Springschwänze in der Blumenerde

In der Blumenerde können verschiedene Schädlinge auftreten, die meist nur zufällig entdeckt werden. Werden hüpfende Tiere beobachtet, handelt es sich um Springschwänze. Da sie die kultivierten Pflanzen schädigen können, muss eingegriffen werden.

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Springschwänze sind zwar klein aber mit dem bloßen Auge durchaus gut zu erkennen

Was sind Springschwänze?

Springschwänze, die in der Blumenerde leben, haben eine weißliche Färbung. Am Körper befindet sich eine Sprunggabel, mit deren Hilfe sie auf der Oberfläche herumhüpfen.
Sie lieben Feuchtigkeit und ernähren sich von abgestorbenem Pflanzenmaterial. In der Regel besteht Blumenerde aus Torf, Kompost oder Humus, reichlich totes Pflanzenmaterial ist für die Ernährung der Springschwänze ist daher vorhanden. Da sie das tote Pflanzenmaterial abbauen, wird neuer Humus gebildet, der seinerseits den Pflanzen als Nahrung dient.
Die Springschwänze vermehren sich jedoch stark und werden zum einen lästig, zum anderen wird durch das massenhafte Auftreten die Nahrung im Boden knapp.

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Das Schadbild beim Springschwanz

Wenn keine oder nur noch wenig Nahrung im Boden vorhanden ist, beginnt der Springschwanz sich von den Wurzeln der Pflanzen oder von jungen Keimlingen zu ernähren.

Die Pflanzen können sich nicht mehr richtig ernähren und werden kümmerlich. An den Schadstellen können auch Krankheitskeime in die Pflanze eindringen und sie abtöten.

Bekämpfung der Springschwänze

Treten die Springschwänze in Massen auf (beispielsweise durch zu starkes Düngen), sind Bekämpfungsmaßnahmen erforderlich, wie zum Beispiel:

  • mit Wasser
  • mit Trockenheit
  • mit Raubmilben

Wasser gegen Springschwänze einsetzen

Die Tiere lieben zwar Feuchtigkeit, Wassermassen vertragen sie jedoch nicht.

  1. Nehmen Sie einen großen Eimer und füllen ihn mit Wasser.
  2. Stellen Sie die Pflanze mit Topf ins Wasser, sodass sie komplett bedeckt ist.
  3. Warten Sie etwa eine halbe Stunde, dann müssten die Springschwänze auf der Wasseroberfläche schwimmen.
  4. Gießen Sie die Tiere ab.
  5. Nehmen Sie die Pflanze aus dem Eimer und verzichten einige Zeit auf das Gießen.

Springschwänze austrocknen

Diese Methode empfiehlt sich, wenn die Tiere im Gartenbeet auftreten oder in großen Kübeln, die nicht getaucht werden können.
Das Gießen wird auf ein Minimum beschränkt. Da Springschwänze Feuchtigkeit lieben, werden sie unverzüglich abwandern, wenn es ihnen zu trocken wird.

Der Einsatz von Raubmilben

Die Raubmilben leben, wie der Name schon sagt, räuberisch. Sie saugen die Larven verschiedenster Schädlinge aus und sorgen so für das Verschwinden des Ungeziefers aus der Blumenerde.

Text: Gartenjournal.net
Artikelbild: thatmacroguy/Shutterstock

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