Anspruchsloser Rotschwingel perfekt für Rasen auf mageren Böden

Ein guter Rasen besteht nicht einfach nur aus "Gras". Stattdessen gibt es für jeden Standort, Boden und Nutzungsgrad die passende Mischung verschiedener Gräser. Sowohl für Zier- als auch Landschaftsrasen wunderbar geeignet sind die verschiedenen Rotschwingelgräser, wovon es horst- sowie ausläuferbildende Arten in über 100 verschiedenen Sorten gibt. Unschlagbar ist Rotschwingel auf mageren Böden, auf denen sonst kaum ein anderes Gras wachsen mag.

Rotschwingel Wiese
Rotschwingel gedeiht auch auf sehr mageren Böden

Rotschwingel ist äußerst genügsam

Rotschwingel ist äußerst genügsam und äußerst winterhart. Diese Gräserart gedeiht problemlos auf sehr kargen Böden und muss zudem nicht gedüngt werden. Zwar gilt diese Gräserart als düngerfreundlich, sollte allerdings nicht allzu sehr mit Nährstoffen verwöhnt werden – anderenfalls können konkurrierende Arten befördert werden. Außerdem wächst Rotschwingel sehr gut auch in eher schattigen Lagen. All diese Eigenschaften lassen den Rotschwingel perfekt für Lagen erscheinen, an denen eine Rasensaat eigentlich nicht möglich scheint.

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Unterscheidung verschiedener Rotschwingel-Arten

Für eine Rasensaat eignen sich vor allem die horstbildenden, sehr dicht wachsenden Sorten. In der Landwirtschaft, etwa für das Einsäen von Grünland oder als Viehweide, wird hauptsächlich Ausläuferrotschwingel (Festuca rubra rubra) eingesetzt.

Horstrotschwingel (Festuca rubra commutata)

Der sehr feine und dichtwüchsige Horstrotschwingel findet Verwendung für Zier- und Kräuterrasen, für Wiesen und Gebrauchs

  • und Landschaftsrasen. Er ist nur mäßig belastbar (und somit nicht für Sport- und Spielrasen geeignet), wächst aber dafür auch an halbschattigen und sonst wie problematischen Standorten.

Rotschwingel mit kurzen Ausläufern (Festuca rubra trichophylla)

Auch dieser Rotschwingel ist nur mäßig belastbar, aber dafür sehr anspruchslos und vielseitig verwendbar.

Ausläuferrotschwingel (Festuca rubra rubra)

Der Ausläuferrotschwingel wird hauptsächlich für Grünland, Wiesen und Viehweiden in problematischen Lagen eingesetzt.

Auch sehr gut für Viehweide und Grünland geeignet

Zwar besitzt der Rotschwingel nur einen mäßigen Nährwert, ist aber sehr bissverträglich (ebenso wie die anderen Arten in herkömmlichen Rasen auch problemlos sehr kurz gehalten werden können) und stellt keinerlei Ansprüche an Standort, Boden und Pflege. Düngung sowie Wässerung ist im Grunde überflüssig, zudem bevorzugt die Pflanze eher karges Substrat – perfekt für bergige Lagen, Trockengebiete und nährstoffarme Böden, auf denen hochwertigeres Futtergras nicht wächst.

Tipps

Neben dem Rotschwingel werden auch andere Festuca-Arten für Landschafts- und Gebrauchsrasen verwendet; beispielsweise der Gemeine Schaf-Schwingel (Festuca ovina) sowie der Raublättrige Schwingel (Festuca trachyphylla), die vor allem in sehr trockenen Lagen gedeihen.

Text: Ines Jachomowski

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