Zum Leben erweckt – Kichererbsen richtig keimen

Kichererbsen zum Keimen zu bringen ist keine Zauberkunst, sondern nur die Frage von Geduld und einer Portion Hintergrundwissen. Hier lesen Sie ganz konkret, wie Sie dabei vorgehen sollten.

Kichererbsen keimen

Geeignete Methoden zum Keimen für Kichererbsen

Zum Keimen von Kichererbsen können spezielle Keimgeräte oder Keimgläser dienen. Die Keimgeräte lohnen sich in der Anschaffung nur dann, wenn Sie regelmäßig Keime und Sprossen ziehen möchten, denn sie nehmen viel Platz ein und sind relativ kostenintensiv im Vergleich zu Keimgläsern.

Eine andere und wesentlich kostengünstigere Variante sind saubere Einmachgläser ohne Deckel. Ein solches Glas sollte zum Keimen von Kichererbsen mindestens 400 ml umfassen. Das Glas wird oben mit einem Stück feinmaschigen Gardinennetz umspannt und mit einem Gummi fixiert.

Für die dritte und noch einfachere Methode brauchen Sie lediglich eine kleine Schale und ein Sieb. In der Schale werden die Kichererbsen eingeweicht und aufbewahrt und durch das Sieb werden sie gespült.

Langes Einweichen – unerlässlich zum Keimen von Hülsenfrüchten

Zuerst werden die getrockneten Kichererbsen in lauwarmem Wasser eingeweicht. Dies sollte für mindestens 12 und maximal 18 Stunden erfolgen. Kichererbsen, die während der Einweichzeit oben schwimmen, werden aussortiert und weggeschmissen.

Und jetzt? Warten bis die Kichererbsen Lebensgeister zeigen

Nach dem Einweichen werden die Kichererbsen nun jeden Tag zwei bis dreimal gespült. Im Idealfall befinden sie sich an einem hellen Ort und die Umgebungstemperatur liegt bei 20 °C. Nach drei Tagen sind die Keime 0,5 bis 1 cm lang, gut zu sehen und die Prozedur kann für beendet erklärt werden.

Kichererbsenkeime schmecken und sind vielseitig einsetzbar!

Es ist nicht nur der Nährstoffgehalt, der durch den Keimprozess rapide ansteigt. Der Geschmack verändert sich außerdem. Im gekeimten Zustand schmecken die Kichererbsen nussig, mild und leicht süßlich. Sie können sie unter anderen verwenden für:

  • Salate
  • Suppen
  • Saucen
  • zum Weiterverarbeiten zu Hummus
  • oder um die Keime später auf dem Balkon oder im Garten anzubauen

Tipps & Tricks

Da Kichererbsen im rohen und ungekeimten Zustand giftig sind, sollte die Keimdauer mindestens 3 Tage betragen. In dieser Zeit wird der schädliche Stoffe namens Phasin abgebaut und die Kichererbsen sind besser verdaulich. Länger als vier Tage sollten sie nicht keimen, da sie sonst bitter schmecken.

KKF

Text: Burkhard
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