Der herrlich blühende Sommerflieder im informativen Steckbrief

In Vorgärten und Gärten, aber auch in Parks, an Uferböschungen oder gar ausgewildert in freier Wildbahn ist dieser aus Asien stammende Neophyt vielfach anzutreffen: Die Rede ist vom Sommer- oder auch Schmetterlingsflieder. Im Gegensatz zu vielen anderen eingeschleppten Pflanzenarten entpuppt sich Buddleja, so der wissenschaftliche Name des Zierstrauches, allerdings als äußerst beliebte Weide für zahlreiche Insekten, allen voran Schmetterlingen, Bienen und Hummeln. Aus diesem Grund zögern Sie nicht, diesen schönen und pflegeleichten Strauch auch bei sich im Garten anzupflanzen - in direkter Nähe empfiehlt sich das Aufstellen eines Insektenhotels. Kleinwüchsige Arten lassen sich übrigens auch prima in einem Kübel kultivieren.

sommerflieder-steckbrief
Der Sommerflieder blüht je nach Sorte violett, rot, pink oder auch weiß

Sommerflieder – kurz und knapp im Überblick

Botanischer Name: Buddleja
Gattung: Sommerflieder
Familie: Braunwurzgewächse (Scrophulariaceae)
Volkstümliche Namen: Schmetterlingsflieder
Herkunft und Verbreitung: subtropische und tropische Regionen Amerikas, Afrikas und Asiens
Wuchsform: strauchförmig oder als Baum, leicht oder stark überhängend
Wuchshöhe: je nach Art zwischen 200 bis 500 cm
Typische Merkmale: Blüten haben starke Anziehungskraft für Insekten, v. a. Schmetterlinge, Bienen, Hummeln
Standort: sonnig bis lichter Halbschatten
Boden: mäßig trocken, gut durchlässig
Blüte: in bis zu 30 Zentimeter langen Rispen angeordnet
Blütefarben: verschiedene Rosa- und Violetttöne, Weiß
Blütezeit: meist zwischen Juli und September / Anfang Oktober
Blätter: länglich, gezahnt, mattgrün; Laub abwerfend
Verwendung: Zierstrauch in Gärten und Parks, als Solitär, in Gruppen, als Hecke oder (kleinwüchsige Sorten) im Topf
Giftigkeit: wenig giftig, Giftstoffe vor allem in Blättern und Samen
Winterhärte: sortenabhängig

Charakterisierung, Arten und Sorten

Der Sommer- oder auch Schmetterlingsflieder ist ein emsiger Sommerblüher, der meist als Strauch oder Halbstrauch gezogen wird. Er hat eine starke Ähnlichkeit mit dem Gewöhnlichen Flieder, der allerdings bereits im Mai blüht. Beide Arten verströmen einen starken, vor allem für Insekten unwiderstehlichen Duft. Der Sommerflieder kann, je nach Art, bis zu 500 Zentimeter hoch und bis zu 300 Zentimeter breit werden.

Keine Verwandtschaft mit dem Gewöhnlichen Flieder

Trotz ihrer Ähnlichkeit sind Sommerflieder und Gewöhnlicher Flieder nicht miteinander verwandt. Beide Arten gehören unterschiedlichen Gattungen an. Auch die beiden bekanntesten Arten des Sommerflieders, Buddleja davidii und Buddleja alternifolia, unterscheiden sich in ihrem Blüh- und Wuchsverhalten. Während erstere bis weit in den Herbst hinein blüht, zeigt der Chinesische oder auch Wechselständige Sommerflieder seine Blütenpracht zwischen Mai und Juni. Außerdem blüht B. davidii an den jungen Trieben, während B. alternifolia diese an den Vorjahrestrieben entwickelt – diese Information spielt vor allem beim Schnitt eine wichtige Rolle.

Tipps

Der Sommerflieder ist, was Boden und Pflege anbetrifft, recht anspruchslos. Wenn es ihm gut geht, vermehrt er sich allerdings sehr schnell. Aus diesem Grund sollten Sie, um einer Verbreitung entgegenzuwirken, die Blütenstände sofort nach der Blüte entfernen. Für eine gezielte sortenreine Vermehrung empfiehlt sich das Schneiden von Stecklingen.

Text: Ines Jachomowski
Artikelbild: emkaplin/Shutterstock
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