Wilder Wein – So entfernen Sie die Jungfernrebe von der Hauswand

Üppig gewachsener Wilder Wein an einer Hausfassade kann eine wahre Augenweide sein: Im Sommer, wenn die gesamte Fläche mit den glänzenden grünen Blättern bedeckt ist sowie im Herbst, wenn das flammend rot gefärbte Laub eine entzückende Verbindung mit den kleinen, schwarzen Beeren eingeht. Zwar kann die auch als „Wilder Wein“ bekannte Jungfernrebe mehr als 50 Jahre alt werden, allerdings muss der Bewuchs von Zeit zu Zeit doch von der Hauswand weichen – und sei es, weil eine dringende Renovierung ansteht. An diesem Punkt wird es jedoch schwierig.

Wilder Wein Fassade
Wilder Wein kann der Hauswand Schaden zufügen

Ebenso schön wie problematisch

Dabei ist die Entfernung der Äste und Ranken noch kein Problem, denn diese lassen sich vergleichsweise leicht zerteilen und beispielsweise durch Abreißen entfernen. Sehr viel schwieriger wird es mit den Haftfüßchen, mittels derer der Wilde Wein an der Hauswand empor geklettert ist – diese bleiben, oft mit daran befestigten kleinen Ästchen, einfach kleben und lassen sich kaum entfernen. Dabei gilt, dass die Pflanze sich umso hartnäckiger hält, je rauer der Untergrund (beispielsweise der Putz) ist.

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Leider ist es keine befriedigende Lösung, die Haftfüßchen einfach mit einer dicken Schicht Farbe überzustreichen. Sie bleiben trotzdem sichtbar und müssen daher mühsam entfernt werden. Dafür gibt es verschiedene Möglichkeiten.

Putz entfernen

Am einfachsten – wenn auch aufwändigsten – ist es wahrscheinlich, die anhaftenden Pflanzenreste mitsamt dem alten Putz abzuklopfen und zu entsorgen. Anschließend bekommt das Haus einen neuen Putz und kann frisch angestrichen werden. Alternativ können Sie die Fassade in manchen Fällen, etwa bei einem Schuppen, auch einfach mit einer deckenden neuen Verkleidung versehen.

Hochdruckreiniger

Wer nicht gleich neu verputzen will, kann einen Hochdruckreiniger (209,00€ bei Amazon*) zu Hilfe nehmen. Effektiver wird diese Methode, wenn Sie die Pflanzenreste zuvor gründlich mit Essigsäure und einer Drahtbürste behandeln und erst danach zum Hochdruckreiniger greifen.

Abschleifen

Statt des Hochdruckreinigers lässt sich manchmal auch ein Schleifgerät, beispielsweise eine Bohrmaschine (91,00€ bei Amazon*) mit Drahtbürstenaufsatz oder ein Winkelschleifer, einsetzen. Auch hier empfiehlt sich eine vorherige Behandlung mit Essigsäure.

Abbrennen

Viele Handwerker greifen angesichts der Mühseligkeit der beschriebenen Möglichkeiten gleich zum Gasbrenner und brennen die Reste des Wilden Weins ab. Dies allerdings funktioniert nur, wenn die Hauswand nicht mit brennbaren Materialien (wie etwa einer brennbaren Außenfassade bzw. Isolierung oder gar Holz) abgedichtet ist. Dies sollten Sie zuvor gründlich prüfen, sonst kann das Vorhaben böse ins Auge gehen.

Tipp

Noch hartnäckiger als die Haftplättchen sind die Wurzeln des Wilden Weins, aus denen sich immer wieder neue Triebe entwickeln. Diese lassen sich in den meisten Fällen nicht vollständig ausgraben und müssen daher mit chemischen Mitteln bekämpft werden.

Text: Ines Jachomowski

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