Rasenpflege im Herbst: So machen Sie den Rasen winterfest

Damit der Rasen gut durch den Winter kommt und sich im Frühling kräftig grün präsentiert, sollten Sie ihm im Herbst zusätzliche Aufmerksamkeit schenken. Neben der Säuberung der Fläche ist es wichtig, noch einmal zu mähen und die Gräser mit dem richtigen Dünger zu stärken.

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Loses Laub sollte zeitnah vom Rasen entfernt werden; Laub in Gartenecken kann liegen bleiben, um Igeln einen Überwinterungsplatz zu bieten

Herbstlaub entfernen

Sammeln Sie herabgefallenes Obst und auf dem Rasen liegendes Laub regelmäßig auf. Dadurch wird verhindert, dass Pilzsporen und Schneeschimmel entstehen und die Gräser nachhaltig schädigen. Zudem würden die feuchten Blätter verhindern, dass Sauerstoff zirkulieren kann, was den Rasen anfällig für Krankheiten macht.

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Um das Laub zu entfernen genügt einfaches Harken mit einem Fächerbesen. Die eingesammelten Blätter müssen Sie, sofern diese frei von Pilzen sind, nicht entsorgen. Sie eignen sich gut als wärmender Winterschutz für Blumenbeete und verrotten unter Hecken und Sträuchern ausgebracht zu wertvollem Dünger.

Der letzte Rasenschnitt

Bevor die Temperatur des Bodens dauerhaft unter zehn Grad absinkt, sollten Sie den Rasen ein letztes Mal mähen. Fällt die Temperatur unter diesen Wert, hört der Rasen auf zu wachsen und benötigt keinen Schnitt mehr.

Schneiden Sie das Gras nicht zu kurz, sonst hat der Frost leichtes Spiel und kann das Wurzelsystem des Rasens schädigen. Andererseits sollten Sie die Halme auch nicht zu lang stehen lassen, da diese ansonsten auf den Boden gedrückt und von Schneeschimmel oder Pilzen befallen werden. Empfehlenswert sind nachfolgende Schnitthöhen:

  • Gebrauchsrasen: 40 Millimeter
  • Schattenrasen: 50 Millimeter
  • Zierrasen: 25 Millimeter
  • Kräuterrasen: 80 Millimeter

Da das Schnittgut bei tiefen Temperaturen nicht mehr verrotten kann, sollten Sie es im Grasfangkorb des Rasenmähers auffangen oder abrechen.

Schäden ausbessern

Nach der Mahd zeigen sich Schäden im Rasen deutlich. Wässern Sie verbrannte und vertrocknete Stellen durchdringend und lockern Sie den Boden in diesen Bereichen etwas auf. Bestreuen Sie die schadhaften Stellen mit Grassamen und drücken Sie diese an. Bedecken Sie die Aussaat anschließend mit Erde und gießen Sie regelmäßig, bis frisches Grün nachgewachsen ist.

Herbstdünger ausbringen

Setzen Sie bei der Herbstdüngung auf kaliumbetonte Präparate. Diese sorgen dafür, dass der Rasen widerstandsfähig gegen Frost wird und die langen Wintermonate besser übersteht. Kalium sorgt zudem für einen guten Stoffwechsel des Grases, sodass dieses gestärkt durch den Winter kommt.

Stickstoff- und phosphorbetonte Düngemittel, wie sie im Frühling zum Einsatz kommen, sollten Sie keinesfalls verwenden. Diese würden das Wachstum anregen und die Halme kälteanfällig und empfindlich machen.

Tipps

Normalerweise wird der Rasen im April oder Mai vertikutiert. Stellen Sie fest, dass sich eine Filzschicht gebildet hat, die stärker als 5 Millimeter ist, können Sie die Prozedur im Herbst wiederholen. Allerdings sollte die Temperatur noch einige Tage über zehn Grad liegen. Ist es bereits zu kalt, verschieben Sie diese Arbeit besser ins Frühjahr.

Text: Michaela Kaiser
Artikelbild: Maria Evseyeva/Shutterstock

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