Die Merkmale der Rotbuche

Der am häufigsten vorkommende Laubbaum Europas ist die Rotbuche. Sie wächst vorwiegend in Wäldern und wird aber auch gern in Parks und Gärten gezogen. Rotbuchen verfügen über einige charakteristische Merkmale, die eine eindeutige Baumbestimmung ermöglichen.

Rotbuche Eigenschaften
Die Rotbuche trägt nicht immer rote Blätter

Wichtige Merkmale der Rotbuche

  • Stamm: glatt, kaum genarbt, bis 2 Meter Durchmesser
  • Rinde: silbrig grau
  • Blätter: grün, im Herbst gelb
  • Blattform: eiförmig, am Rand leicht gesägt
  • Höhe ausgewachsen: bis 40 Meter
  • Kronenform: rundförmig, ausgeprägt, gleichmäßig
  • Knospen: braun, circa 2 Zentimeter lang
  • Blüten: unscheinbar, einhäusig

Rotbuchen, die mitten im Wald stehen, haben einen sehr glatten Stamm, bei dem die Krone erst in mehreren Metern Höhe ansetzt.

Steht die Rotbuche einzeln im Park oder Garten, befinden sich auch am unteren Stamm Äste. Freistehende Bäume schützen durch die belaubten Seitenäste den Stamm vor zu starker Sonnenbestrahlung und Wind.

Warum trägt eine Rotbuche grüne Blätter?

Trotz ihres Namens tragen Rotbuchen grüne Blätter. Der Name Rotbuche ist auf das rötliche Holz zurückzuführen.

Es gibt auch Rotbuchen mit roten Blättern. Dabei handelt es sich dann um eine Blutbuche. Ihre Blätter enthalten sehr viel roten Farbstoff, der den Anteil der grünen Farbstoffe überlagert. Diese Buchenart ist eine Mutation.

Im Herbst verfärben sich die Blätter von Rotbuche und Blutbuche zu einem leuchtenden Orangerot. Im Gegensatz zu anderen Laubbäumen bleibt das Laub der Rotbuche oft bis zum nächsten Jahr am Baum hängen.

Rotbuchen sind ein begehrtes Nutzholz

Das Holz von Rotbuchen wird für vielerlei Zwecke verwendet:

  • Möbelbau
  • Instrumentenbau
  • Holzkohle
  • Räucherholz
  • Brennholz

Buchenholz enthält wenig Feuchtigkeit, sodass es auch problemlos im Kamin verbrannt werden kann.

Die Früchte der Rotbuche sind leicht giftig

Bucheckern heißen die Früchte der Rotbuche. Sie enthalten die Giftstoffe Fagin und Oxalsäure, die für den Menschen und auch für Pferde giftig sind.

In Notzeiten wurden Bucheckern allerdings auch gegessen. Wenn die Früchte geröstet oder anders erhitzt werden, bauen sich die Giftstoffe ab, sodass die Bucheckern keine Vergiftungserscheinungen mehr auslösen.

Tipps

Hainbuchen sehen Rotbuchen sehr ähnlich. Sie lassen sich daran erkennen, dass sie in der Natur wesentlich kleiner sind. Auch die Blattform und der Stamm unterscheiden sich von der Rotbuche.

Text: Sigrid Hestermann

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