Beliebter Tellerpfirsich: Baum stellt dieselben Ansprüche wie Rundpfirsiche

Prunus persica, wie der Pfirsich auf lateinisch heißt, ist in vielen Varietäten erhältlich. Neben den zahlreichen bekannten Rundpfirsich-Sorten zählen auch die haarlosen Nektarinen sowie die sehr aromatischen Plattpfirsiche bzw. Tellerpfirsiche dazu.

Tellerpfirsich Baum
Früher Artikel Roter Weinbergpfirsich – fast ausgestorbene Rarität aus dem Moselgebiet

200 Jahre alte Genmutation

Der Tellerpfirsich (auch als Plattpfirsich oder Saturnpfirsich bekannt) wurde vor über 200 Jahren in China gefunden. Es handelt sich vermutlich um eine Genmutation des herkömmlichen Rundpfirsichs. Die sehr flachen, wie eingedrückt wirkenden Früchte sind aromatischer und süßer als die „normalen“ Pfirsiche. Manchmal werden diese Pfirsiche auch unter der Bezeichnung „Wildpfirsich“ oder „Weingartenpfirsich“ angeboten, wobei es sich jedoch um eine Irreführung handelt – Plattpfirsiche werden ebenso auf Plantagen angebaut wie alle anderen Pfirsiche und keineswegs aus der Natur gesammelt. Auch mit dem Weinbergpfirsich haben flache Pfirsichsorten – von denen es mittlerweile viele verschiedene Sorten gibt – nichts gemeinsam.

Tellerpfirsich Baum stellt dieselben Ansprüche wie normaler Pfirsichbaum

Abgesehen von der Form sowie dem Geschmack der Früchte unterscheiden sich Tellerpfirsich- und Rundpfirsichbäume überhaupt nicht voneinander. Beide Arten lieben einen sonnigen Standort, sind recht kälteempfindlich sowie anfällig für die unter Pfirsichen weit verbreitete Kräuselkrankheit. Plattpfirsiche zeigen im Frühjahr eine wunderbare rosa Blütenpracht.

Das braucht der Plattpfirsich-Baum

  • Sonne, Sonne und noch viel mehr Sonne
  • einen humusreichen und lockeren Boden
  • einen an Nährstoffen reichen Boden
  • viel Platz (mindestens zwei Meter Abstand zum nächsten Baum / Gewächs!)
  • sowie eine regelmäßige Beschneidung
  • außerdem sollten Sie den Baum im Frühjahr vorbeugend gegen die Kräuselkrankheit behandeln

Einen Tellerpfirsich aus dem Kern ziehen

Wenn Sie gern Tellerpfirsiche essen, dann heben Sie doch mal einige Kerne auf und ziehen Sie daraus Ihren eigenen Pfirsichbaum – mit ein wenig Glück und viel guter Pflege können Sie innerhalb von wenigen Jahren Pfirsiche vom selbst gesäten Pfirsichbaum ernten. Bedenken Sie jedoch, dass Pfirsichkerne stratifiziert werden müssen, d. h. sie keimen erst nach einigen Monaten Winterruhe. Stecken Sie die Kerne jedoch nicht ins Tiefkühlfach, denn damit töten Sie sie ab. Erfahrungsgemäß keimen Pfirsiche jedoch hervorragend, wenn Sie einige Kerne im Herbst einfach auf den Komposthaufen werfen und im Frühjahr schließlich mal nachsehen – es werden sich bestimmt Pflänzchen zeigen, die Sie dann allerdings umtopfen sollten.

Tipps & Tricks

Wenn Sie gern reife Pfirsiche frisch vom Baum ernten, aber nur eine kleine Terrasse bzw. Balkon haben, dann können Sie auch auf einen Zwergpfirsich-Baum zurückgreifen. Dieser wird höchstens einen Meter hoch.

Text: Ines Jachomowski
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