Oleander – wunderschön aber tödlich giftig für Katzen

Der Oleander (Nerium oleander) ist auch hierzulande ein beliebter Zierstrauch für Haus und Garten. Allerdings ist der zur Familie der Hundsgiftgewächse zählende, bis zu fünf Meter hoch wachsende Strauch mit den länglichen Blättern und zahlreichen Blüten stark giftig.

Oleander Katze
Wird Oleander verzehrt, kann das bei Katzen und Menschen zum Tod führen

Oleander tödlich giftig für Mensch und Tier

In allen Pflanzenteilen sind die herzwirksamen Glykoside Neriosid und Oleandrin enthalten, die das Herz-Kreislauf-System angreifen – und zwar bis zum Herzstillstand. Bei vielen Tieren genügen schon sehr kleine Mengen, um schwere Vergiftungserscheinungen oder sogar den Tod zu verursachen. Katzen beispielsweise knabbern gern an den Blättern oder wetzen sich die Krallen am Holz des Oleanders – beide Verhaltensweisen haben potenziell tödliche Folgen. Übrigens ist Oleander nicht nur für Tiere, sondern auch für Menschen stark giftig.

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Bei Vergiftungserscheinungen so schnell wie möglich zum Tierarzt

Eine Vergiftung mit dem Gift des Oleanders macht sich zunächst durch (auch blutigen) Durchfall sowie Erbrechen bemerkbar. Im weiteren Verlauf erweitern sich die Pupillen, das Tier fiebert (oder entwickelt, je nach aufgenommener Giftmenge, eine Untertemperatur) und wird von Krämpfen gequält. Bei einer starken Vergiftung können auch Herzrhythmusstörungen hinzukommen, die schlussendlich im Herzstillstand münden können. Sobald Sie auch nur eines dieser Anzeichen bemerken, sollten Sie bei Verdacht sofort einen Tierarzt aufsuchen. Schnell behandelt, kann die Katze in der Regel gerettet werden. Der Tierarzt wird dem Tier Infusionen mit giftausscheidenden Medikamenten legen sowie das Erbrechen und den Durchfall behandeln. Außerdem erhält die Katze herzstärkende Medizin.

Tipps

Wenn Sie Haustiere und / oder kleine Kinder zu Hause haben, verzichten Sie besser auf Oleander. Es gibt eine Vielzahl wunderschöner Blühsträucher, die keine tödlich giftige Wirkung auf den tierischen bzw. menschlichen Organismus haben.

Text: Ines Jachomowski

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