Die beliebte Jungfernrebe gesund über den Winter bringen

Die Jungfernreben (Parthenocissus) sind eine kleine Gattung in der Familie der Weinrebengewächse (Vitaceae) und sind entfernt mit der Echten Weinrebe (Vitis) verwandt. Allerdings sind ihre Früchte – ganz im Gegensatz zu den süßen Weintrauben – nicht essbar. Stattdessen werden die starkwüchsigen und robusten Kletterpflanzen meist zur Begrünung von Mauern oder Hauswänden eingesetzt. In der Regel sind die mehrjährigen Gewächse recht winterhart, brauchen aber manchmal einen leichten Winterschutz.

Wilder Wein Frost
Die meisten Sorten des Wilden Wein sind winterhart

Wilder Wein meist winterhart

Viele Arten des Wilden Weins sind sehr gut winterhart und können problemlos im Freien überwintern. Dies betrifft vor allem die beiden beliebtesten Sorten

  • Parthenocissus tricuspidata´Veitchii´
  • Parthenocissus quinquefolia ´Engelmannii´.

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Generell gelten sowohl Parthenocissus tricuspidata (‚Dreispitzige Jungfernrebe‘) sowie Parthenocissus quinquefolia (‚Selbstkletternde Jungfernrebe‘) als recht robust gegenüber winterlichen Witterungsbedingungen. Nur der gern als Balkon- oder Zimmerpflanze verwendete Parthenocissus henryana ist nicht frosthart und sollte daher unter Kalthausbedingungen überwintert werden.

Auf den richtigen Standort achten

Um gesund über den Winter zu kommen, braucht der Wilde Wein allerdings den richtigen Standort. Die Pflanze fühlt sich an einem sonnigen und geschützten Platz am wohlsten, ideal wäre eine nach Süden bzw. Südosten gerichtete und vor Wind geschützte Fläche. Für einen zusätzlichen Schutz können Sie den Wurzelbereich mit Fichtenzweigen und / oder Laub bedecken.

Junge Pflanzen ausreichend schützen

Zwar sind ältere Exemplare des Wilden Weins meist gut winterhart, junge dagegen nicht. Insbesondere in den ersten beiden Wintern sollte junger Wilder Wein mit einem zusätzlichen Schutz versehen werden, beispielsweise indem Sie den Wurzelbereich sowie den Hauptstamm mit

  • Fichtenzweigen und Laub
  • einem Jutesack (10,00€ bei Amazon*) (mit Stroh oder Laub gefüllt)
  • oder Gärtnervlies

bedecken. Stecklinge bzw. Ableger aus dem aktuellen Jahr sollten den Winter besser bei maximal 10 Grad Celsius in einem frostfreien, kühlen Raum verbringen. Da der Wilde Wein im Herbst sein Laub abwirft, können Sie die Pflanzen auch dunkel überwintern.

Tipps

Wichtig für die ausreichende Winterhärte ist außerdem, dass Sie die Düngung des Wilden Weins rechtzeitig einstellen – spätestens Anfang / Mitte August – und die Pflanze im Herbst beschneiden. Das künstliche Zuführen von Nährstoffen verhindert ein Ausreifen der neuen Triebe, so dass diese weich bleiben und empfindlicher gegenüber ungünstiger Witterung sind.

Text: Ines Jachomowski
Social Media Manager

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