Steinpilze richtig konservieren und ganzjährig genießen

Im Gegensatz zu einigen anderen schmackhaften Speisepilzen wie etwa Champignons oder Austernpilzen lassen sich Steinpilze nicht im heimischen Garten züchten. Stattdessen ist der Steinpilzfreund darauf angewiesen, die schmackhaften Fruchtkörper selbst im Wald zu finden. Mit etwas Glück - und bei richtigem Pilzwetter - lässt sich dabei durchaus reiche Beute machen. Doch wohin mit so vielen frischen Steinpilzen?

steinpilze-konservieren
Steinpilze einzukochen ist eine Variante der Konservierung

Die besten Methoden zum Konservieren

Aufgrund ihres hohen Wasser- und Eiweißgehaltes halten sich frische Pilze nur für sehr kurze Zeit: Das Pilzeiweiß zersetzt sich rasch, mit der Folge, dass die Mahlzeit ungenießbar wird. Geputzt und von madigen bzw. sonst wie unschönen Stellen befreit, halten sich Steinpilze durchaus zwei bis drei Tage im Gemüsefach des Kühlschrankes. Außerhalb dessen sollten Sie die Pilze nicht aufbewahren. Soll das Sammelgut für längere Zeit konserviert werden, lassen sich Steinpilze sehr gut einfrieren oder auch trocknen.

Lesen Sie auch

Steinpilze trocknen

Auch wenn Sie diese Anleitung oft in Zeitschriften oder auch in Online-Foren lesen können, machen Sie sie bitte nicht nach: In Scheiben geschnittene und an der Luft trocknende Pilze schimmeln schnell, was wiederum eine böse Lebensmittelvergiftung nach sich ziehen kann. Besser ist es, die geputzten und in Scheiben geschnittenen Pilze entweder in einem Dörrautomaten oder aber im Backofen bei maximal 70 °C Umluft zu trocknen. Bei der Backofenmethode müssen Sie die Ofentür einen Spalt offen stehen lassen (beispielsweise indem Sie einen Holzlöffel hineinklemmen). Lassen sich die Scheiben leicht brechen (und nicht mehr biegen), sind sie trocken genug.

Steinpilze einfrieren

Noch besser ist es, frische Steinpilze zu putzen und in mundgerechte Stücke zu schneiden und anschließend roh einzufrieren. Auf diese Weise können Sie sich bis zu einem Jahr halten, vorausgesetzt, sie wurden in einem Tiefkühlgerät bei etwa minus 18 °C eingefroren. Das Tiefkühlfach des Kühlschrankes ist für diesen Zweck nicht kalt genug, hier halten sich die Pilze ebenfalls nur wenige Tage bis Wochen.

Mit Vorsicht zu genießen: Steinpilze einkochen

Vielleicht kennen Sie dieses Verfahren noch von Ihrer Großmutter, die – wie viele andere ihrer Generation – Pilze einfach eingekocht bzw. eingeweckt hat. Auch heutzutage wird diese Methode wieder vermehrt angewandt, was dem anhaltenden Trend zum Selbstmachen geschuldet ist. Allerdings gilt es hier, besonders vorsichtig zu sein: Schließt das Weckglas nämlich nicht richtig, können sich während der Lagerung giftige Toxine bilden. Die Pilze sind dann verdorben und dürfen nicht mehr gegessen werden! Achten Sie also immer darauf (auch beim Öffnen bereits eingeweckter Pilze!), dass der Deckel luftdicht abgeschlossen ist.

Tipps

Frisch aus dem Wald schmecken Steinpilze ohnehin am besten: Braten Sie die geputzten und in Scheiben geschnittenen Pilze zusammen mit klein gewürfelten Zwiebeln in Butter an und löschen Sie sie mit einer Mischung aus Crème fraîche und süßer Sahne. Abgeschmeckt wird das Ganze lediglich mit Salz, Pfeffer und frischer Petersilie.

Text: Ines Jachomowski
Artikelbild: Anastasia_Panait/Shutterstock

Melde Dich für unseren Newsletter an

Erhalten Sie den monatlichen Gartenjournal Newsletter in Ihr E-Mail Postfach. Abmelden ist jederzeit möglich.