Wilder Wein – düngen notwendig oder nicht?

Glänzend grünes Blattwerk mit bis zu 20 Zentimetern großen Blättern, eine spektakuläre Herbstfärbung sowie der rasche und dichte Wuchs machen die auch als „Wilder Wein“ oder „Mauerkatze“ bekannte Jungfernrebe (Parthenocissus) zur idealen Lösung, wenn es um die Begrünung von größeren Flächen, Fassaden, Zäunen, Pergolen oder Mauern geht. Besonders schön gedeiht diese Kletterpflanze nicht nur am passenden Standort, sondern auch mit der richtigen Düngung.

Jungfernrebe düngen
Wilder Wein bevorzugt nährstoffreichen Boden, braucht aber keine regelmäßigen Düngergaben

Wilden Wein schon bei der Pflanzung versorgen

Die Jungfernrebe bevorzugt nährstoffreiche, leicht feuchte – aber durchlässige! – Erde, die schon bei der Pflanzung mit Nährstoffen versorgt werden sollte – so erhalten die Jungpflanzen einen prima Startschuss, der für ein schnelles und gesundes Wachstum sorgt. Für diesen Zweck eignen sich vor allem organische Düngemittel wie Mischkompost, Stallmist (vor allem Pferdemist) und / oder Hornspäne (9,00€ bei Amazon*) besonders gut, die einfach in das Pflanzloch gegeben bzw. mit dem Aushub vermischt werden.

Lesen Sie auch

Ausgepflanzten Wilden Wein düngen

Direkt in den Garten ausgepflanzter Wilder Wein braucht im Grunde nicht regelmäßig gedüngt zu werden, freut sich aber im Frühjahr über eine Startdüngung mit organischen Düngern. Arbeiten Sie im März / April einfach Stallmist, Kompost und / oder Hornspäne vorsichtig in den Wurzelbereich ein – beschädigen Sie möglichst keine Wurzeln! – und gießen Sie die Pflanze anschließend gründlich. Die Wässerung kann entfallen, wenn Sie die Pflanze an einem warmen, aber regnerischen Tag vornehmen. In normalen Gartenböden sollten weitere Düngemaßnahmen nicht notwendig werden – es sei denn, Sie haben den Wilden Wein in ein eher nährstoffarmes, sandiges Substrat gepflanzt.

Wilden Wein im Kübel düngen

In diesem Fall und auch, wenn Sie den Wilden Wein im Kübel kultivieren, sollte die Pflanze regelmäßig mit einem flüssigen, an Stickstoff, Phosphor und Kalium reichen Volldünger – auch Eisen sowie Magnesium sind für das satte Blattgrün wichtig – versorgt werden. Starten Sie die Düngung im April und düngen Sie in Abständen von ca. zwei bis drei Wochen. Beenden Sie die Düngergaben Anfang August, spätestens jedoch Mitte August! Die Jungfernrebe braucht Zeit, damit sie ihre diesjährigen Triebe noch vor dem Winter ausreifen lassen kann.

Tipps

Empfehlenswert sind – neben dem regelmäßig zu verabreichenden – Volldünger auch diverse Langzeitdünger für Grünpflanzen, die zumal einen großen Vorteil bieten: Damit können Sie die Versorgung Ihrer Pflanze nicht vergessen und vereinfachen sich auf diese Weise die Pflege.

Text: Ines Jachomowski
Social Media Manager

Melde Dich für unseren Newsletter an

Erhalten Sie den monatlichen Gartenjournal Newsletter in Ihr E-Mail Postfach. Abmelden ist jederzeit möglich.