Die Süßdolde lässt sich vielseitig verwenden

Die Süßdolde, auch Aniskerbel, Süßkerbel oder Myrrhenkerbel genannt, lässt sich in der Küche vielseitig einsetzen. Sogar Likör wird aus der Pflanze mit ihrem Anis-Aroma hergestellt. Tipps für die Verwendung von Süßdolde.

Süßdolde essen
Von Wurzeln bis Blüten sind alle Pflanzenteile der Süßdolde essbar

Süßdolde ist vielseitig verwendbar

Fast alle Pflanzenteile der Süßdolde sind essbar und finden in Küche Verwendung:

  • Wurzeln
  • Blätter
  • Blüten
  • Samen

Die Wurzeln sind roh und gekocht essbar. Sie werden ebenso zubereitet wie Pastinaken und geben Suppen, Salaten und deftigen Gerichten eine besondere Note.

Die frischen Blätter werden als Würzmittel für Salate und andere Speisen kleingeschnitten und über das Gericht gestreut.

Sirup und Sekt aus Süßdolde herstellen

Aus den Blüten der Süßdolde lässt sich ein sehr schmackhaftes Getränk herstellen. Die Blüten werden in Wasser gelegt und später abgeseiht. Sie lassen sich auch wie Holunderblüten in Teig ausbacken.

Samen der Süßdolde verwenden

Gesammelt werden die noch grünen, also milchreifen, Samen der Süßdolde. Mit den Samen würzen Sie deftige, herzhafte und süße Gerichte gleichermaßen.

Sehr delikat ist die Kombination von Fisch und Süßdoldensamen. Sie können die Samen aber auch einfach über die Pizza streuen.

Zu viel sollten Sie allerdings nicht verwenden, da das süßliche Aroma sehr intensiv ist und andere Geschmacksrichtungen schnell überdeckt.

Likör aus Süßdoldensamen

Wenn die Bestände an Süßdolde im Garten zu groß geworden sind, setzen Sie doch einfach einen Likör an. Der Geschmack erinnert an den berühmten griechischen Anisschnaps Ouzo. Er ist genauso bekömmlich, besonders nach fettreichem Essen.

Dazu malen Sie die Samen so fein wie möglich, um die Aromastoffe auszulösen. Anschließend werden sie in möglichst geschmacksneutralen Alkohol wie Wodka und Zucker eingelegt und müssen dort circa drei Monate reifen.

Verwendung von Süßdolde als Duftpflanze

Der anisartige Duft der Süßdolde macht sie besonders geeignet, um damit Duftgärten eine besondere Note zu geben. Außerdem wird sie für Duftpotpourris, Duftsträuße und Dufthecken verwendet.

Gute Nektarpflanze

Die Doldenblüten sind auch aus ökologischer Sicht eine Bereicherung für jeden Garten. Der Duft zieht zahlreiche Gartenbewohner wie Bienen, Hummeln und Schmetterlinge an.

Tipps

Naturheilkundler vermuten, dass das von Hildegard von Bingen verwendete Engelsüß die heute als Süßdolde bekannte Staude gewesen ist. Sie findet Verwendung als Blutreinigungsmittel sowie bei Husten und Magenproblemen.

Text: Sigrid Hestermann
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