Sanddorn im Garten – dekorativ und anspruchslos

Die Wenigsten können von sich behaupten, Sanddorn im Garten zu haben. Dabei ist dieses Wildobstgehölz äußerst zierend, besitzt essbare Früchte und ist im Bezug auf Standort und Pflege anspruchslos. Gründe, sich einmal näher mit ihm als Gartenpflanze zu befassen...

Sanddorn Garten

Sein Wert als Zier- und Nutzgehölz

Sanddorn ist das ganze Jahr über dekorativ. Wenn es nicht seine leuchtend orangegelben Beeren sind, die vom Spätsommer bis zum Winter präsent sind, ist es sein silbrig-grünes Laub, das hübsche Akzente in die Gartenwelt setzt.

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Neben seinem Zierwert überzeugt der Sanddorn als Nutzpflanze. Seine Beeren sind essbar und zählen zu den vitaminreichsten Früchten überhaupt. Achten Sie darauf, mindestens ein männliches und ein (besser zwei) weibliches Exemplar anzupflanzen.

Ideale Standorte im Garten

Dort, wo es vollsonnig und warm ist, fühlt sich Sanddorn wie Zuhause. Er braucht aufgrund seiner Wuchshöhe von bis zu 6 m und Wuchsbreite von bis zu 4 m viel Platz und sollte im Garten nicht unter Bäume gepflanzt werden. Zudem legt er Wert auf einen tiefgründigen Boden, der einen leicht sauren pH-Wert und eine lockere Struktur aufweist.

Passende Standorte finden sich beispielsweise an Zaunbereichen, Hecken, im Hintergrund und auf Rasenflächen. Mit den Jahren entwickelt sich der Sanddorn zu einem wirkungsvollen und natürlichen Sichtschutz. Zugleich kann er als Windschutz und zum Befestigen des Untergrunds dienen. Nicht zuletzt stellt er ein wertvolles Vogelnähr- und Schutzgehölz dar. Kombinieren lässt er sich gut mit:

  • Aronia
  • Holunder
  • Eberesche
  • Hundsrose
  • Schlehe
  • Weißdorn

Welche Pflege ist notwendig?

Gegenüber Krankheiten und Schädlingen erweist sich Sanddorn als robust. Zudem beansprucht er keine zeitraubenden Pflegeprozeduren wie andere Gehölze im Garten. Er kommt im Alter zum Großteil auf sich allein gestellt zurecht.

Das Gießen kann ab dem 2. Standjahr vernachlässigt werden. Ebenso erübrigt sich eine Düngergabe, da Sanddorn auf nährstoffarmen Substraten gedeiht. Einzig ein Schnitt sollte alle zwei bis drei Jahre durchgeführt werden.

Tipps & Tricks

Vorsicht: Sanddorn bildet mit einer Vorliebe Wurzelausläufer aus, mit denen er Wegplatten und Pflastersteine anhebt. Pflanzen Sie ihn nicht direkt neben Gehwege und wählen Sie lieber Zuchtsorten, da sich die Wildart stärker ausbreitet.

Text: Anika Gütt

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