Tannennadeln richtig kompostieren – so geht es

Wer Nadelbäume im Garten hat, steht regelmäßig vor der Frage der richtigen Nadelentsorgung. Fallen die Nadeln auf den Boden, sorgen sie dort für ein saures Milieu. Das Material lässt sich alternativ kompostieren, sofern einige Aspekte berücksichtigt werden.

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Tannennadeln können in Maßen kompostiert werden

Eigenschaften

Nadeln haben eine derbe Struktur und sind von einer Wachsschicht überzogen, welche die Blattstrukturen vor übermäßigem Wasserverlust schützt. Aus diesem Grund benötigen Mikroorganismen mehr Zeit, bis sie das Pflanzenmaterial vollständig verwertet haben. Jedoch gibt es Unterschiede zwischen verschiedenen Baumarten. Während weiche und dünne Lärchennadeln schnell verrotten, sind Fichtennadeln innerhalb von zwei bis drei Jahren zersetzt. Der Verrottungsprozess bei Kiefernnadeln nimmt die doppelte Zeit in Anspruch.

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Kompostieren

Der richtige Kompostaufbau ist von großer Bedeutung. Wenn Sie Tannennadeln in überschaubaren Mengen auf den Kompost streuen, verbessern Sie die Kompostierung. Küchenabfälle, die sich vor allem über den Winter im Kompostbehälter anhäufen, enthalten viel Wasser. Trockene Nadeln lockern die Substratstruktur auf und sorgen für eine bessere Durchlüftung. Das begünstigt die Zersetzungsprozesse, denn die Mikroorganismen können besser arbeiten. Gleichzeitig wird das Nadellaub durch wasserhaltige Küchenabfälle befeuchtet, sodass auch diese schneller zersetzt werden.

So machen Sie es richtig:

  • auf eine gut strukturierte Schichtung achten
  • Gartenerde, Nadeln und Rasenschicht übereinander lagern
  • Brennnesseljauche mit Wasser im Verhältnis 1:10 mischen
  • Brühe als Kompostbeschleuniger über jede Schicht gießen

Wofür der Kompost geeignet ist

Komposterde lässt sich vielseitig verwenden. Nadelkompost eignet sich für Pflanzen, die ein eher saures Milieu bevorzugen. Moorbeet- und Heidepflanzen wachsen ebenso wie Kamelien, Hortensien, Rhododendren und Skimmien in Böden mit einem niedrigen pH-Wert. Wenn sich das Material auf dem Kompost noch nicht vollständig zersetzt hat, können Sie es dennoch bedenkenlos im Garten verwenden. Die teilweise verrottenden Nadeln verbessern die Bodenstruktur und gewährleisten eine bessere Sauerstoffversorgung. Im Laufe der Zeit werden sie von der Bodenfauna aufgebraucht.

Tipps

Frische Tannennadeln liefern ein ideales Substrat zum Mulchen. Die Schicht hält Schnecken fern und verhindert, dass der Boden austrocknet. Eine etwa zwei Zentimeter dicke Mulchschicht, die für eine bessere Stickstoffversorgung mit etwas Hornmehl angereichert wurde. ist ausreichend.

Text: Christine Riel
Artikelbild: Pavlov Roman/Shutterstock

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