Die Pfefferminze – Steckbrief der beliebten Würzpflanze

Die Pfefferminze spielt seit ihrer Entdeckung im 17. Jahrhundert in England eine wichtige Rolle als Würzkraut, Tee und Heilpflanze. Das Kraut ist im Garten und auf dem Balkon einfach zu ziehen und wird deshalb weltweit angebaut.

Pfefferminze Steckbrief

Botanische Daten

  • Lateinischer Name: Mentha x piperita
  • Sorten: bis zu 14 Sorten und zahlreiche Untersorte
  • Pflanzenfamilie: Lippenblütler
  • Gattung: Minze (Mentha)
  • Herkunft: England als Zufallskreuzung
  • Höhe: bis zu 90 Zentimeter hoch im Freiland
  • Blätter: länglich, leicht gezackter Rand
  • Blattfarbe: meist grün, aber auch fast weiß oder sehr dunkel
  • Stiele: glatt, wenig behaart
  • Blüte: kleine weiß-rote Blüten in Ährenform
  • Aroma: sehr aromatischer, frischer Duft
  • Blütezeit: Juni bis August
  • Verwendete Pflanzenteile: Blätter
  • Alter: mehrjährig bis zu fünf Jahren und länger
  • Winterhart: verträgt Temperaturen bis minus 20 Grad
  • Verbreitung: fast weltweit

Wissenswertes zum Anbau im Garten und Topf

Pfefferminze ist recht robust und lässt sich sowohl im Freiland als auch im Topf auf Balkon oder Terrasse ziehen.

Die Pflanze benötigt einen nahrhaften, durchlässigen Boden. Sie bevorzugt einen halbschattigen Standort. Direkte Sonnenbestrahlung wirkt sich auf das Aroma aus.

Bei der Standortwahl ist darauf zu achten, dass Pfefferminze sich nicht mit sich selbst oder Kamille verträgt. Auch zu anderen Lippenblütlern sollte Abstand gewahrt bleiben. Ein Standortwechsel nach spätestens drei Jahren ist sinnvoll, um die Ausbreitung von Krankheiten einzudämmen.

Pfefferminze ernten

Pfefferminze lässt sich jederzeit ernten. Die beste Erntezeit ist direkt vor der Blüte, da dann der Anteil an ätherischen Ölen besonders hoch ist. Wenn Pfefferminze haltbar gemacht werden soll, ist diese Erntezeit zu bevorzugen.

Auch nach der Blüte können die Blätter unbedenklich verzehrt oder zu Tee verarbeitet werden. Sie enthalten keinerlei Giftstoffe, schmecken aber etwas herber als vor der Blüte.

Pfefferminze vermehren

Die Vermehrung der Pfefferminze erfolgt in der Regel über Ausläufer und Stecklinge. Auch eine Wurzelteilung ist möglich. Durch Aussäen lässt sie sich recht schwer vermehren, da die Keimfähigkeit der Samen nicht sehr hoch ist.

Tipps & Tricks

Die Heilwirkung der Pfefferminze spielt auch heute noch eine große Rolle. So wurde die Pflanze im Jahre 2004 zur “Heilpflanze des Jahres” gekürt.

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Text: Sigrid Hestermann

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