So züchten Sie Austernpilze in mit Kaffeesatz versetztem Stroh

Keine Frage: Der Austernpilz oder auch Austernseitling ist ein äußerst schmackhafter wie auch gesunder Speisepilz, der sich in der Küche vielseitig verwenden lässt. Damit Sie ihn das ganze Jahr hindurch genießen können, züchten Sie ihn doch einfach selbst. Das funktioniert bestens selbst in Ihrem Keller – und zwar auf mit Kaffeesatz versetztem Stroh.

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Kaffeesatz ist ein guter Dünger für Austernpilze

Kaffeesatz nicht wegwerfen!

Kaffee belebt nicht nur müde Menschen, sondern ist auch ein hervorragender Dünger für Zimmer- und Gartenpflanzen. Das Getränk enthält viele wertvolle Spurenelemente, aber auch Phosphor, Kalium und Stickstoff – also alles, was Pflanzen für ein gesundes Wachstum brauchen. Am besten verwendet man getrockneten Kaffeesatz zum Düngen. Dieser eignet sich auch vorzüglich, um darauf schmackhafte Pilze wie etwa den Austernseitling wachsen zu lassen.

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Austernpilze in Kaffeesatz züchten

Für dieses Projekt benötigen Sie natürlich Kaffeesatz sowie Stroh (wahlweise auch Heu oder einen Block aus Sägespänen) und natürlich frische Pilzbrut. Diese sollten Sie immer erst unmittelbar vor der Verwendung bestellen, da sie nach einer allzu langen Lagerung nicht mehr lebensfähig ist. Sind alle Zutaten beisammen, kann die Austernpilzzucht beginnen.

Substrat vorbereiten

Zunächst einmal bereiten Sie das Substrat vor. Dazu nehmen Sie entweder einen ganzen Strohballen oder schneiden einzelne Strohhalme zu etwa zehn Zentimeter langen Stücken zurecht. Die kleinen Strohstücken kochen Sie in reichlich Wasser (welches Sie anschließend zum Düngen im Gemüsegarten verwenden können), den Strohballen durchtränken Sie mit viel heißem Wasser. Nachdem das Stroh abgekühlt ist, vermischen Sie es mit mehreren Händen voll Kaffeesatz. Verwenden Sie einen Strohballen, bringen Sie den Kaffeesatz gut verteilt in dessen Inneres ein.

Pilzbrut einbringen und Pilze züchten

Derartig vorbereitet, können Sie nun die Pilzbrut einbringen. Zerbröckeln Sie die Brut in kleine Stücke und vermischen Sie sie mit dem Stroh-Kaffeesatz-Gemisch. Der Strohballen wiederum kann an mehreren Stellen vorsichtig zerteilt werden, so dass Sie die Pilzbrut in sein Inneres einbringen können. Nun heißt es abwarten: Austernpilze bevorzugen eher kühle Temperaturen von weniger als 11 °C, weshalb das Substrat samt Brut am besten in einem kühlen und dunklen Kellerraum aufgehoben ist. Schon nach wenigen Monaten können Sie die ersten Pilze ernten, manchmal kann es aber auch bis zu anderthalb Jahren dauern.

Tipps

Austernpilze lassen sich außerdem sehr gut auf Holz züchten. Dies hat den Vorteil, dass Sie davon mehrere Jahre ernten können.

Text: Ines Jachomowski
Artikelbild: Hi-Point/Shutterstock

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