Wo Sie die begehrten Speisemorcheln garantiert finden

In manchen Gegenden bricht im Frühjahr ein regelrechter Wettlauf um die besten Morchelplätze aus. Von Feinschmeckern fast so begehrt wie der legendäre Perigord-Trüffel ist die Morchel nicht nur in der Gourmetküche ein absolutes Highlight. Doch Vorsicht! Die Morcheln haben ungenießbare, zum Teil sogar sehr giftige Doppelgänger: die Lorcheln.

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Die Speisemorchel (hier abgebildet) sieht den giftigen Lorcheln sehr ähnlich

Hier müssen Sie suchen

Von Wald umgebene Bach- und Flussauen sind die optimalen Standorte für die schmackhaften Morcheln. Links und rechts des Gewässers, vornehmlich unter Erlen und Eschen, wächst die Speise-Morchel gut versteckt im grünen Unterwuchs. Der begehrte Pilz ist oft schon im April zu finden. Die eng verwandte Spitz-Morchel ist jedoch weit häufiger und viel leichter zu finden. Sie wächst oft im Rindenmulch von Vorgärten sowie in Nadelwäldern, auf Waldwiesen sowie an Waldrändern. Die Spitz-Morchel ist oft in der Nähe von Adlerfarn anzutreffen.

Welche Morchel-Arten essbar sind

Die Unterschiede zwischen der Speise-Morchel und der Mai-Morchel (die auch als Gelbe Speise-Morchel bezeichnet wird) ist nicht sehr groß. Die Speise-Morchel ist kleiner und nicht – wie die Mai-Morchel – gleichmäßig gelblich gefärbt, sondern jung dunkelbraun, später graubraun und oft mir rostfarbenen Flecken auf den Rippen. Ebenfalls essbar ist die grau bis schwarzbraun gefärbte Spitz-Morchel, die sich von den anderen Arten durch ihre spitzkegelige Hutform und die senkrecht angeordneten Längsrippen unterscheidet.

Vorsicht, giftig! Wie Sie Morcheln und Lorcheln unterscheiden können

Wer Morcheln sammeln will, muss unbedingt die Unterscheidungsmerkmale zu den teils sehr giftigen Lorcheln kennen. Dazu müssen Sie einfach den Fruchtkörper längs durchschneiden: Ist er innen komplett hohl und sieht außen aus wie eine Bienenwabe, ist es eine Morchel. Ist er dagegen innen gekammert und hat äußerlich ein eher verschrumpeltes Aussehen, handelt es sich um eine giftige Lorchel-Art. Die Herbst-Lorchel ist zudem fast ganz weiß, während die tödlich giftige Frühlings-Lorchel rötlich braun gefärbt ist.

Tipps

Morcheln sollten unbedingt getrocknet bzw. gedörrt werden, da sie dadurch ein unverwechselbar köstliches Aroma entwickeln. Gourmet-verdächtig schmecken getrocknete Morcheln in einer Rahmsauce aus Sahne, Vollmilch und Sauerrahm bzw. Crème fraîche, die lediglich mit Salz, Pfeffer, etwas Muskat und einem Schuss Worcestersauce abgeschmeckt wird. Wenn Sie die Rahmsauce noch deftiger machen wollen, geben Sie glasig angeschmorte Zwiebel- und Speckwürfel hinzu.

Text: Ines Jachomowski
Artikelbild: Andrew S Phelps/Shutterstock

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