Wilder Wein – Rankhilfe notwendig?

Im Allgemeinen zählt der auch als Jungfernrebe bezeichnete Wilde Wein aus der Familie der Weinrebengewächse (Vitaceae) zu den starkwüchsigen Kletterpflanzen, die pro Jahr bis zu zwei Meter wuchern und dabei nicht nur Fassaden, Mauern und Pergolen zuverlässig bewachsen, sondern auch erhebliche Schäden anrichten können. Dabei gehören längst nicht alle Parthenocissus-Arten zu den ungehemmt selbstkletternden, manche benötigen auch Rankhilfen - und lassen sich dank dieser sowohl in ihrem Wachstum als auch in ihrer Ausbreitung gut eingrenzen.

Jungfernrebe Rankhilfe
Nicht alle Sorten des Wilden Weins bilden Haftscheiben, sodass einige ARten Rankhilfen benötigen

Selbstkletternde und nicht selbstkletternde Arten

In unseren Breiten sind vor allem drei Parthenocissus-Arten recht weit verbreitet, wovon zwei Haftscheiben ausbilden und so eigenständig jegliche Hindernisse erklimmen können. Sowohl die Dreispitzige Jungfernrebe (Parthenocissus tricuspidata) als auch die Selbstkletternde Jungfernrebe (Parthenocissus quinquefolia) der Sorte “Engelmannii” benötigt keinerlei Rankhilfen. Ganz anders sieht es dagegen bei der etwas seltener anzufindenden Gewöhnlichen Jungfernrebe (Parthenocissus vitacea) aus, die keine Haftscheiben ausbildet und daher auf ein – möglichst hölzernes – Rankgerüst angewiesen ist. Diese Art ist Parthenocissus quinquefolia sehr ähnlich, richtet aber längst nicht so viele Schäden an.

Tipps

Parthenocissus vitacea eignet sich prima für die Begrünung von Zäunen etc.

Text: Ines Jachomowski

Melde Dich für unseren Newsletter an

Erhalten Sie den monatlichen Gartenjournal Newsletter in Ihr E-Mail Postfach. Abmelden ist jederzeit möglich.