Wasabi ernten – so gelangen Sie an die scharfe Wurzel

Wasabi lässt sich hierzulande nur schwer anbauen. Wer das Gewächs dennoch am Leben halten, es womöglich zum üppigen Wachstum bringen kann, darf sich auf die wohlverdiente Ernte freuen. Damit dabei auch nichts schief geht, erklären wir wie es richtig gemacht wird.

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Nicht nur die Wurzel, auch die Blätter vom Wasabi sind essbar

Es dauert, bis geerntet werden kann

Ein kleiner Setzling, mit dem der Anbau von Wasabi hierzulande meist beginnt, lässt sich mit seinem unterirdischem Wachstum viel Zeit. Bis sich ein brauchbarer Wurzelstock gebildet hat, vergehen zwei oder drei Jahre. Ob es dann überhaupt zu einer ansehnlichen Ernte kommt, hängt von den Lebensbedingungen der Pflanze ab. So sollte sie es haben:

  • im Sommer schattig
  • bei Temperaturen zwischen 7 und 20 °C
  • im Winter geschützt
  • unter einer Decke Laub oder Rindenmulch
  • Töpfe frostfrei im Winterquartier überwintern
  • stets feuchte Erde um die Wurzel, jedoch keine Staunässe
  • jedes Frühjahr eine Nährstoffzugabe

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Tipps

Wasabi bildet eine lange Pfahlwurzel. Damit diese in einer Topfkultur auch wachsen kann, sollte der Topf mindestens 30 cm tief sein.

Wurzelstock ernten

Warten Sie möglichst bis zu dem Tag, an dem Sie die Wurzel zu einer Paste verarbeiten und verzehren wollen. Es wäre schade, wenn Sie nach so langer Wartezeit noch einige Tage im Kühlschrank fristen muss. Eine zubereitete Paste verliert zudem schnell ihren intensiven Geschmack und ihre Schärfe. Gehen Sie beim Ernten wie folgt vor:

  • Topfpflanze aus dem Topf nehmen
  • ausgepflanzte Pflanze tief ausgraben
  • Erde abschütteln
  • Wurzelstock von feinen Wurzeln und Stielen befreien
  • danach reinigen, schälen und weiterverarbeiten (sehr fein reiben)

Tipps

Eine frisch geerntete Wurzel können Sie bei Bedarf bis zu vier Wochen im Kühlschrank lagern. Dafür wird sie in ein Glas mit Wasser gelegt, welches alle zwei Tage gewechselt wird.

Geduldige können erst die Seitensprossen abwarten

Nach einiger Zeit treiben Wasabipflanzen kleine Seitensprossen aus, die sich zu eigenständigen Pflanzen entwickeln können. Warten Sie mit dem Ernten der großen Wurzel ab, bis diese Seitensprossen sich zeigen. Nachdem Sie die Pflanze ausgegraben haben, können Sie sie vom großen Wurzelstock trennen und wieder einpflanzen, während Sie den geernteten Wurzelstock kulinarisch weiterverarbeiten.

Auch Blätter und Blüten sind essbar

Wer nicht auf den Wurzelstock warten möchte, kann zwischenzeitlich ein paar Blätter und Blüten ernten und probieren. Doch Achtung: Je später im Jahr die Ernte erfolgt, umso schärfer sind diese Pflanzenteile!

Text: Daniela Freudenberg

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