Bezaubernde Winterblüher: Usambaraveilchen

In Tansania befindet sich das Usambara-Gebirge, in dem im 19. Jahrhundert eine ausgesprochen hübsche Blume entdeckt wurde: Das Usambaraveilchen. Diese recht pflegeleichte und in vielen Farben erhältliche Zimmerpflanze erlebt derzeit durch zahlreiche Neuzüchtungen eine Renaissance.

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Das Usambaraveilchen sollte wenig direkte Sonne abbekommen

Das Aussehen

Usambaraveilchen sind Flachwurzler und bilden bis zu zwanzig Zentimeter große Blattrosetten. Die fleischigen Blätter sind von samtigen Härchen überzogen. Se blühen in den unterschiedlichsten Farbnuancen von Weiß über Rosa bis zu Violett. Charakteristisch sind die leuchtend gelben Staubbeutel in der Blütenmitte.

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Der richtige Standort

Bezüglich des Standorts sind die hübschen Dauerblüher ein wenig anspruchsvoll. Sie sollten immer an einem zugluftfreien, absonnigen Platz stehen. Auch direkt über der Heizung fühlt sich das Usambaraveilchen nicht sehr wohl. Ideal ist ein Ostfenster, wo nur die wärmende Morgensonne die Pflanze umschmeichelt.

Die Temperatur sollte stets zwischen 18 und 24 Grad liegen, dann ist für eine reiche Blüte gesorgt.

Gießen und Düngen

Das Substrat muss gleichmäßig feucht gehalten werden. Gießen Sie stets mit zimmerwarmem, kalkarmem Wasser aber erst dann, wenn die oberste Schicht der Erde abgetrocknet ist. Da die Blätter nicht benetzt werden sollten, sie würden dann braun und begännen zu faulen, können Sie über den Untersetzer wässern.

Sollen die Pflanzen dauerhaft blühen, düngen Sie alle drei Wochen mit einem Flüssigdünger für Blühpflanzen.

Umtopfen und Substrat

Usambaraveilchen müssen nur sehr selten umgetopft werden, denn die Flachwurzler fühlen sich in kleinen Töpfen wohl.

Wachsen die Wurzeln aus dem Topf oder ist dieser offensichtlich zu klein geworden, wird in ein nur geringfügig größeres Gefäß umgesetzt. Als Substrat eignet sich handelsübliche Zimmerpflanzenerde.

Rückschnitt

Ein Rückschnitt ist bei Usambaraveilchen nicht notwendig. Allerdings sollte Verblühtes regelmäßig ausgeknipst werden.

Vermehrung

Im Frühjahr lassen sich die bezaubernden Zimmerpflanzen durch Stecklinge ganz einfach selbst vermehren:

  • Blätter mit Stiel von der Mutterpflanze abschneiden.
  • Töpfchen mit spezieller Anzuchterde füllen.
  • Stecklinge hineinstecken.
  • Nach etwa sechs Wochen zeigen sich an der Basis des Mutterblatts keine Blättchen.
  • Diese abzupfen und einzeln in handelsübliche Blumenerde verpflanzen.

Alternativ können Sie Stecklinge im Wasserglas bewurzeln. Haben sich viele kleine Wurzeln gebildet, in mit Substrat gefüllte Blumentöpfe einpflanzen.

Krankheiten und Schädlinge

Verfärben sich die Blätter gelb, ist häufig direkte Sonnenbestrahlung schuld. Stellen Sie das Usambaraveilchen an einen absonnigen Platz, erholt es sich meist schnell.

Bilden sich kaum Blüten, steht die Pflanze zu dunkel oder Sie waren zu sparsam mit den Düngergaben.

Gelegentlich leidet die Dauerblüherin unter Schadinsekten wie Blattläusen, Wollläusen oder Thripsen. Leider ist die Bekämpfung schwierig, da Usambaraveilchen auf die Behandlung mit Schädlingsbekämpfungsmitteln sehr empfindlich reagieren. Sie können jedoch versuchen, die Lästlinge durch Pflanzenschutzstäbchen loszuwerden.

Tipps

Haustierbesitzer sollten aufpassen, denn selbst kleine Mengen Usambaraveilchen sind für Katzen giftig.

Text: Michaela Kaiser
Artikelbild: Kosobu/Shutterstock

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