Maßnahmen zum Fernhalten von Schnecken

Schnecken sind für viele Hobbygärtner eine Plage, denn sie machen sich über den mühselig herangezogenen Gemüsegarten her und hinterlassen kahl gefressene Stängel. Einige Maßnahmen sind wichtig, damit es erst gar nicht zur Ausbreitung kommt.

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Es gibt verschiedene Methoden, Schnecken fernzuhalten

Beete umgraben

Viele Schnecken überwintern im Eistadium. Ein Gelege kann aus mehr als 100 Eiern bestehen. Diese befinden sich dort, wo ein feucht-warmes Mikroklima herrscht. Graben Sie Ihre Beete im späten Herbst nach den ersten Frösten um, sodass die Eigelege frei liegen. Wiederholen Sie die Maßnahme im Frühjahr, nachdem sich der Boden erwärmt hat. So werden die Schneckeneier zur leichten Beute für Vögel und Amphibien.

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Richtige Gießen

Pflanzen, die besonders durch Schneckenfraß gefährdet sind, sollten nicht am Abend gegossen werden. Auch eine flächige Bewässerung ganzer Beete ist suboptimal, da sich bei feuchten Bedingungen vermehrt Schnecken im Garten ansiedeln. Sie finden hier einen optimal zugänglichen Lebensraum vor. Gießen Sie die Gewächse alle zwei bis drei Tage einzeln und durchdringend am frühen Morgen.

Absammeln

Die Spanische Wegschnecke lässt sich nicht von Trockenheit beeinträchtigen und hat wegen ihrer starken Schleimabsonderung kaum Fressfeinde. Um diese unerwünschten Besucher loszuwerden, sollten Sie feuchte Rückzugsorte zum Anlocken verwenden. Kontrollieren Sie die Verstecke abends und morgens und sammeln Sie die Schnecken ein. Suchen Sie auch unter großen Blättern von Rhabarber und Kürbissen nach den gefräßigen Weichtieren.

Das sind ideale Verstecke:

  • alte Holzlatten
  • umgedrehte Blumentöpfe
  • Hälften von Orangenschalen
  • kaputte Dachziegel

Hilft Kaffee?

Forscher des US-amerikanischen Department of Agriculture haben im Jahr 2002 eine Studie durchgeführt, in welcher die Wirkung von Kaffee auf Schnecken untersucht wurde. Sie kamen zum Ergebnis, dass Kaffeelösungen mit einem Mindestgehalt von 0,1 Prozent Koffein abschreckend auf die Weichtiere wirkt. Das entspricht etwa dem Koffeingehalt eines Espresso. Diese Lösung wurde direkt auf die Pflanzen gesprüht. Viele Tiere zeigten sich dennoch unbeeindruckt. Erst die 20fache Dosis hält sie erfolgreich von Salat und Gemüse fern.

Tipps

Wenn Sie keine alternative Verwendung für abgestandenen Kaffee haben, besprühen Sie Ihre Nutzpflanzen damit. Es schadet ihnen nicht und wirkt kurzzeitig gegen unerwünschte Besucher.

Text: Christine Riel
Artikelbild: lantapix/Shutterstock

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