Spargel – von der Wurzel bis zur Ernte

Im professionellen Anbau finden Spargelrhizome Verwendung, um das Gemüse zu kultivieren. Wenige ziehen sich selbst aus Saatgut kleine Pflänzchen, denn dadurch verlängert sich die Zeit bis zur ersten Ernte. Im eigenen Garten ist die Kultivierung möglich.

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Spargelwurzeln werden bis zu drei Meter lang

Wachstum

Asparagus officinalis entwickelt ein unterirdisches Speicherorgan, welches bis zu drei Meter lange Wurzeln bildet. Aus dem Rhizom treiben fleischige Sprosse aus, die von spiraligen Niederblättern besetzt sind. Die Triebe haben eine weißliche bis blassrötliche Färbung. Über der Erde verzweigen sie sich und bilden die Pflanzenstängel mit blattartigen Zweigen.

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Entwicklung

Während der Sommermonate produzieren die oberirdischen grünen Pflanzenteile Kohlenhydrate über die Photosynthese. Diese Stoffe werden im Herbst in das Rhizom eingelagert, damit der Spargel im nächsten Frühjahr austreiben kann. Je mehr Energie in den Speicherorganen gesammelt wurde, desto kräftiger wachsen die Spargeltriebe. Kurz vor dem Winter zieht die Pflanze ein und die oberirdischen Pflanzenteile sterben ab.

Ernte

Für den Verzehr kommen die jungen Spargelstangen in Frage. Die Erntezeit erstreckt sich von Ende März bis Anfang April. In der kommenden Saison kann der Spargel erstmals abgeerntet werden, wobei Sie die Spargelpflanzen für einen besseren Ertrag ein weiteres Jahr ungestört wachsen lassen sollten. Üblicherweise erfolgt die Ernte ab dem dritten Standjahr. Roden Sie nicht alle Pflanzen gleichzeitig. So hat der Bestand die Möglichkeit, kräftiger zu gedeihen.

Grüner vs. weißer Spargel

Bleichspargel muss relativ früh geerntet werden, noch bevor die Triebe durch die Erde stoßen. Kommen diese mit Sonnenlicht in Kontakt, entwickeln sie eine grüne Färbung. Diese oberirdischen Spargelstangen werden als Grünspargel bezeichnet. Beide gehören zur Art Asparagus officinalis.

Spargel selbst pflanzen

Spargelrhizome dürfen zwischen Anfang April und Mitte Mai in das Gartenbeet wandern, während Sie gezogene Sämlinge nach den letzten Frösten auspflanzen. Ein warmer und nicht zu nasser Boden sorgt für eine gute Wachstumsbasis. Kalte und nasse Substrate schränken das Wachstum ein, sodass es schnell zur Fäulnisbildung an den Wurzeln und Rhizomen kommt. Asparagus wird üblicherweise in Gräben ausgepflanzt.

So setzen Sie Rhizome:

  • Grünspargel 15 Zentimeter tief setzen
  • Bleichspargel kann bis zu 25 Zentimeter im Substrat wachsen
  • Wurzeltriebe fächerförmig im Pflanzloch ausbreiten
  • Wurzelwerk mit acht bis zehn Zentimeter dicken Erdschicht bedecken

Tipps

Sobald der Spargel wächst und an der Oberfläche sichtbar wird, füllen Sie den Graben mit frischer Erde auf.

Düngung

Die Spargelpflanzen wachsen bis zu zehn Jahre am gleichen Standort, wenn Sie optimale Bedingungen schaffen. Versorgen Sie das Beet vor der Pflanzung mit Kompost, oder säen Sie im Herbst Leguminosen für eine Gründüngung aus. Nachdem die Spargelpflanzen nach der Saison abgestorben sind, arbeiten Sie vorsichtig einen Langzeitdünger in den Boden ein. Alle drei Jahre kann eine Kalkung erfolgen, damit das Milieu einen pH-Wert zwischen 5,8 und 6,5 aufweist.

Text: Christine Riel

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