Schnittlauch säen

Schnittlauch direkt im Freien aussäen

Der vitaminreiche Schnittlauch ist unter vielen Namen bekannt: Die Botaniker bezeichnen ihn als Allium schoenoprasum, im Volksmund sind Namen wie Jakobszwiebel, Grusenich oder Binsenlauch verbreitet. Die Pflanze gehört zu den beliebtesten Küchenkräutern und in Frankreich sogar zu den so genannten "fines herbes". Meist wird Schnittlauch durch Teilung vermehrt, Sie können jedoch auch eigene Pflanzen aus den Samen ziehen.

Anzucht durch Aussaat nicht mit jeder Sorte

Diese Art der Anzucht ist allerdings recht kniffelig. Das liegt einerseits daran, dass nicht jede Schnittlauchsorte aus Samen erzüchtet werden kann – so mancher Schnittlauch lässt sich nur durch Teilung vermehren – und andererseits daran, dass eine Vermehrung durch Samen aufgrund von möglichen Mutationen generell nicht so einfach ist. Dazu kommt noch, dass Schnittlauch ein Kaltkeimer ist, d. h. er braucht Temperaturen von unter 18 °C, um überhaupt zum Keimen angeregt zu werden. Aus diesem Grund können Sie die Schnittlauchsamen ab etwa Mitte März bis Mitte April direkt ins Freie ausbringen, ein Vorziehen auf der Fensterbank ist nicht notwendig.

  • Bereiten Sie die ausgewählte Pflanzstelle gut vor.
  • Der Standort sollte möglichst halbschattig sein; die Erde locker, aber humusreich.
  • Graben Sie die Pflanzstelle gründlich um und entfernen Sie sämtliches Unkraut.
  • Achten Sie auch zukünftig darauf, die Pflanzstelle frei von jeglichem Unkraut zu halten.
  • Zerkleinern Sie eventuelle Erdbrocken und harken Sie die Fläche schön glatt.
  • Nun können Sie Vertiefungen in den Boden drücken, ca. zwei Zentimeter tief.
  • Verteilen Sie die Samen in die Vertiefungen, pro Meter etwa 300.
  • Schnittlauch ist ein Dunkelkeimer, d. h. Sie müssen die Samen mit Erde bedecken.
  • Halten Sie die Erde schön feucht, schützen Sie sie aber vor starkem Regen.

Die Samen keimen meist innerhalb von etwa 14 Tagen. Wollen Sie Schnittlauch dagegen im Topf ziehen, dann säen Sie wenige Samen in ein geeignetes Pflanzgefäß und stellen dieses auf den Balkon. Im Zimmer ist es dem Schnittlauch dagegen oft zu warm. Verwenden Sie Anzucht- oder Kräutererde für die Sämlinge.

Sämlinge pflegen

Die jungen Sämlinge sollten vor

  • starkem Regen
  • Frost
  • starker Sonneneinstrahlung
  • sowie Unkraut

geschützt werden. Achten Sie darauf, dass die Jungpflanzen nicht zu dicht stehen, denn das behindert das Wachstum und fördert die gefürchtete „Umfallkrankheit“. Dabei handelt es sich um eine von Pilzen verursachte Erkrankung, die durch einen Mangel an Licht und Luft begünstigt wird.

Tipps & Tricks

Sie können es sich auch einfacher machen – sofern Sie bereits eine Schnittlauchpflanze besitzen und diese vermehren wollen – und den Schnittlauch sich selbst aussäen lassen. Es genügt, einige Blüten ausreifen zu lassen – die später gereiften Samen fallen auf den Boden und überwintern dort. Im Frühjahr zeigen sich die Jungpflänzchen.

IJA

Beiträge aus dem Forum

  1. Ochs vorm Berg, verunsichert

    Habe ein 5mx3m Gemüsebeet den Herbst/Winter hindurch ausgehoben und bin nun fast fertig. Der ausgehobene Schotter füllt inzwischen die Schlaglöcher auf dem Weg über die Felder.

    Jetzt fehlt noch das mit am Wichtigste: die Erde.

    Nur da bin ich etwas ratlos.

    Ein Teil des Beetes ist bereits gefüllt, aber die Konsistenz dieser Erde erscheint so etwas von unpassend: wenn naß so zäh und naßgetränkt, dass da sicherlich keine Luft durchkommt. Habe mich beim Anpflanzen von Kartoffeln beim händischen Graben schon schwer getan (zu hoher Ton-Anteil).

    Tatsächlich ist das eine mir in ihren Anteilen nicht weiter bekannte Mischung aus Humus, Erde, die für den Rasen vorgesehen war (daher mit vielen Sandanteilen?) sowie Erde, die ich bei Süderde gezielt für 's Beet gekauft hatte. Die hatten mir dort damals zwei unterschieldiche Erden zur Auswahl gestellt und ich hab'e eine genommen. Die Rechnungen hab' ich natürlich nicht mehr. :-)

    Kann ich meine bestehende Erde analysieren lassen und mit einer richtig gemischten Erde ergänzen? Wäre schade sie zu entsorgen ohne verlässlich zu wissen, das sie das unbedingt sein muss.

    inkatron

  2. Was ist das?

    Hallo, ich habe ein strauchartige Pflanze gekauft und leider den Namen vergessen, der mir genannt wurde. Sie blüht gelb und soll eine Heilpflanze sein. Weiß wer, wie sie heißt? Vielen Dank!

  3. Minze oder Pfefferminze?

    Ist das (Foto unten) eine Minze oder eine Pfefferminze? Ich habe mich schon immer gefragt, wo die Unterschiede liegen. Weiß das jemand? Welche Merkmale unterscheiden die beiden und woran kann man sie erkennen?

  4. Was hat meine Minze?

    Hallo,
    meine Minze hat weiße Flecken auf den Blättern und zwar schon eine ganze Weile. Was ist das und woran kann das liegen? Was kann ich dagegen tun?
    Lieben Dank im Voraus!

  5. Zitronenbäumchen gießen

    Liebe Gartengemeinde,
    um unsere sonnige Loggia zu schmücken, haben wir uns ein Zitronenbaümchen zugelegt.
    Auf mehreren Internetseiten habe ich gelesen, dass diese nur mit kalkfreiem Wasser gegossen werden sollen.
    Auf dem Begleitzettel an der Pflanze steht jedoch genau das Gegenteil:
    "Tipp vom Gärtner: Verwenden Sie kein zu weiches Wasser (Regenwasser), da Zitruspflanzen durchaus auch Kalk benötigen! Mittelhartes Wasser ist ideal (mind. 15 Grad deutscher Härte)"
    Laut unserer Wasserversorgung haben wir weiches Wasser (5 Grad Härte).
    Kann ich also Leitungswasser zum Gießen verwenden???
    Wer weiß Rat?