Rotklee-Sprossen ziehen und verarbeiten

Die Sprossen des Rotklees sind aus der Naturküche nicht wegzudenken. Sie enthalten viele gesunde Nährstoffe und passen wegen ihres milden Geschmacks zu Salaten und Suppen. Die Anzucht im Keimgerät ist denkbar einfach. So ziehen Sie Rotklee-Sprossen selbst.

Wiesenklee Sprossen
Rotklee-Sprossen sind lecker und gesund

Die richtige Keimsaat kaufen

Saatgut für Rotklee gibt es in zwei verschiedenen Varianten. Einmal gibt es Samen für den großflächigen Anbau, zum Beispiel für die Rotkleevermehrung oder Gründüngung. Diese Samen sind für Sprossen nicht geeignet.

Kaufen Sie spezielles Saatgut, das nicht nur in Reformhäusern, sondern auch online erhältlich ist.

Haben Sie Rotklee im Garten, können Sie versuchen, Samen zu gewinnen. Das Saatgut ist aber nicht immer sortenrein und deshalb nur bedingt für die Sprossenzucht nutzbar.

So gesund sind die Sprossen des Rotklees

Die Sprossen sind sehr eiweißhaltig und deshalb im Rahmen von Diäten gut geeignet. Außerdem enthalten sie Gerbstoffe, die Vitamine A und E sowie Mineralstoffe und Spurenelemente.

Zu große Mengen der Sprossen sollten empfindliche Menschen nicht zu sich nehmen. Rotklee kann zu Verdauungsstörungen wie Durchfall führen. Allergien kommen gelegentlich vor.

Samen für Sprossen aussäen

Zum Keimen der Sprossen nutzen Sie am besten Keimgerät. Auch im Kressesieb funktioniert die Anzucht. Beim Aussäen von Rotklee in Keimgläsern besteht die Gefahr, dass die Keimlinge vorzeitig faulen.

  • Samen einweichen
  • im Keimgerät oder Kressesieb aussäen
  • zweimal pro Tag wässern
  • nach 6 – 8 Tagen ernten

Rotklee-Sprossen verwenden

Sobald die Rotklee-Sprossen hoch genug sind, schneiden Sie sie mit einer Gemüseschere ab. Verwenden Sie sie möglichst frisch und vor allem roh. Beim Kochen gehen zu viele der wertvollen Inhaltsstoffe verloren.

Genießen Sie die Sprossen direkt auf dem Butterbrot. Außerdem lassen sich damit Salate und Gemüsesuppen verfeinern. Wenn Sie Sprossen in Gemüsegerichten servieren möchten, geben Sie sie ganz kurz vor Ende der Garzeit bei und lassen sie möglichst nicht mitkochen.

Tipps

Rotklee wird für die Viehfütterung in großem Stil angebaut. Auch als Gründüngung wird die Pflanze auf Äckern angesät. Im Garten ist das nicht ratsam, da sich die Pflanzen nur schwer wieder entfernen lassen.

Text: Sigrid Hestermann

Melde Dich für unseren Newsletter an

Erhalten Sie den monatlichen Gartenjournal Newsletter in Ihr E-Mail Postfach. Abmelden ist jederzeit möglich.