Storchschnabel teilen und erfolgreich vermehren

Storchschnäbel unterscheiden sich nicht nur im Hinblick auf ihren je nach Art verschieden bevorzugten Standorten, sondern auch hinsichtlich der besten Art der Vermehrung. Bis auf die Hybriden lassen sich fast alle Storchschnabel-Arten problemlos durch Aussaat vermehren, aber auch die Vervielfältigung durch Stecklinge oder, bei älteren Exemplaren, durch Teilung ist möglich. Welche Arten sich für diese Art der Vermehrung besonders eignen und wie sie durchgeführt wird, erfahren Sie im nachstehenden Artikel.

Storchschnabel vermehren
Der Storchschnabel lässt sich bestens über Teilung vermehren

Storchschnabel teilen – So geht’s

Bei mehrjährigen Stauden – wozu auch die Storchschnäbel gehören – ist die Vermehrung durch Teilung eine ebenso unkomplizierte wie erprobte Methode, die zudem auch noch den Vorteil hat, ältere Pflanzen zu verjüngen und somit ihre Lebensdauer zu verlängern sowie ihre Wuchs- und Blühfreude anzukurbeln. Und so gelingt die Teilung eines Storchschnabels:

  • Optimaler Zeitpunkt ist je nach Art im Frühjahr oder Sommer.
  • Graben Sie mit Hilfe einer Grabegabel die gesamte Pflanze aus.
  • Achten Sie dabei darauf, die Wurzeln nicht unnötig zu quetschen oder anderweitig zu beschädigen.
  • Schütteln Sie die Erde gründlich vom Wurzelstock ab.
  • Teilen Sie ihn nun in mindestens zwei (aber auch mehr) Einzelstücke.
  • Dazu können Sie eine scharfe Schere, ein Messer oder auch einen Spaten nutzen.
  • Achten Sie darauf, dass jedes Teilstück mindestens einen Trieb mit kräftigen Wurzeln daran trägt.

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Die frisch geteilten Storchschnäbel können Sie anschließend gleich in den vorher bestimmten Standort oder auch in ein Pflanzgefäß pflanzen. Wässern Sie die Pflanzen gründlich, bis sie Wurzeln geschlagen und erfolgreich angewachsen sind.

Für Vermehrung durch Teilung geeignete Geranium-Arten

Folgende Storchschnabel-Arten eignen sich für eine vegetative Vermehrung durch Teilung:

  • Cambridge-Storchschnabel (Geranium cantabrigiense), Teilung im Frühjahr
  • Grauer Storchschnabel (Geranium cinereum), Teilung im Frühjahr
  • Clarkes Storchschnabel (Geranium clarkei), Teilung der Rhizome im Sommer
  • Hybride “Rozanne”, Teilung im Frühjahr
  • Himalaya-Storchschnabel (Geranium himalayense), Teilung im Frühjahr
  • Herzblättriger Storchschnabel (Geranium ibericum), Teilung im Frühjahr
  • Felsen-Storchschnabel (Geranium macrorrhizum), Teilung im Frühjahr
  • Pracht-Storchschnabel (Geranium magnificum), Vermehrung ausschließlich durch Teilung im Frühjahr
  • Oxford-Storchschnabel (Geranium oxonianum), Vermehrung durch Teilung im Frühjahr
  • Brauner Storchschnabel (Geranium phaeum), Teilung im Frühjahr
  • Kaukasus-Storchschnabel (Geranium renardii), Teilung im Frühjahr
  • Blutroter Storchschnabel (Geranium sanguineum), Teilung im Frühjahr
  • Sibirischer Storchschnabel (Geranium wlassovianum), Teilung im Frühjahr

Tipps

Feuchtigkeit ist ein entscheidender Faktor sowohl für die Wurzelbildung als auch das Wurzelwachstum. Daher müssen die frisch geteilten Pflänzchen regelmäßig gegossen werden. Besser ist es jedoch, durch eine Schutzhaube aus Plastik (prima eignet sich z. B. eine abgeschnittene Plastikflasche) oder eine Glasglocke gespannte Luft und somit eine hohe Luftfeuchtigkeit zu erzeugen. In jedem Fall müssen Sie jedoch übermäßige Feuchtigkeit vermeiden, damit sich keine Fäulnis entwickelt.

Text: Ines Jachomowski

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