Schwarzäugige Susanne pflanzen und pflegen

Die Schwarzäugige Susanne besticht mit leuchtend bunten Blütenkaskaden, die luftige Höhen erklimmen oder als furioser Bodendecker fungieren. Wie Sie der einjährigen Kletterkünstlerin ihr Blütenfestival entlocken, bleibt Ihnen hier nicht länger rätselhaft. Wichtige Fragen rund um Pflanzen und Pflege erhalten hier eine Antwort.

Thunbergia alata
Die Schwarzäugige Susanne klettert an allem empor, was sie findet

Schwarzaeugige susanne richtig pflanzen

Die eigenhändig vorgezogene oder fertig gekaufte Schwarzäugige Susanne pflanzen Sie ab Mitte Mai ins Beet oder den Freiland-Kübel. Im Vorlauf setzen Sie den noch eingetopften Wurzelballen in weiches Regenwasser, bis keine Luftblasen mehr aufsteigen. Derweil bereiten Sie am sonnigen bis halbschattigen Ort den Boden vor, indem Unkraut gejätet und Wurzeln sowie Steine beseitigt werden. So geht es in der Folge weiter:

  • Die Pflanzgrube ist 1,5 mal tiefer und breiter als der Wurzelballen
  • Den Aushub vermischen mit Lauberde, Kompost und Hornspänen
  • Die Rankhilfe installieren, bevor die Thunbergia ausgetopft und gepflanzt wird
  • Die unteren Ranken an der Kletterhilfe anbinden und reichlich bemessen gießen

Im Balkonkasten oder Kübel verläuft die Pflanzung ähnlich, wobei in diesem Fall unter dem Substrat einige Tonscherben als Drainage dienen.

Pflegetipps

Um mit einer Thunbergia ein leuchtendes Blütenmeer zu inszenieren, kommt es auf folgende Pflege an:

  • Die Pflanze ausgewogen gießen, ohne Trockenstress oder Staunässe zu verursachen
  • Idealerweise weiches Regenwasser und Leitungswasser im Wechsel verwenden
  • Von Mai bis Oktober alle 14 Tage organisch oder mineralisch-organisch düngen
  • 3 Wochen nach der Pflanzung um ein Drittel einkürzen für ein buschiges Wachstum
  • Verwelkte Blütenstängel mehrmals pro Woche ausputzen

In Anbetracht eines Temperaturminimums von 15 Grad Celsius, gestaltet sich die Überwinterung einer Schwarzäugigen Susanne als recht aufwändig, zumal die Prozedur nicht immer von Erfolg gekrönt ist. Steht ein helles Winterquartier mit 15-18 Grad Celsius zur Verfügung, können Sie den Versuch wagen. Während der Überwinterung wird nur wenig gegossen und nicht gedüngt.
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Welcher Standort ist geeignet?

Am sonnigen bis halbschattigen, warmen und windgeschützten Standort fühlt sich die Schwarzäugige Susanne ausgesprochen wohl. Idealerweise ist die Kletterpflanze zugleich geschützt vor prasselndem Regen, wie unter einem Dachvorsprung oder einer Terrasse. An die Bodenbeschaffenheit stellt die tropische Schönheit keine kapriziösen Anforderungen. Locker, humos und reich an Nährstoffen sollte die Erde sein und ohne Gefahr von Staunässe.
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Der richtige Pflanzabstand

Siedeln Sie die Schwarzäugige Susanne in der Gruppe an, liegen Sie mit einem Pflanzabstand von 50 cm genau richtig. Fungiert die Rankkünstlerin als sommerlicher Bodendecker, arrangieren Sie jeweils 4-6 Exemplare je Quadratmeter.

Welche Erde braucht die Pflanze?

Als einjährige Kletterpflanze kultivieren kreative Hobbygärtner die Schwarzäugige Susanne vorzugsweise im Kübel mit integrierter Rankhilfe. Damit die Pflanze ihr imposantes Blüten- und Blättervolumen zügig entwickeln kann, empfehlen wir als Substrat eine hochwertige Kübelpflanzenerde auf Kompostbasis. Dient die Thunbergia als sommerliche Zaun- oder Fassadenbegrünung, sollte die Erde humos, tiefgründig locker und nährstoffreich sein.

Was ist die beste Pflanzzeit?

Die Schwarzäugige Susanne entstammt den tropisch warmen Regionen Afrikas. Somit verträgt die Kletterpflanze keine frostigen Temperaturen. Das Zeitfenster für die Pflanzung öffnet sich folglich Mitte Mai, wenn die Eisheiligen sich verabschiedet haben.

Wann ist Blütezeit?

Im Haus vorgezogene und im Mai gepflanzte Thunbergia starten sogleich durch mit ihrem Blütenflor. Bis in den Oktober hinein erstreckt sich die Blütezeit, solange die Temperaturen über der 15-Grad-Marke liegen. Damit das farbenfrohe Erscheinungsbild nicht beeinträchtigt wird und neue Blüten sich ungehindert öffnen können, werden verwelkte Triebe regelmäßig ausgeputzt.

Schwarzaeugige susanne richtig schneiden

Schneiden Sie nach den ersten 3 Wochen im Freiland die Ranken um ein Drittel zurück, gedeiht die Schwarzäugige Susanne wunderbar buschig und kompakt. An einer Thunbergia beschränkt sich darüber hinaus der Einsatz der Gartenschere auf regelmäßiges Ausputzen verwelkter Blütentriebe. Führen Sie diese Pflegemaßnahme routinemäßig durch, präsentiert die Kletterpflanze den ganzen Sommer hindurch ein adrettes Erscheinungsbild und bewahrt eine konstante Blühwilligkeit. Streben Sie im Herbst die Ernte der Samen an für eine Aussaat im nächsten Jahr, belassen Sie einige Blüten an der Pflanze, damit sich die ca. 20 mm langen Früchte entwickeln können.

Schwarzaeugige susanne gießen

Über ihre üppige Blüten- und Blättermasse verdunstet die Schwarzäugige Susanne reichlich Feuchtigkeit. Gießen Sie daher regelmäßig, sobald das Substrat antrocknet. Verwenden Sie weiches Regenwasser und Leitungswasser im Wechsel, da die tropische Pflanze rasch unter einem Kalküberschuss leidet. Bestens geeignet zum Gießen ist überdies nährstoffreiches Teichwasser. Vermeiden Sie bitte unbedingt, dass die Pflanze überkopf beregnet wird. Geben Sie das Gießwasser mit der Tülle einer Kanne unmittelbar auf die Wurzeln, ist für die Kletterpflanze die Welt in Ordnung.

Schwarzaeugige susanne richtig düngen

Damit die Schwarzäugige Susanne ihr opulentes Blüten- und Blätterkleid anlegt, bedarf sie einer reichhaltigen Nährstoffversorgung. Düngen Sie die Kletterpflanze von Mai bis Oktober alle 2 Wochen. Im Beet liefern Kompost, Hornspäne, Pferdedung oder Guano die erforderliche Pflanzennahrung. Im Pflanzgefäß bietet sich Flüssigdünger für Blühpflanzen an, aufgrund der unkomplizierten Verabreichung.

Überwintern

Da eine Schwarzäugige Susanne bereits bei Temperaturen unter 15 Grad schlapp macht, plädieren wir für die einjährige Kultivierung. Verfügen Sie hingegen über reichlich Raumkapazität, können Sie das Experiment einer Überwinterung gerne wagen. Darauf ist zu achten:

  • Die Pflanze im Herbst auf 40-50 cm zurückschneiden
  • Einräumen in ein helles Winterquartier mit Temperaturen von 15-17 Grad Celsius
  • Soviel gießen, dass der Wurzelballen nicht austrocknet
  • Keinen Dünger verabreichen von November bis März/April

Bevor die überwinterte Thunbergia im Mai umzieht in den Garten oder auf den Balkon, topfen Sie um in frisches Substrat und einen etwas größeren Kübel.
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Schwarzaeugige susanne vermehren

Möchten Sie sich im nächsten Sommer wiederum an der üppigen Blütenpracht einer Thunbergia erfreuen, haben Sie die Wahl unter folgenden zwei Methoden der Vermehrung:

  • Von überwinterten Pflanzen im Februar/März Stecklinge schneiden und in magerem Substrat bewurzeln lassen
  • Im Herbst die Samen ernten, trocken aufbewahren und ab Februar im Haus aussäen

Es sei an dieser Stelle indes nicht verschwiegen, dass die Stecklings-Methode nur selten von Erfolg gekrönt ist. Die Aussichten auf eine gelungene Aussaat werden maßgeblich verbessert, wenn Sie zertifiziertes Saatgut aus dem Fachhandel verwenden.
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Schwarzaeugige susanne im Topf

Im Topf mit integrierter Rankhilfe erweist sich die Schwarzäugige Susanne als atemberaubender Sichtschutz auf dem sonnigen Balkon oder am geschützten Sitzplatz im Garten. Damit die Blütenpracht keine Wünsche offen lässt, wählen Sie als Substrat eine hochwertige Kübelpflanzenerde auf Kompostbasis und geben einige Handvoll Lavagranulat hinzu. Über dem Wasserablauf legen Sie einige Tonscherben aus als effektive Drainage gegen Staunässe. So pflanzen Sie eine Thunbergia richtig:

  • Den Topf über der Drainage bis auf halbe Höhe mit Substrat füllen
  • Mit der Faust eine Mulde anlegen, um den ausgetopften Wurzelballen hineinzusetzen
  • Die Erde auffüllen bis zum unteren Blattpaar, einen Gießrand frei lassen und angießen

Die unteren Ranken befestigen Sie an der Kletterhilfe, damit die Pflanze den Weg gen Himmel findet. Kontrollieren Sie täglich per Daumenprobe die Erde, um bei Trockenheit zu gießen. Von Mai bis Oktober verabreichen Sie alle 2 Wochen einen Flüssigdünger. Je konsequenter Sie verwelkte Blüten ausputzen, desto prachtvoller blüht die Schwarzäugige Susanne im Topf.

Ist Schwarzaeugige susanne giftig?

Die intensive Leuchtkraft ihrer Blüten weckt auf den ersten Blick den Verdacht, dass es sich bei der Schwarzäugigen Susanne um eine Giftpflanze handelt. Gut zu wissen, dass sich keinerlei toxische Stoffe in der Kletterpflanze befinden. Daher empfiehlt sich die dekorative Kletterpflanze für Gärten, in denen sich Kinder und Haustiere tummeln.
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Schwarzaeugige susanne blüht nicht

Kümmert die Schwarzäugige Susanne vor sich hin und lässt die Blütenpracht vermissen, stellen Sie im ersten Schritt die Standortbedingungen auf den Prüfstand. Einzig am sonnendurchfluteten Ort, geschützt vor kalten Winden und prasselndem Regen entfaltet die Kletterpflanze ihre Blüten. Erfüllt der Standort die wichtigsten Anforderungen, nehmen Sie die Pflege einmal unter die Lupe. Leidet eine Thunbergia unter Trockenstress oder Nährstoffmangel, verweigert sie empört die Blüte. Gießen Sie daher regelmäßig und düngen von Mai bis Oktober mit Kompost oder einem mineralischen Präparat.
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Gelbe Blätter

Gelbe Blätter an einer Schwarzäugigen Susanne deuten auf folgende Ursachen hin und können so behoben werden:

  • Zu kalkhaltiges Wasser: ab sofort mit gesammeltem Regenwasser gießen
  • Nährstoffmangel: von Mai bis Oktober alle 14 Tage düngen
  • Spinnmilben: die Pflanze wiederholt besprühen mit einem Mix aus 1 l Wasser und je 15 ml Schmierseife und Spiritus

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Wie kann ich die Schwarzäugige Susanne vorziehen?

Mittels Aussaat ziehen Sie die Schwarzäugige Susanne ab Februar hinter Glas vor. Auf diese Weise startet die Kletterpflanze im Mai mit einem vitalen Wachstumsvorsprung in eine blütenreiche Sommersaison. Weichen Sie die kugeligen Samen für 4-6 Stunden ein in lauwarmem Kamillentee, um ihre Keimfreudigkeit zu erhöhen. Anschließend gehen Sie in diesen Schritten vor:

  • Kleine Töpfe füllen mit Saaterde oder Torf-Sand
  • Darin jeweils 1-2 Samen maximal 1 cm tief einsetzen
  • Mit feiner Brause befeuchten und eine transparente Haube überstülpen

Am halbschattigen Fensterplatz oder im beheizbaren Zimmergewächshaus bei konstant 20-23 Grad Celsius sprießen nach 2-3 Wochen die ersten Keimblättchen. Die Abdeckung hat nun ihre Aufgabe erfüllt und wird entfernt. Halten Sie Ihre Zöglinge konstant leicht feucht, während sie emsig ein eigenes Wurzelsystem entwickeln. Bis Mitte Mai sind die Winzlinge zu kräftigen Jungpflanzen herangewachsen und werden ausgepflanzt.
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Schöne Sorten

  • Susi: Bezaubernde Sorte mit leuchtend orangefarbenen Blüten und dunklem Auge
  • African Sunset: Besonders wüchsige Kletterpflanze mit weinroten Blüten um ein schwarzes Auge
  • Susi White Black Eye: Prächtige Züchtung mit weißen Blüten und schwarzem Auge
  • Superstar Orange: Die Kletterpflanze macht ihrem Namen alle Ehre mit riesigen, orangefarbenen Blüten von Mai bis Oktober
  • Flower Sensation Gelb: Blütenreiche Sorte in gelb-schwarz, die eine Höhe von bis zu 2 Metern erreicht
Text: Paula Jansen

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