Wirklich wahr?! Sind Pfingstrosen giftig?

Mit ihrem Laubkleid sehen sie unscheinbar aus. Mit ihren Blüten, die etwa im Mai erscheinen, wirken sie völlig ungefährlich, ja sogar teilweise lecker. Doch kann man sie ohne weiteres essen oder sind sie hochgradig giftig?

Pfingstrosen gefährlich
Pfingstrosen sind schwach giftig, aber nur bei Verzehr

Ein schwach giftiges Gewächs

Auf Ihrem Speiseteller sollten Sie keine Pfingstrosen anrichten! Warum? Weil Pfingstrosen schwach giftig sind. Sie enthalten Substanzen, die in Ihrem Verdauungstrakt zu mächtig Unruhe führen können. Wer sich zu große Mengen von der Pfingstrose einverleibt, muss damit rechnen, dass es zu Symptomen kommt wie:

  • Erbrechen
  • Übelkeit
  • Durchfall
  • Magen-Darm-Schmerzen

Normalerweise wirken sich geringe Verzehrmengen nicht negativ aus bzw. man muss mit keinen Symptomen rechnen. Doch Kleinkinder und Haustiere sollte man davor bewahren, von der Pfingstrose zu probieren. Sie sind anfälliger für Vergiftungen. Bei Katzen kann es durch geringe Mengen zu Erbrechen und Durchfall kommen. Für Hunde gelten Pfingstrosen sogar als hochgiftig!

Pfingstrosen haben auch eine heilende Wirkung

Wer hätte das gedacht – obwohl Pfingstrosen schwach giftig sind, sind sie auch heilkräftig. Das ist schon seit mehreren Jahrhunderten bekannt. Früher wurden vor allem die Blütenblätter, Samen und Wurzeln in der Volksheilkunde verwendet. Die Wurzeln sollen bei Krampfanfällen, Darmproblemen und Gicht helfen.

Auch die heutige Homöopathie weiß Pfingstrosen zu schätzen. Dabei ist der Gehalt an Glykosiden und Alkaloiden unbedeutend, da die geringen Mengen dieser toxischen Wirkstoffe in der Homöopathie nicht entscheidend sind. Unter anderen werden die Wurzeln homöopathisch bei Hämorriden eingesetzt.

Tipps

Auch wenn Pfingstrosen leicht giftig sind, brauchen Sie im Umgang mit diesen Gewächsen wie beim Schneiden keine Angst zu haben. Der Hauptwirkstoff Paenoflorin wirkt sich bei Hautkontakt nicht nachteilig aus.

Text: Anika Gütt

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