Der Unterschied zwischen Wespen und Bienen

Gelb-schwarz gestreift, summend und mit gefürchtetem Stachel bewehrt - zuweilen kann einem bei der Unterscheidung von Wespen, Bienen und Co. schon mal der Kopf schwirren. Damit Sie die Insekten in Zukunft klar identifizieren können, folgt hier eine kleine Gegenüberstellung.

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Wespen sind klar gelb-schwarz gestreift, Bienen sind oft etwas dunkler

Das Aussehen

Wer Bienen von Wespen unterscheiden will, braucht eigentlich nur genau hinzusehen. Denn die zwei Insektenarten sehen sich auf den zweiten Blick gar nicht so ähnlich. Zwar haben beide einen gelb-dunkel gestreiften Hinterleib. Bei Bienen ist der dunkle Anteil aber schon einmal deutlich brauner, bei Wespen hingegen richtig schwarz. Außerdem ist der Bienenkörper deutlich behaart und regelrecht flauschig, während Wespen wegen der kaum vorhandenen Behaarung viel glatter erscheinen.

Und noch etwas zum Körper: Die sprichwörtlich gewordene Wespentaille ist natürlich auch ein typisches Merkmal von Wespen: Sie ist im Vergleich zu der von Bienen noch deutlich schmaler.

Zum Merken:

  • Bienen eher braun-gelb, Wespen schwarz-gelb gestreift
  • Bienenkörper viel stärker behaart
  • Wespentaille deutlich schmaler

Bewegung und Verhalten

Auch am Verhalten erkennen Sie eigentlich schnell, ob es sich bei einem gestreiften Summinsekt um Biene oder Wespe handelt. Wespen bewegen sich deutlich agiler und zielstrebiger als Bienen und zeigen auch ein viel draufgängerischeres, offensiveres Verhalten. Völlig selbstbewusst steuern sie das Eis oder das Marmeladenbrot in Ihrer Hand an und bestehen auf ihr Recht auf süße Nahrung. Bienen halten sich viel mehr im Hintergrund und finden sich kaum an Frühstücks- und Kaffeetafeln als hartnäckige, ungebetene Gäste ein.

Auch den gefürchteten Stachel setzen Bienen seltener gegenüber Menschen ein als Wespen. Das liegt vor allem auch daran, dass sie ihn nur einmalig nutzen können. Sie verlieren beim Zustechen den gesamten Stechapparat und dabei auch ihr Leben. Verständlich also, dass sie deshalb nur in äußersten Notlagen stechen. Wespen hingegen können ihren Stachel mehrfach verwenden und tun das auch. Sie betäuben mit ihrem Stachelgift Beuteinsekten und wehren sich damit auch gegen Bedrohungen – etwa in Form von fuchtelnden Menschenhänden.

Zum Merken:

  • Wespen sind agiler und verhalten sich offensiver
  • Bienen können nur einmal stechen, Wespen häufiger

Lebensweise und Nutzen für den Menschen

Ihre Lebens- und Wohnweise können Sie bei Wespen und Insekten freilich nur dann beobachten, wenn sie sich mit ihrem Staat in Ihrer Nähe niedergelassen haben. Staaten bilden übrigens sowohl Bienen, als auch Wespen. Je nach Art suchen sie sich für ihre Nester Natursteinmauern, Dachstühle, Erd- oder Baumhöhlen aus.

Ein wesentlicher Unterschied liegt bei der Ernährung der Larven. Zwar werden Sie kaum ins Innere und das Geschehen eines Wespen- oder Bienennests vordringen, dennoch ist es nützlich zu wissen, wie die Insekten ihre Brut ernähren und sich dementsprechend auch außerhalb ihres Nests verhalten. Bienen produzieren für ihre Larven natürlich Honig, den auch wir Menschen seit Jahrtausenden schätzen. Wespen können das süße Gold nicht herstellen – sie ernähren ihre Nachkommenschaft mit Insekten. Dadurch nützen sie im Garten aber auch etwas – denn unter ihrer Beute finden sich auch Raupen lästiger Gartenschädlinge.

Zum Merken:

  • Bienen produzieren Honig für Larven – köstliches Imkergut
  • Wespen füttern Nachkommen mit Insekten – Hilfe bei Schädlingsbekämpfung im Garten

Text: Caroline Strauss
Artikelbild: samray/Shutterstock

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