – Jungfernrebe richtig pflanzen

Wilder Wein entwickelt dunkelblaue bis schwarze Beeren

In den Monaten Juli und August bildet Wilder Wein grünlich-weiße, in Rispen angeordnete und recht unauffällige Blüten aus, die gern von Bienen und anderen Insekten angeflogen werden. Im Herbst entwickeln sich daraus kleine Beeren, die im reifen Zustand dunkelblau bis schwarz sind. Da diese einen recht hohen Zuckeranteil haben, werden sie gern von Wespen frequentiert. Aus diesem Grund sollte Wilder Wein möglichst nicht in der Nähe von Terrassen o. ä. angepflanzt werden.

Lesen Sie auch

Wilder Wein ist nur entfernt mit Edlem Wein verwandt

Der Wilde Wein (Parthenocissus), auch als Jungfernrebe oder Rankender Mauerwein bezeichnet, sowie die Weinrebe (Vitis vinifera) gehören zwar der großen Familie der Weinrebengewächse (Vitaceae), darin aber unterschiedlichen Gattungen. Während Wilder Wein botanisch gesehen zu den Jungfernreben (Parthenocissus) zählt, wird die Edle Weinrebe zur Gattung der Weinreben (Vitis) gerechnet. Somit sind die beiden Arten nur sehr weitläufig miteinander verwandt.

Früchte enthalten Oxalsäure

Während die Früchte der Weinrebe – die Weintrauben – essbar sind, gelten die des Wilden Weins aufgrund des hohen Gehalts an Oxalsäure als leicht giftig. Ihr Genuss kann Vergiftungserscheinungen wie Erbrechen, Durchfall sowie vermehrten Urinausscheid hervorrufen. Allerdings macht die Dosis das Gift – wenige Beeren verursachen in der Regel keine oder nur leichte Beschwerden. In der Naturheilkunde wird der Wilde Wein nicht eingesetzt.

Tipps

Die Beeren des Wilden Weins sind insbesondere für Kinder, aber auch für Haustiere (z. B. Hunde) gefährlich.

Text: Ines Jachomowski

Melde Dich für unseren Newsletter an

Erhalten Sie den monatlichen Gartenjournal Newsletter in Ihr E-Mail Postfach. Abmelden ist jederzeit möglich.