Rosen und Lavendel
Rosen und Lavendel sind ein schönes Paar

Wie sollte ein Rosenbeet mit Lavendel gestaltet sein?

Lavendel stammt aus dem Mittelmeerraum und kam schon im Mittelalter über die Alpen nach Nordeuropa. Hier hat sich die hübsch rosa oder violett blühende, stark duftende Pflanze schnell etabliert, so dass sie bevorzugt mit Rosen schon in Klostergärten zusammen gepflanzt wurde - übrigens wie andere mediterrane Kräuter, zu denen u. a. Salbei, Oregano und Thymian gehören, auch. Allerdings ist diese Kombination keine ganz unkomplizierte.

Lavendel ist klassischer Rosenbegleiter

Lavendel und Rosen gehören schon seit Jahrhunderten zusammen und das hat auch einen guten Grund: Die intensiv duftenden ätherischen Öle des Krauts halten Blattläuse und anderes Ungeziefer zuverlässig von den sonst zu anfälligen Rosen fern. Außerdem sorgt der Dauerblüher Lavendel dafür, dass ein Rosenbeet auch zum Ende der Blütezeit hin nicht allzu kahl wird. Stattdessen gehen die beiden Blütepflanzen eine perfekte Melange ein und lassen das Blumenbeet auch in farblicher Hinsicht erstrahlen. Besonders schön wirkt Lavendel vor weiß oder rosa blühenden Rosen.

Ansprüche von Rosen und Lavendel passen nicht zusammen

Allerdings gibt es in dieser äußerlich so perfekt erscheinenden Kombination einen nicht allzu geringen Wermutstropfen, denn Lavendel und Rosen haben vor allem an den Boden völlig unterschiedliche Ansprüche. Zwar mögen beide Pflanzen die Sonne und brauchen viel Licht, doch im Gegensatz zu den nährstoffhungrigen Rosen fühlt sich der mediterrane, an magere Böden gewöhnte Lavendel in nährstoffarmer, sandiger und trockener Erde sehr wohl. Würde man also Rosen und Lavendel zusammen pflanzen, ohne diese spezifischen Vorlieben zu beachten, dann würde das Ergebnis mit Sicherheit nicht so wie erhofft ausfallen – ganz im Gegenteil, denn in Rosenerde geht der Lavendel schnell ein.

Lavendel in ein Rosenbeet pflanzen – So funktioniert’s

Glücklicherweise gibt es jedoch Möglichkeiten, die beiden in ihren jeweiligen Vorlieben scheinbar so unverträglichen Pflanzen dennoch harmonisch in einem Beet zusammen zu setzen. Hierfür sollten Sie die polsterbildenden Lavendelpflanzen an den Beetrand, die Rosen dagegen im Abstand von mindestens 50 Zentimeter weiter in die Mitte pflanzen. Während in der Beetmitte nährstoffreiche Rosenerde, gut mit Kompost versorgt, ausgebracht wird, magern Sie die Beetrand für den Lavendel mit reichlich Sand ab.

Tipps

Außerdem sollte das Beet so gestaltet werden, dass die überschüssige Feuchtigkeit von den Rosen – die schließlich viel Wasser brauchen – nicht zum Lavendel läuft, der wiederum die Trockenheit liebt. Der Boden sollte also gut durchlässig sein und das Beet zum Rand hin nicht abschüssig.

Text: Ines Jachomowski

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