Womit kann man Schnittlauch düngen?

Kräuter richtig zu düngen, ist eine Kunst. Die meisten Küchenkräuter brauchen eher wenige Nährstoffe, weshalb regelmäßiges Düngen eher nicht angezeigt ist. Nicht so beim Schnittlauch: Das beliebte Lauchgewächs hat einen recht hohen Nährstoffbedarf und sollte daher nicht nur auf humosem Boden stehen, sondern außerdem mit zusätzlichen Nährstoffen versorgt werden.

Schnittlauch düngen

Organische Düngemittel bevorzugen

Küchenkräuter werden in erster Linie zum Verzehr angebaut und sollten daher mit so wenig Chemie wie möglich in Berührung kommen. Das gilt ganz besonders für den Schnittlauch, wird dieser doch meist roh gegessen. Der hohe Nährstoffbedarf dieses Krauts lässt sich jedoch ganz leicht auch ohne teure synthetische Dünger aus dem Gartencenter decken. Reifer Kompost – dieser ist dunkelbraun, eher krümelig und hat einen angenehm erdigen Geruch – sowie Stallmist (Vorsicht bei Hühner- oder Taubenmist, dieser ist besonders stickstoffhaltig und daher nur mäßig zu verwenden) und Hornspäne sind optimal, um die Pflanze zu Beginn der Wachstumsperiode im Frühjahr damit zu versorgen. Im Laufe des Sommers können Sie einen biologischen Flüssigdünger für Gemüse verwenden.

Küchenabfälle zum Düngen verwenden?

Vielleicht haben Sie diesen Tipp schon einmal von Ihrer Großmutter gehört: Zum Düngen von Kräutern eignen sich bestimmte Küchenabfälle hervorragend. Eierschalen etwa brauchen Sie nicht wegzuwerfen, stattdessen können Sie sie zerstoßen und im Gießwasser auflösen. Sie sind ein prima Dünger für kalkhungrige Pflanzen. Auch Kaffeesatz eignet sich gut für Schnittlauch, es handelt sich um einen milden Dünger, der einfach in die Erde eingearbeitet wird. Allerdings sollten Sie mit Kaffeesatz sehr sparsam umgehen, denn er macht die Erde sauer – Schnittlauch aber braucht einen eher alkalischen pH-Wert.

Schnittlauch düngen im Garten und im Topf

Grundsätzlich müssen in den Garten ausgepflanzte Kräuter deutlich seltener gedüngt werden als Topfpflanzen – allerdings ist das auch stark abhängig davon, wie lange der Schnittlauch schon in der betreffenden Erde steht. Topfschnittlauch, der einmal jährlich umgetopft wird, braucht in der Regel keinen Dünger – handelsübliche Erde ist kräftig vorgedüngt, so dass eine zusätzliche Versorgung nicht notwendig wird. Wird die Pflanze dagegen nicht regelmäßig umgetopft bzw. steht schon seit einigen Jahren an derselben Stelle im Garten, ist eine Düngung etwa alle drei bis vier Wochen angezeigt. Dafür können Sie speziellen Kräuterdünger oder flüssigen Gemüsedünger verwenden.

Tipps & Tricks

Statt Flüssigdünger können Sie auch organische Langzeitdünger – so genannte Düngerpellets – nutzen. Diese werden im Frühjahr einfach in die Erde eingearbeitet und geben Nährstoffe in regelmäßigen Abständen ab – so können Sie das Düngen nicht vergessen und Ihre Pflanzen sind versorgt.

IJA

Text: Ines Jachomowski

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