Rote Johannisbeere Hochstamm erziehen
Die Rote Johannisbeere lässt sich problemlos zum Hochstamm erziehen

Eine Hochstamm-Johannisbeere richtig schneiden

Johannisbeeren, die als Hochstamm gezogen werden, haben einige Vorteile. Die Beeren lassen sich leicht im Stehen ernten. Der Strauch nimmt nicht soviel Platz weg - und dekorativ ist ein Hochstamm allemal. Damit er seine Form behält, müssen Sie ihn regelmäßig schneiden. So wird's gemacht!

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Warum müssen Johannisbeeren als Hochstamm geschnitten werden?

Es gibt mehrere Gründe, warum Sie Hochstamm-Johannisbeeren regelmäßig schneiden müssen:

  • Formschnitt
  • Altholz entfernen
  • auslichten
  • kranke Triebe abschneiden
  • Triebe vom Hochstamm schneiden

Rote Johannisbeeren tragen ihre Früchte am zwei- und dreijährigen Holz. Ältere Äste sind daher überflüssig. Sie fallen bei einem Rückschnitt der Schere zum Opfer.

Durch den Rückschnitt regen Sie die Johannisbeere dazu an, weitere Triebe zu bilden. Die Krone des Hochstamms wirkt dadurch kompakter.

Die beste Zeit zum Schneiden von Hochstamm-Johannisbeeren

Rote Johannisbeeren schneiden Sie am besten im zeitigen Frühjahr, bevor der Strauch austreibt.

Manche Gärtner empfehlen, Rote Johannisbeeren direkt nach der Ernte zu schneiden. Bei Hochstämmchen ist das nicht ratsam, da Sie den Strauch in Form halten möchten.

Wie wird der Johannisbeer-Hochstamm geschnitten?

Entfernen Sie das Altholz an der Basis und lassen Sie nur junge Triebe stehen. Mehr als acht bis zwölf starke Jungtriebe sollten nicht am Hochstamm sitzen.

Wie lang die Triebe sein müssen, hängt auch von der Sorte ab. Wenn Sie nicht wissen, welche Hochstämmchen-Sorte Sie im Garten ziehen, lassen Sie sich von einem versierten Gärtner beraten.

Neben dem Altholz schneiden Sie alle Triebe ab, die durch die Krone verlaufen oder nach unten zeigen. Zum Schluss kürzen Sie alle Zweige, die das Gesamtbild des Johannisbeer-Hochstamms stören. Diese Arbeit dürfen Sie auch im Herbst noch einmal erledigen.

Hochstamm von Seitentrieben befreien

Aus dem Hochstamm wachsen häufig Seitentriebe heraus. Diese schneiden Sie umgehend ab. Nur so kann der Hochstamm seine Form behalten.

Hochstämmchen-Kronen werden fast immer veredelt. Die Veredelungsstelle sitzt in der Regel direkt unter der Krone. Die darunter wachsenden Seitentriebe sind nicht sortenecht. Es wachsen daran keine Beeren, sondern allenfalls Früchte der Veredelungs-Unterlage.

Tipps

Neben der Hochstamm-Johannisbeere sprießen gelegentlich Triebe aus dem Boden, sogenannte Wasserschosser. Diese sollten Sie immer gleich abschneiden. Aus ihnen entwickeln sich nur schwächliche Sträucher, die wenig Früchte tragen.

Text: Sigrid Hestermann

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