Das Echte Salomonssiegel: Welche Pflanzenteile sind giftig?

Das Salomonssiegel ist zwar giftig, schaut aber auch auf eine lange Geschichte als Heilpflanze zurück. Im Folgenden erfahren Sie, welche Pflanzenteile besonders giftig sind und welche Symptome auftreten sowie mehr über die Verwendung vom Salomonssiegel als Heilpflanze.

Salomonssiegel Beeren giftig
Die Beeren des Salomonssiegel sind besonders giftig

Die Gifte im Salomonssiegel und ihre Wirkungen

Beim Echten Salomonssiegel (Polygonatum odoratum) verteilen sich Gifte wie Saponine, Chelidonsäure und Homoserinlacton hauptsächlich auf die Blätter und die stark giftigen Beeren, die sich nach der Blüte der weißlichen Glöckchen bilden. Bei einem versehentlichen Verzehr kommt es in erster Linie zu den folgenden Symptomen:

  • Übelkeit
  • Erbrechen
  • Durchfallerkrankungen

Die Verwendung des Salomonssiegels in der traditionellen Naturmedizin

In vielen Kulturen wurde das Echte Salomonssiegel schon vor Jahrhunderten als wichtige Heilpflanze bei diversen Beschwerden eingesetzt. Allerdings werden hierfür wie auch für den Verzehr als spargelähnliches Gemüse nur die ungiftigen Wurzeln genutzt. Wurde das Salomonssiegel in der Antike noch für die Behandlung von Gesichtsflecken und bei Erkrankungen des Bewegungsapparats eingesetzt, so waren später zahlreiche Anwendungsgebiete rund um die Heilung von Blutergüssen, Menstruationsbeschwerden und Hustenerkrankungen üblich. Eine Anwendung von Pflanzenteilen von Standorten im Garten sollte nur bei einer gesicherten Identifikation der Pflanzenart und einem entsprechenden Fachwissen erfolgen.

Tipps

Sofern Ihr Garten nicht als unbeaufsichtigter Spielplatz für kleine Kinder dient, sollten Sie die auch optisch reizvollen Beeren durchaus am Salomonssiegel hängen lassen. Sie stellen trotz Ihrer auf den Menschen giftigen Wirkung eine wichtige Futterquelle für diverse Vogelarten dar.

Text: Alexander Hallsteiner

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