Der Anbau der Pomelo

Unter dem Begriff "Pomelo" werden verschiedene Varietäten der Pampelmuse zusammengefasst. Citrus maxima - die Echte Pampelmuse - stammt ursprünglich aus Südchina und Südostasien und wird heute noch in dieser Region umfassend angebaut. Daneben ist bei uns eine Pomelo erhältlich, die in den 1970er aus einer Kreuzung zwischen Pampelmuse und Grapefruit hervorging. Beide Sorten werden heute weltweit im so genannten subtropischen "Zitrusgürtel" zwischen dem 20. und 40. Breitengrad angebaut.

Pomelo Anbau
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Die Vermehrung der Pomelo

In ihrer subtropischen Heimat kann der Pomelo-Baum sehr hoch werden: Bis zu 15 Metern erreicht die Pflanze und entwickelt dabei eine breite, ausladende Krone. Äste nicht veredelter Bäume haben viele blattachselständige, bis zu fünf Zentimeter lange Dornen. Aber auch bei uns können Sie aus dem Samenkern einer gekauften Pomelo meist ohne Probleme einen eigenen Pomelo-Baum ziehen. Die Pomelo – gleich ob Pampelmuse oder Kreuzungsprodukt – ist sehr wuchsfreudig und zudem leichter zu pflegen als andere Zitrusarten. Der Baum ist unempfindlicher gegenüber Kälte (nicht Frost!) und kann daher für eine längere Zeit im Freien bleiben. Neben der Vermehrung über Samen ist auch eine vegetative Vermehrung über Stecklinge möglich. Um die lange Jugendphase des Baums abzukürzen, sollten Sie auf Poncirus trifoliata, der Bitterzitrone oder auch Dreiblättrigen Orange, veredeln.

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Eine Pomelo pflegen

Die Pflege der Pomelo ähnelt sehr stark der Pflege anderer Zitrus-Arten, da die Ansprüche der Pflanzen fast dieselben sind. Die Pomelo

  • braucht in der Vegetationsperiode einen vollsonnigen, windgeschützten Platz im Freien
  • muss regelmäßig, aber mäßig gegossen werden
  • verträgt keine Staunässe
  • sollte etwa alle zwei Wochen mit flüssigem Zitrusdünger gedüngt werden
  • braucht lockere, durchlässige Erde (am besten Zitruserde)
  • und immer einen hellen Standort
  • zudem sollte die Pomelo mindestens einmal pro Jahr geschnitten werden, sie ist sehr wuchsfreudig

Pomelo überwintern

Ebenso wie alle anderen Zitruspflanzen auch verträgt die Pomelo keinen Frost, auch wenn sie ansonsten gegenüber kühleren Temperaturen unempfindlicher ist. Im Winter sollten Sie die Pflanze an einen nicht zu warmen, aber hellen Standort stellen und gelegentlich (aber nicht zu oft!) gießen. Im Winterquartier sind Temperaturen zwischen fünf und zehn Grad Celsius optimal. Grundsätzlich gilt bei alles Zitrusgewächsen und damit auch bei der Pomelo: Je wärmer die Pflanze steht, desto heller muss ihre Umgebung sein. Aufgrund ihrer Frostempfindlichkeit sollte die Pomelo nicht in den Garten ausgepflanzt werden

Tipps & Tricks

Für eine Haltung in unseren Breitengraden am besten geeignet ist wahrscheinlich die der Pomelo recht ähnlichen Neuseeland-Grapefruit. Die “Neuseeland Grape” hat grapefruitähnliche, flach-breite Früchte, die sehr mild sind. Dieser Baum braucht deutlich weniger Hitze als eine normale Grapefruit oder Pomelo und reift zudem früher.

IJA

Text: Ines Jachomowski

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