Pilze anbauen

Pilze im Garten oder im Keller anbauen

Wer sich für den Genuss leckerer Speisepilze nicht nur auf das Sammeln in Wäldern beschränken möchte, der kann diese mitunter auch selber im eigenen Garten oder Keller ziehen. Allerdings lassen sich manche Arten von Pilzen bis heute nicht so einfach künstlich anpflanzen.

Welche Arten von Speisepilzen kann man selber anbauen?

Es gibt heutzutage viele verschiedene Sorten von Speisepilzen, die Pilzliebhaber auch selber anbauen können. Dafür werden Sporen der gewünschten Pilzart auf ein geeignetes Substrat aufgebracht. Grundsätzlich kann man dabei zwischen auf Holzstücken wachsenden Baumpilzen wie dem Austernseitling und aus dem Boden wachsenden Pilzen wie den Champignons unterscheiden.

Wie wachsen Pilze im Allgemeinen?

Das Pilzwachstum weist im Vergleich zu Gemüse- und Obstsorten Besonderheiten auf. Die im Volksmund übliche Redewendung, dass Pilze nach einem Sommerregen oft regelrecht „aus dem Boden schießen“, beruht auf dem Umstand, dass es sich bei den gesammelten Pilzen nur um die Fruchtkörper oberhalb der Erdoberfläche handelt. Die meisten Pilzarten bilden zunächst im Boden oder in einem geeigneten Substrat wie Stroh ein weit verzweigtes Mycel, das schließlich die Fruchtkörper oberhalb der Erdoberfläche für die Ernte durch Mensch und Tier ausbildet.

Baumpilze für die Fertigkultur im Freien

Beim Anbau von Pilzen im Freien stellt es ein Problem dar, dass sich die Sporen anderer Pilzarten im Rahmen der Vermehrung an der eigenen Kultur ansetzen und damit eine Verdrängung oder eine potentielle Gefahr beim Verzehr darstellen können. Bei Fertigkulturen von Austern- und Limonenpilzen stülpt man ein kleines Gewächshaus aus Kunststoff über den jeweiligen Holzstamm. So stellen Sie außerdem auch sicher, dass im Inneren ein ausgeglichenes Klima für das Wachstum der Pilze herrscht.

Pilze im Keller oder Geräteschuppen züchten

Verschiedene Sorten von Speisepilzen können auch relativ unkompliziert im Keller oder im Mini-Gewächshaus auf der Fensterbank angebaut werden. Dazu gehören beispielsweise:

  • Shiitake
  • weißer Champignon
  • Steinchampignon
  • Kräuterseitling
  • Pioppino

Im Handel sind fertige Komplettsets erhältlich, deren Substrat mit den Sporen der jeweiligen Pilzart beimpft wurde. Dieses brauchen Sie nur gut zu wässern, damit das Mycel nach einigen Wochen die gewünschten Fruchtkörper für die Ernte ausbildet.

Wie kann man überschüssige Pilze lagern?

Falls Sie beim Anbau von Pilzen ein glückliches Händchen beweisen sollten, so kann sich manchmal innerhalb weniger Tage eine reiche Ernte einstellen. Allerdings sind geerntete Pilze oft nur wenige Tage haltbar. Können Sie nicht alle Pilze frisch verbrauchen, so bietet sich das Einfrieren oder Trocknen der Pilze an. Zuvor sollten diese aber nicht gewaschen, sondern nur mit einer weichen Bürste gereinigt werden, damit die Pilze nicht an Geschmack verlieren.

Tipps & Tricks

Champignons und Steinpilze können in dünne Scheiben geschnitten auch getrocknet und später durch Einweichen in Wasser wieder verwertbar gemacht werden. Steinpilze werden oft auch zu Steinpilzmehl gemahlen und als Gewürz für Suppen und Saucen verwendet.

Text: Alexander Hallsteiner

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