Steinpilze

Steinpilze finden: Tipps für die erfolgreiche Pilzsuche

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Der Steinpilz, ein begehrter Speisepilz, versteckt sich gerne in heimischen Wäldern. Dieser Ratgeber verrät Ihnen die besten Strategien und Hinweise, um erfolgreich Steinpilze zu finden und die faszinierende Symbiose zwischen Pilz und Baum zu verstehen.

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Steinpilze mögen es feucht

Kriterien für eine erfolgreiche Suche

Um Ihre Chancen beim Auffinden von Steinpilzen zu erhöhen, sollten Sie verschiedene Faktoren berücksichtigen:

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Jahreszeit

Steinpilze sind nicht ganzjährig zu finden. Ihre Hauptsaison beginnt im Mai mit dem Sommer-Steinpilz und erstreckt sich bis zum ersten Frost, meist im November. Ab Juli gesellen sich weitere Arten wie Fichten-, Schwarze und Kiefern-Steinpilze hinzu.

Witterung

Das Klima spielt eine entscheidende Rolle. Steinpilze gedeihen besonders gut nach regenreichen Perioden, wobei ein feuchter Frühling ihr Wachstum fördert. Nach einem nächtlichen Gewitter sind die Bedingungen optimal, da die Kombination aus Feuchtigkeit und Sonneneinstrahlung das Pilzwachstum stark anregt.

Standort

Steinpilze sind wählerisch in Bezug auf ihren Standort. Sie bevorzugen Buchenwälder, sind aber auch unter Eichen, Kiefern und Fichten zu finden. Mischwälder mit Bäumen unterschiedlichen Alters und Totholz bieten ideale Bedingungen.

Auenwälder

Hier lassen sich Steinpilze in der Nähe von Erlen und Birken entdecken.

Kiefernwälder

Bestimmte Kiefernwälder können den seltenen Kiefern-Steinpilz beherbergen.

Bodenbeschaffenheit

Saure Böden sind ideal für Steinpilze. Stickstoffreiche oder basische Böden meiden sie hingegen.

Zeigerpflanzen als hilfreiche Indikatoren

Das Vorkommen bestimmter Pflanzen kann auf die Präsenz von Steinpilzen hinweisen:

  • Fliegenpilz: Beide Arten teilen die Vorliebe für saure Böden.
  • Heidelbeere: Wie Steinpilze gedeiht die Heidelbeere optimal auf sauren Böden.
  • Sauerklee: Auch der Sauerklee findet sich auf sauren Böden, wo oft Steinpilze anzutreffen sind.
  • Stechpalme: Ein weiterer Indikator für saure Böden und damit potenzielle Steinpilz-Standorte.

Pflanzen, die auf ungeeignete Böden hinweisen

Brennnesseln: Ein hoher Brennnesselbestand kann auf stickstoffreiche Böden hindeuten, die für Steinpilze ungeeignet sind.

Die besondere Rolle der Bäume

Steinpilze und Bäume gehen eine faszinierende Partnerschaft ein, die als Mykorrhiza bezeichnet wird. Diese Symbiose ermöglicht es den Pilzen, Bäume mit essenziellen Nährstoffen wie Stickstoff zu versorgen. Im Gegenzug erhalten die Pilze Kohlenhydrate von den Bäumen.

Baumarten in Symbiose mit Steinpilzen

  • Buchen: Die majestätischen Buchenwälder mit ihren sauren Böden schaffen ideale Bedingungen für die Mykorrhiza und bieten somit ein Paradies für Steinpilze.
  • Eichen: Auch Eichen stehen in dieser speziellen Symbiose mit Steinpilzen und profitieren von einer verbesserten Wasser- und Mineralstoffaufnahme.
  • Fichten: In Fichtenwäldern sind oft Gemeine Steinpilze zu finden, die besonders von der Mykorrhiza mit diesen Nadelbäumen profitieren.
  • Kiefern: Unter Kiefern lässt sich der seltene Kiefern-Steinpilz entdecken. Die Kiefern unterstützen durch ihre speziellen Wurzelsysteme die Verbreitung und das Wachstum von Steinpilzen.

Tipps für eine erfolgreiche Suche

  • Früh aufstehen: Bereits bei Sonnenaufgang aufzubrechen, erhöht die Chancen, unentdeckte Steinpilze zu finden.
  • Sorgfältig suchen: Junge Steinpilze mit ihren kleinen Hütchen können leicht übersehen werden. Ein gründlicher Blick lohnt sich.
  • Altbewährte Stellen aufsuchen: Gebiete, die in den Vorjahren ergiebig waren, versprechen auch künftig Erfolg.
  • Auf Zeigerpflanzen achten: Fliegenpilze, Heidelbeeren oder Sauerklee deuten auf saure Böden und damit potenzielle Steinpilz-Standorte hin.
  • Baumarten beachten: Buchen, Eichen, Fichten und Kiefern sind häufige Begleiter von Steinpilzen.
  • Nach Regenfällen suchen: Ideale Bedingungen bieten sich nach regenreichen Nächten, da die Feuchtigkeit in Kombination mit Sonnenlicht das Wachstum fördert.
Bilder: Evgeny Shevelev / Shutterstock