Rhabarber

Rhabarber richtig lagern: So bleibt er frisch

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Rhabarber ist ein vielseitiges Gemüse, das sich durch seinen säuerlichen Geschmack auszeichnet. Dieser Artikel bietet eine umfassende Anleitung zur Lagerung und Haltbarmachung von Rhabarber, von der Auswahl frischer Stangen bis zum Einkochen.

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Rhabarber wird am besten in Scheiben geschnitten eingekocht

Merkmale von frischem Rhabarber

Anhand einiger typischer Merkmale erkennen Sie, ob Rhabarber frisch ist:

  • Festigkeit: Die Stangen sollten fest und prall sein. Ein leichter Glanz zeugt ebenfalls von Frische.
  • Schnittflächen: Die Schnittflächen frisch geernteter Stangen sind saftig und wirken keinesfalls trocken.
  • Farbe: Die Farbe des Rhabarbers sollte kräftig und leuchtend sein.
  • Biegsamkeit: Frischer Rhabarber lässt sich nicht leicht biegen.

Achten Sie beim Kauf auf diese Merkmale, damit Sie möglichst lange Freude an Ihrem Rhabarber haben.

Rhabarber im Kühlschrank lagern

Rhabarber im Kühlschrank lagern

Rhabarber bleibt durch korrekte Lagerung im Kühlschrank tagelang frisch

Um die Haltbarkeit Ihres Rhabarbers zu verlängern, lagern Sie ihn am besten im Kühlschrank. So gehen Sie dabei vor:

  • Vorbereitung: Waschen Sie den Rhabarber gründlich und entfernen Sie die Blätter. Diese sind aufgrund ihres hohen Oxalsäuregehalts nicht zum Verzehr geeignet.
  • Verpackung: Wickeln Sie die Rhabarberstangen in ein feuchtes Geschirr- oder Küchenhandtuch ein. So bleibt die Feuchtigkeit erhalten und die Stangen trocknen nicht aus.
  • Lagerung: Lagern Sie den eingewickelten Rhabarber im Gemüsefach Ihres Kühlschranks. Dort herrschen die idealen Bedingungen, um ihn frisch zu halten.

So gelagert, hält sich Rhabarber in der Regel drei Tage lang frisch. Lagern Sie ihn nicht in der Nähe von Obst, da dies den Reifeprozess beschleunigt und der Rhabarber schneller verdirbt.

Rhabarber einfrieren

Wenn Sie Ihren Rhabarber noch länger haltbar machen möchten, können Sie ihn einfrieren. Befolgen Sie dabei diese Schritte:

  • Vorbereitung: Entfernen Sie die Blätter und die holzigen Enden der Stangen. Waschen Sie den Rhabarber gründlich und lassen Sie ihn gut abtropfen. Wenn Sie die typische Färbung des Rhabarbers erhalten möchten, können Sie die Stangen schälen, bevor Sie sie einfrieren. Dies ist besonders empfehlenswert, wenn Sie die Stücke später roh verwenden möchten.
  • Blanchieren (optional): Sie können den Rhabarber für etwa drei Minuten in kochendem Wasser blanchieren und anschließend in Eiswasser abschrecken. So bleiben Farbe und Textur besser erhalten. Dieser Schritt ist optional, verbessert aber die Qualität des Rhabarbers beim späteren Auftauen und Verarbeiten.
  • Vorkühlen: Legen Sie die Rhabarberstücke auf ein Backblech oder eine flache Schale und stellen Sie sie für etwa zwei Stunden in den Gefrierschrank. So frieren die Stücke nicht zusammen.
  • Verpacken: Verpacken Sie die vorgekühlten Stücke in Gefrierbeutel oder gefriergeeignete Dosen. Drücken Sie die Luft heraus, um Gefrierbrand zu vermeiden, und verschließen Sie die Behältnisse sorgfältig.

So hält sich Rhabarber im Gefrierschrank bis zu 12 Monate. Am besten verbrauchen Sie ihn innerhalb der ersten sechs Monate, da er danach an Aroma verlieren kann.

Rhabarber auftauen

Um den Rhabarber schonend aufzutauen, haben Sie verschiedene Möglichkeiten:

  • Im Kühlschrank: Legen Sie die gefrorenen Stücke über Nacht in den Kühlschrank, damit sie langsam auftauen.
  • Bei Zimmertemperatur: Wenn es schneller gehen soll, können Sie den Rhabarber bei Zimmertemperatur auftauen lassen.
  • In der Mikrowelle: Am schnellsten geht das Auftauen in der Mikrowelle mit der Auftaufunktion. Achten Sie auf die Dauer, damit der Rhabarber nicht matschig wird.

Nach dem Auftauen können Sie den Rhabarber wie gewohnt für Ihre Rezepte verwenden.

Rhabarber einkochen

Rhabarber einkochen

Einkochen macht Rhabarber lange haltbar, ideal für Kompott und Marmelade

Das Einkochen ist eine tolle Möglichkeit, um Rhabarber haltbar zu machen und ihn auch außerhalb der Saison zu genießen. Sie können ihn entweder als Kompott oder Marmelade verarbeiten. Wichtig ist, dass Sie Rhabarber nicht in Aluminiumgefäßen einkochen. Der hohe Säuregehalt des Gemüses kann mit dem Material reagieren.

Rhabarber einkochen: Schritt für Schritt

  1. Vorbereitung: Waschen und schälen Sie die Rhabarberstangen und schneiden Sie sie in etwa zwei Zentimeter große Stücke.
  2. Blanchieren: Geben Sie den Rhabarber für fünf Minuten in kochendes Wasser, um den Oxalsäuregehalt zu reduzieren. Gießen Sie das Kochwasser anschließend ab.
  3. Gläser vorbereiten: Füllen Sie den blanchierten Rhabarber in saubere Einmachgläser. Lassen Sie dabei etwa zwei Zentimeter Platz bis zum Rand.
  4. Zuckersirup herstellen: Lösen Sie den Zucker in Wasser auf und bringen Sie die Mischung zum Kochen. Gießen Sie den Sirup über den Rhabarber in den Gläsern. Achten Sie darauf, dass der Rhabarber vollständig bedeckt ist und zwischen Sirup und Glasrand ein Zentimeter Platz bleibt.
  5. Einkochen: Verschließen Sie die Gläser luftdicht und stellen Sie sie in einen großen Topf. Füllen Sie den Topf so weit mit Wasser, dass die Gläser zu drei Vierteln im Wasser stehen. Erhitzen Sie das Wasser auf etwa 90 Grad und lassen Sie den Rhabarber für 30 Minuten einkochen. Schalten Sie anschließend die Herdplatte aus und lassen Sie die Gläser im Wasser abkühlen.

So eingekocht, hält sich Rhabarber an einem dunklen und kühlen Ort drei bis sechs Monate.

Das Gartenjournal Frische-ABC

Wie läßt sich Obst & Gemüse richtig lagern, damit es möglichst lange frisch bleibt?

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Bilder: Nadezhda Nesterova / Shutterstock