Senf anpflanzen
Senf kann das ganze Jahr über angebaut werden

Senf anbauen ganz einfach

Senf ist vor allem in Deutschland sehr beliebt. Aber nicht nur wegen seiner scharfen Samenkörner sondern auch aufgrund der leckeren Blätter, schönen gelben Blüten und seiner Funktion als Gründünger wird er immer öfter in Kleingärten angepflanzt. Erfahren Sie im Folgenden, wie Sie im eigenen Garten Senf anbauen.

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Senf ist nicht gleich Senf

Im Groben werden drei Senfsorten unterschieden: Brauner, weißer (oder gelber) und schwarzer Senf. Alle drei gehören zur Familie der Kreuzblütler und können zur Herstellung von Senf verwendet werden. Lediglich der Geschmack variiert: Schwarzer Senf, auch Orientalsenf genannt, schmeckt am schärfsten; aus braunen und schwarzen Senfkörnern wird scharfer Senf hergestellt. Weißer Senf ist eher mild ist und wird zu mittelscharfem, aromatischem Senf verarbeitet. Weißer Senf wird nicht so hoch wie schwarzer oder brauner Senf und eignet sich daher besser für den Anbau auf dem Balkon oder der Fensterbank.

Der richtige Standort für den Senf

Senf ist eine der anspruchslosesten Nutzpflanzen, die Sie in Ihrem Garten oder auf dem Balkon anpflanzen können. Weder in Bezug auf den Standort noch auf die Pflege ist er wählerisch. Einzig wichtig ist, dass Sie die Fruchtfolge beachten: Senf gehört zu den Kreuzblütlern und diese dürfen nur alle vier Jahre an die gleiche Stelle gepflanzt werden. Also säen Sie Ihren Senf nicht an einen Standort, wo in den drei Jahre zuvor Kohlgewächse, Radieschen, Kresse, Raps oder Rettich gestanden haben. Licht braucht der Senf natürlich auch, aber ob er im Halbschatten oder in der Sonne steht, ist ihm eher egal.
Senf gedeiht auch problemlos in einem Kübel auf der Fensterbank oder auf dem Balkon.

Senf aussäen

Senf kann ganzjährig ausgesät werden. Wollen Sie jedoch die Samen ernten, sollten Sie Ihre Senfsamen Anfang Mai in die Erde bringen. Am besten ziehen Sie ihn auf der Fensterbank vor und pflanzen die Pflänzchen nach den Eisheiligen ins Freiland.

Senf pflegen

Senf braucht, wie gesagt, so gut wie keine Aufmerksamkeit. Sie sollten ihn aber natürlich nicht vertrocknen lassen: Versorgen Sie ihn regelmäßig mit Wasser und Ihr Senf wird wunderbar gedeihen. Dünger braucht er nicht.

Senf ernten

Nicht nur die Samenkörner können geerntet werden, auch die aromatischen Blätter können verzehrt werden. Diese können Sie dauerhaft ernten, indem Sie stets nur die äußeren Blätter entfernen und die Pflanze unbeschädigt lassen. Die Senfkörner werden nach der Blüte geerntet. Ab Juni bilden sich meist die schönen, kräftig gelben Blüten aus. Jetzt sollten Sie die Ernte der Blätter, die eh nach und nach absterben, einstellen. Wie Sie die Samen richtig ernten, erfahren Sie hier und wie Sie ihn zu Gründünger verarbeiten, lesen Sie hier.

Der Senf im Steckbrief

Hier das Wichtigsten auf einen Blick:

  • Gattung: Brassica
  • Familie: Kreuzblütengewächse
  • Blütenfarbe: gelb
  • Verwendung: als Heil- und Nutzpflanze
  • Lebensdauer: Einjährig
  • Aussaat: im Mai (für Samenernte), ganzjährig (Gründüngung, Blatternte)
  • Standort: licht, feucht
  • Erntezeit: Oktober (Samen), ganzjährig (Blätter)

Text: Sara Müller

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