Der Sonnentau (Drosera) – Ein Steckbrief

Sonnentau gehört zweifelsohne zu den repräsentativen Vertretern der fleischfressenden Pflanzen. Von der mehr als 200 Arten umfassenden Pflanzengattung eignen sich einige sehr gut für den Einstieg in das interessante Hobby der Karnivoren-Zucht. Wissenswertes zum Sonnentau - ein Steckbrief.

Drosera Steckbrief
Sonnentau ist eine fleischfressende Pflanze mit über 200 Arten

Sonnentau – Ein Steckbrief

  • Botanischer Name: Drosera
  • Familie: Sonnentaugewächse (Droseraceae)
  • Besonderheit: fleischfressende Pflanze (Karnivoren)
  • Vorkommen: weltweit
  • Arten: mehr als 200 Arten
  • Wuchsform: Rosetten, aufrecht oder kletternd
  • Einjährig/mehrjährig: meist mehrjährig
  • Alter: einige Arten bis zu 50 Jahre
  • Höhe: 1 cm bis 300 cm
  • Blätter: sehr unterschiedlich, mit und ohne Stiel
  • Blüten: sehr lange Blütenstängel, selbstbefruchtend
  • Blütenfarben: weiß, rosa, orange, violett,
  • Blütezeit: abhängig von der Art, sehr kurze Blütedauer
  • Tentakel: Drüsen mit Tropfen mit klebrigem Sekret
  • Vermehrung: Samen, Blattstecklinge, Wurzelteilung
  • Winterhärte: heimische Arten winterhart
  • Verwendung: Zierpflanze im Moorbeet, Blumenfenster, Terrarium
  • Verwendung als Heilpflanze: bei Husten und Lungenkrankheiten, Gewebezucht.

In Deutschland heimische Sonnentau-Arten geschützt

Sonnentau gehört in Deutschland zu den gefährdeten Arten. Sie dürfen die Pflanze in freier Natur also weder ausgraben noch pflücken ober schneiden.

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In Deutschland gibt es drei heimische Arten des Sonnentaus:

  • D. anglica (Langblätteriger Sonnentau)
  • D. rotundifolia (Rundblätteriger Sonnentau)
  • D. intermedia (Mittlerer Sonnentau)

Muss Drosera gefüttert werden?

Wie alle fleischfressenden Pflanzen muss auch der Sonnentau nicht gefüttert werden. Meist sind genügend Insekten vorhanden, die die Pflanze selbst fangen kann. Steht keine fleischliche Nahrung zur Verfügung, versorgt sich Drosera über die Wurzeln und Blätter mit Nährstoffen.

Wenn Sie zu Anschauungszwecken Ihren Sonnentau füttern möchten, geben Sie maximal ein Tier, das noch lebt. Verfüttern Sie niemals tote Insekten, da diese allenfalls faulen.

Sonnentau als Heilpflanze

Sonnentau wird schon seit Jahrhunderten als Heilpflanze verwendet. Die Anwendung erfolgt in erster Linie bei Erkrankungen der Atemwege. Verabreicht wird Sonnentau als Tee oder Tinktur.

Die klebrigen Sekrete werden in der Biomedizin für die Gewebezucht eingesetzt.

Da Sonnentau unter Naturschutz steht, werden für die Herstellung der Naturmedizin ausschließlich Kulturpflanzen oder Drosera-Pflanzen aus anderen Regionen verwendet.

Tipps

Die Pflege von Sonnentau ist weniger aufwendig, als viele Pflanzenliebhaber denken. Wichtig ist vor allem, dass keine Erde, sondern spezielle Karnivoren-Substrate verwendet werden. Gießen Sie Drosera ausschließlich mit Regenwasser oder destilliertem Wasser.

Text: Sigrid Hestermann

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