Die Schafgarbe: essbar oder giftig?

Im Gegensatz zu einigen vermeintlichen Doppelgängern in der Natur ist die Schafgarbe (Achillea millefolium) aus der Natur oder dem Garten durchaus essbar. Allerdings sollten Sie bei wild gesammelten Exemplaren darauf achten, dass diese frei von Belastungen und Verschmutzungen mit Tierexkrementen sind.

Schafgarbe Tee
Die Schafgarbe kann u.a. zu Tee verarbeitet werden

Die Schafgarbe als Heilmittel verwenden

Als Heilmittel wird die Schafgarbe schon seit der Antike verwendet, um Blutungen zu stillen und Krampfbeschwerden zu lindern. In vielen Klostergärten wird die Schafgarbe schon seit Jahrhunderten angebaut, um daraus Tinkturen, Teemischungen, Liköre und Badezusätze herzustellen. Besondere Heilwirkungen werden der Schafgarbe insbesondere bei den folgenden Beschwerden nachgesagt:

  • unregelmäßiger Menstruationszyklus (daher der Name “Jungfernkraut)
  • Krampfbeschwerden im weiblichen Unterleib
  • Verdauungsstörungen
  • Nasenbluten

Sie sollten allerdings von einem Einsatz als Naturheilmittel absehen, wenn Sie wissen, dass Sie empfindlich auf Korbblütler reagieren.

Blüten und Schafgarbenblätter in der Küche verwenden

Obwohl wie bei vielen Nahrungsbestandteilen auch bei der Schafgarbe von einem übermäßigen Konsum abzuraten ist, kann die vielseitige Pflanze auch in der ganz normalen Küche als Geschmacksträger und gesunde Nahrungsergänzung verwendet werden. Aufgrund der relativ widerspenstigen Stiele sollten Sie für die Ernte der Blüten nach Möglichkeit eine Schere verwenden. Da diese in frischem Zustand recht zäh sind, werden die Blüten in der Regel getrocknet und für die Zubereitung von Kräutersalz und als Würze an Tomatengerichten verwendet. Die Blätter der Schafgarbe werden aufgrund ihrer feingliedrigen Struktur auch gerne als Einlage für Suppen verwendet.

Essbare Dekoration am Esstisch aus Schafgarben

Es ist mittlerweile zu einem richtiggehenden Küchentrend geworden, farbenfrohe Blüten als Bestandteile sommerlicher Gerichte zu verwenden. Achten Sie allerdings darauf, nur wirklich essbare und ungiftige Blüten für die Dekoration von Essen zu verwenden. Wenn Sie Teller und Speisen mit Blüten von Kapuzinerkresse, Schafgarbe oder ähnlich bewährten Pflanzen garnieren, so sieht dies nicht nur toll aus, sondern die Blüten können auch mitgegessen werden.

Tipps

Die Blätter der Schafgarbe werden auch von vielen Tieren gerne gefressen. So gilt die Schafgarbe beispielsweise für die meisten Meerschweinchen und Kaninchen als wahrer Leckerbissen. Probieren Sie einfach aus, ob Ihr Schützling auf Schafgarben anspricht und füttern Sie diese frisch aus dem eigenen Garten oder in der Natur geerntet.

Text: Alexander Hallsteiner

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