Wilder Wein

Wilder Wein: So wird die Pflanze richtig gedüngt

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Der Wilde Wein ist eine beliebte Kletterpflanze, die mit ihrem dichten Laubwerk und ihrer Herbstfärbung beeindruckt. Um optimal zu gedeihen, benötigt sie eine ausgewogene Nährstoffversorgung. Dieser Artikel bietet einen umfassenden Leitfaden zur richtigen Düngung des Wilden Weins, einschließlich Informationen zu verschiedenen Düngemitteln, dem idealen Zeitpunkt und der optimalen Dosierung.

Jungfernrebe düngen
Wilder Wein bevorzugt nährstoffreichen Boden, braucht aber keine regelmäßigen Düngergaben

Welche Nährstoffe benötigt Wilder Wein?

Damit sich Ihr Wilder Wein gesund entwickeln kann, sollten Sie auf eine ausgewogene Versorgung mit den drei Hauptnährstoffen achten: Stickstoff (N), Phosphor (P) und Kalium (K). Jeder Nährstoff erfüllt dabei eine wichtige Funktion:

  • Stickstoff (N): Fördert das Blattwachstum und sorgt für ein kräftiges Grün. Achten Sie darauf, den Stickstoffgehalt nicht zu hoch zu wählen, um ein gesundes Wachstum zu gewährleisten, ohne die Pflanze zu überfordern.
  • Phosphor (P): Ist essenziell für die Wurzelentwicklung und die Bildung von Blüten und Früchten. Zusätzlich unterstützt Phosphor die Pflanze bei der Energieumwandlung und -speicherung.
  • Kalium (K): Stärkt die Widerstandskraft der Pflanze gegenüber Trockenheit, Kälte und Krankheiten. Kalium fördert die Entwicklung stabiler Zellwände und Stängel.

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Wählen Sie daher einen Dünger, der diese Nährstoffe im richtigen Verhältnis enthält, um die Vitalität und das Wachstum Ihres Wilden Weins zu fördern. Vermeiden Sie jedoch eine Überdüngung, da dies das natürliche Wachstum beeinträchtigen und die Pflanze anfälliger für Krankheiten machen kann.

Düngemittel für Wilden Wein

Sowohl organische als auch mineralische Düngemittel leisten einen wichtigen Beitrag zur optimalen Nährstoffversorgung Ihres Wilden Weins. Jede Düngerart bietet dabei spezifische Vorteile.

Organische Düngemittel

Organische Düngemittel sind nicht nur gut für die Pflanze, sondern fördern auch das Bodenleben und verbessern die Bodenstruktur. Hier sind einige empfehlenswerte organische Dünger:

  • Kompost: Reichert den Boden mit wichtigen Nährstoffen an und verbessert die Bodenstruktur. Kompost wird am besten im Frühjahr oder Herbst ausgebracht.
  • Hornspäne: Fördern durch ihren hohen Stickstoffgehalt das Blatt- und Triebwachstum. Die Anwendung erfolgt idealerweise im Frühjahr.
  • Stallmist: Verbessert als reichhaltige Nährstoffquelle die Bodenfruchtbarkeit. Besonders effektiv ist gut verrotteter Stallmist.

Mineralische Düngemittel

Mineralische Düngemittel bieten eine schnelle Nährstoffversorgung. Um die Bodenqualität zu erhalten, sollten Sie sie dosiert einsetzen:

  • Volldünger: Enthält ein ausgewogenes Verhältnis der Hauptnährstoffe (N, P, K) und wird im Frühjahr angewendet.
  • Spezialdünger: Dünger speziell für Kletterpflanzen haben oft einen höheren Kaliumanteil, der die Widerstandskraft der Pflanze erhöht.

In Kombination mit den richtigen Pflanz- und Pflegetechniken tragen diese Düngemittel maßgeblich zur Vitalität und zum prächtigen Wachstum Ihres Wilden Weins bei.

Düngungszeitpunkt und -menge

Der richtige Zeitpunkt und die korrekte Dosierung sind entscheidend für den Erfolg Ihrer Düngung.

Düngungszeitpunkt

  • Frühjahr: Die erste Düngung erfolgt idealerweise im Frühjahr vor Beginn der Wachstumsphase. So erhält der Wilde Wein die nötige Energie für den Austrieb.
  • Sommer: Eine leichte Nachdüngung im Sommer kann die Pflanze in der Blütephase unterstützen und die Vitalität sowie Blütenbildung fördern.

Düngemengen und -methoden

  • Allgemeine Dosierung: Arbeiten Sie organische Düngemittel wie Kompost, Stallmist oder Hornspäne vorsichtig in den Wurzelbereich ein, um die Pflanze nicht zu beschädigen. Bedecken Sie den Boden rund um die Pflanze herum leicht mit den organischen Materialien, ohne dabei die Wurzeln freizulegen oder zu verletzen.
  • Kübelpflanzen: Für Wilden Wein in Kübeln empfiehlt sich die regelmäßige Anwendung eines flüssigen Volldüngers, der reich an Stickstoff, Phosphor, Kalium sowie Eisen und Magnesium ist. Beginnen Sie im April mit der Düngung und wiederholen Sie diese alle zwei bis drei Wochen bis Anfang/Mitte August.

Halten Sie sich bei der Ausbringung der Düngemittel an die empfohlenen Mengenangaben, um eine Überdüngung zu vermeiden.

Düngung bei Neupflanzung

Bereiten Sie den Boden für Ihren Wilden Wein schon bei der Pflanzung optimal vor und reichern Sie ihn mit den notwendigen Nährstoffen an. Das Ziel ist ein nährstoffreicher, leicht feuchter und gut durchlässiger Boden. Besonders vorteilhaft ist die Verwendung organischer Düngemittel:

  1. Mischkompost: Verbessert die Bodenstruktur und versorgt die Pflanze mit einer Vielzahl an Nährstoffen.
  2. Stallmist (vorzugsweise Pferdemist): Ist eine reichhaltige Nährstoffquelle und unterstützt das Wachstum der Jungpflanzen effektiv.
  3. Hornspäne: Bieten eine langsame, aber stetige Stickstofffreisetzung, die das Wachstum der Triebe und Blätter unterstützt.

Geben Sie die Düngemittel direkt bei der Neupflanzung in das Pflanzloch oder vermischen Sie sie mit dem Aushub. Arbeiten Sie die Düngemittel vorsichtig im Wurzelbereich ein und wässern Sie die Pflanze anschließend gründlich.

Düngung in Kübeln

Wilder Wein in Kübeln benötigt eine regelmäßige Düngung, da die Nährstoffe im Topf begrenzt sind. Beachten Sie für die bestmögliche Versorgung folgende Punkte:

  • Beginnen Sie die Düngung im April.
  • Verwenden Sie einen flüssigen Volldünger, der reich an Stickstoff, Phosphor, Kalium sowie Eisen und Magnesium ist.
  • Düngen Sie alle zwei bis drei Wochen.
  • Beenden Sie die Düngung Anfang bis spätestens Mitte August, damit die Triebe vor dem Winter ausreifen können.

Anzeichen für Nährstoffmangel

Achten Sie auf folgende Symptome, um einen Nährstoffmangel frühzeitig zu erkennen:

  • Gelbe Blätter: Deuten auf Eisenmangel hin, besonders wenn zuerst die jungen Blätter betroffen sind und die Blattadern noch grün bleiben.
  • Blattverfärbungen und Nekrosen: Gelbliche bis braune Verfärbungen der Blätter, die zum Absterben des Blattgewebes führen, können ein Anzeichen für allgemeinen Nährstoffmangel sein.
  • Wachstumsstörungen: Schwaches Wachstum oder das Aufplatzen von Früchten kann auf einen Mangel an Kalium hinweisen.
  • Mangelnde Frost- und Krankheitsresistenz: Eine geringere Widerstandsfähigkeit gegenüber Kälte und Krankheiten kann ebenfalls ein Indikator für einen Mangel an Kalium sein.