Walnussbaum umpflanzen – Anleitung und Tipps

Walnussbäume sind kräftige Pfahlwurzler, die im oberen Bereich nur wenige Seiten- und Feinwurzeln zeigen. Deshalb lassen sie sich schlecht verpflanzen. Während das Versetzen bei Jungbäumen noch relativ gut möglich ist, sollten Sie Walnussbäume, die schon höher als zwei Meter sind, besser nicht mehr umpflanzen. Ansonsten nehmen Sie jahrelanges Kümmern und oftmals auch einen Teilverlust der Krone in Kauf. Müssen Sie es trotzdem riskieren, etwa aufgrund drohender Gesetzeskonflikte, folgen Sie am besten der kurzen Anleitung unseres Ratgebers.

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Walnussbäume sollten laublos umgepflanzt werden

Der richtige Zeitpunkt zum Verpflanzen

Setzen Sie Ihren Walnussbaum im Spätherbst um, wenn er kein Laub mehr trägt. Dann hat die Pflanze über den Winter Zeit, sich in Ruhe an ihren neuen Standort zu gewöhnen, ohne sofort über die Maßen viel Wasser ziehen zu müssen.

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Wichtige Vorbemerkung: Das Ziel beim Umpflanzen ist, den Walnussbaum möglichst wenig zu stören.

  1. Heben Sie zuerst die neue Pflanzgrube aus.
  2. Stellen Sie einen Pfahl in die Grube. Dieser Pfahl ist elementar, damit der versetzte Baum nicht im Wind wackelt. Zudem entlastet der Pfahl die Pflanze beim Wachsen.
  3. Graben Sie den Walnussbaum mit reichlich Ballen aus. Die Pfahlwurzel lässt sich nur sehr schwer kappen – am besten versuchen Sie es durch seitliches Stechen mit einem scharfen Spaten oder zur Not auch mit einer Axt. Stechen Sie den Ballen mindestens 50 Zentimeter tief aus. Dies erfordert einiges an Kraft und Ausdauer, seien Sie sich dessen bewusst.
  4. Haben Sie den Walnussbaum befreit, verfrachten Sie ihn samt der Erde an den Wurzeln ins neue Pflanzloch. Achten Sie darauf, dass der Baum darin nicht tiefer zu stehen kommt als bisher (an seinem alten Standort).
  5. Verfüllen Sie die Pflanzgrube.
  6. Gießen Sie die Erde um den Walnussbaum an.
  7. Binden Sie den Baum stabil an den Pfahl.

Ergänzende Hinweise zum Umpflanzen einer Walnuss

  • Verpflanzen Sie einen älteren Walnussbaum, kommt es in der Regel zu einem teilweisen Rücktrocknen der Krone. Auch stammbürtige Austriebe mit Eigenschaften von „Klebästen“ (brechen leicht) können resultieren. All das passiert auch dann, wenn Sie alles in Ihrer Macht Stehende tun, um die Wurzeln sowohl beim Umsetzen als auch danach ausreichend zu versorgen.
  • Nicht selten geht ein umgepflanzter Walnussbaum ein. Das Verpflanzen ist also stets mit einem hohen Risiko verbunden. Deshalb sollten Sie Ihren Baum nur im Notfall umsetzen.
Text: Gartenjournal.net
Artikelbild: Andrey Solovev/Shutterstock

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