Die Schafgarbe im Garten: winterhart und anspruchslos

Die Schafgarbe (Achillea millefolium) ist laut der Botanik ein sogenannter Kosmopolit, da die sehr anpassungsfähige Pflanze mit ihren vielen Unterarten fast über den ganzen Globus verteilt vorkommt. Da die Schafgarbe nicht nur mehrjährig, sondern auch problemlos winterhart ist, ist sie bei vielen Staudengärtnern sehr beliebt.

Schafgarbe Frost
Frost macht der Schafgarbe gar nichts aus

Die Schafgarbe perfekt auf den Winter vorbereiten

Die Schafgarbe schätzt Standorte mit viel Sonne und einen feuchten, aber durchlässigen Boden. In Bezug auf den pH-Wert sind Schafgarben relativ tolerant. Während viele Gärtner die Schafgarbe vor dem Winter bis auf etwa 10 Zentimeter Höhe zurückschneiden, lassen andere die getrockneten Blütenstände der Schafgarbe über den Winter als natürliche Dekoration im Staudenbeet stehen. Solange es sich um trockenes und nicht für Fäulnis anfälliges Pflanzenmaterial handelt, können die Schafgarben auch erst mit dem Neuaustrieb im Frühjahr geschnitten werden. In Wintermonaten mit Kahlfrösten sollte an frostfreien Tagen ab und zu sparsam gewässert werden, damit die Wurzeln der Schafgarbe im Boden nicht zu sehr austrocknen.

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Vor und nach dem Winter nur sparsam düngen

Im Allgemeinen benötigt die Schafgarbe als genügsame Pflanze kaum zusätzlichen Dünger, wenn ihr ein durchschnittlich nährstoffhaltiges Pflanzsubstrat zur Verfügung steht. Im Herbst und Frühjahr können Sie den Boden im Staudenbeet mit einer sparsamen Beimischung von abgelagertem Kompost verbessern. Werden Schafgarben zu intensiv gedüngt, neigen Sie zu einem sehr langgezogenen Wachstum der Pflanzenstiele. Das macht die Pflanzen weniger stabil und anfällig für ein Umknicken bei starken Windböen.

Vorräte der Schafgarbe für den Winter trocknen

Die gesunde Wirkung der essbaren Schafgarbe können Sie im Sommer durch das Verkochen frischer Triebspitzen oder das Auspressen des Safts genießen. Sie müssen aber auch im Winter nicht darauf verzichten, wenn Sie sich rechtzeitig einen Wintervorrat in Form getrockneter Blüten, Blätter oder Tinkturen auf alkoholischer Basis anlegen. Die traditionelle Heilpflanze hilft beispielsweise bei den folgenden Beschwerden:

  • Verdauungsbeschwerden
  • unregelmäßger Menstruationszyklus
  • Nasenbluten

Dosieren Sie Tees und Tinkturen aber nur sparsam, da es bei erhöhtem Konsum zu Hautreizungen kommen kann.

Tipps

Bei den doldenartigen Blütenständen der Schafgarbe handelt es sich um Scheindolden, da die Pflanze eigentlich zu den Korbblütlern gehört. Seien Sie deshalb bei der Pflanzung und beim Verzehr vorsichtig, wenn Sie auf Korbblütler allergisch reagieren.

Text: Alexander Hallsteiner

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