Wasabi Setzlinge – selber ziehen oder kaufen?

Die Kultivierung von Wasabi beginnt mit einem ersten Setzling. In einem Gartencenter gehört er jedoch nicht zum Standardsortiment. Woher also nehmen, wenn sich diese seltene Pflanze auch in der Natur oder im Nachbarsgarten nicht auftreiben lässt?

wasabi-setzlinge
Wasabi-Setzlinge sind nicht teuer

Wasabi kann aus Samen vermehrt werden

Eigene Setzlinge können Sie durch Aussaat gewinnen. Hier sind jedoch ein paar Hürden aufgebaut, die nicht leicht zu nehmen sind. Denn wer in einem Gartencenter nach Samen dieser aus Japan stammenden Pflanze sucht, wird so gut wie nie fündig. Auch gut sortierte Onlineshops haben diese Samen noch zu selten im Programm.

Lesen Sie auch

Und wenn Sie doch an ein paar Samen kommen, kann die Keimquote enttäuschend sein. Hat das dennoch geklappt, und Sie können ein paar Setzlinge ziehen, liegt bis zur Ernte eine lange Zeitspanne vor Ihnen.

So erfolgt die Aussaat

Erhöhen Sie die Keimchancen, indem Sie die Aussaat richtig angehen. Warten Sie zunächst bis zum Frühjahr ab und befolgen Sie dann die Aussaatanleitung des Anbieters. Folgende Punkte sind jedoch stets Pflicht:

  • eine durchgehend feucht gehaltene Erde
  • das Vereinzeln der Keimlinge
  • Auspflanzung erst wenn die Setzlinge kräftig sind

Setzlinge aus dem Handel

Nicht in jedem, aber doch in einigen Gartencentern sind inzwischen Wasabi Setzlinge erhältlich. Auch Online Pflanzenshops bitten junge Pflanzen an. Der Preis ist für jedermann erschwinglich. Kaufen und pflanzen Sie Wasabi Setzlinge in Frühjahr, damit die Pflanze noch gut anwachsen kann.

Tipps

Den Setzling erwartet ein mehrjähriges Dasein, währenddessen er einige Winter überstehen muss. Da Wasabi nur bedingt winterhart ist, sollten Sie ihn lieber in einen tiefen Topf pflanzen. Damit lässt er sich leichter frostfrei im Haus überwintern.

Die Hauptsorten des Wasabi

Wenn Sie Wasabi anbauen möchten, dann können Sie hierzulande froh sein, überhaupt eine Pflanze zu finden. In Japan dagegen werden mehrere Sorten des Wasabi kultiviert. Das sind die bekanntesten drei:

  • „Daruma“ liefert auch in normaler Erde reichlich Ertrag. Ihre weit verzweigten Wurzelstöcke haben ein angenehmes Aroma.
  • „Mazuma“ wächst langsam, bildet dicke, kurze Knollen mit wundervollem Aroma. Diese Sorte ist robust und weniger krankheitsanfällig. Sie wird hierzulande oft angeboten.
  • Die dritte Sorte „Midor“ ist für den Nassanbau geeignet, wie das Wasabi natürlichen Ursprungs. Sie keimt zwar schlecht, wächst als Setzling jedoch schnell zu einer schönen Pflanze heran. Nur Wärme kann diese Sorte nicht gut vertragen.

Text: Daniela Freudenberg
Artikelbild: Eag1eEyes/Shutterstock

Jetzt für unseren Newsletter anmelden

Erhalten Sie den monatlichen Newsletter von Gartenjournal in Ihr
E-Mail-Postfach. Abmelden ist jederzeit möglich.